Neue Ermittlungen gegen Audi

22. August 2017
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Aktuelles

Laut einem Bericht des deutschen Handelsblattes hat Audi offensichtlich mehrere Tausend Fahrgestellnummern doppelt vergeben. Dies sei den Ermittlern der deutschen Staatsanwaltschaft bei der Durchsuchung der Geschäftsräume von Audi im Rahmen des Abgasskandals aufgefallen. Die betroffenen Fahrzeuge waren wohl vor allem für den asiatischen Markt gedacht. Konkret für China, Korea und Japan.

Warum Audi das getan haben soll ist nicht geklärt. Auch Audi selbst gab sich auf Nachfrage unwissend und meinte, das dem Unternehmen nicht bekannt wäre, dass FINs doppelt vergeben wurden.

Wäre dem dennoch so, wäre das ein klarer Gesetzesverstoß: Immerhin sollen just durch diese Nummern Fahrzeuge laut deutschem als auch EU-Gesetz mindestens 30 Jahre lang eindeutig identifizierbar sein.

Zu den Gründen für die eventuell dennoch doppelt vergebene FIN kann nur spekuliert werden. Die Kollegen des Handelsblattes vermuten, dass mit dieser Trickserei zu verschleiern versucht wurde, wie viele Autos aus Deutschland in Asien importiert werden. Dort gibt es zwar keine expliziten Import-Quoten mehr, im Zuge vieler Joint-Ventures wird aber dennoch darauf geachtet, dass nicht zu viele Autos importiert werden. Gleichzeitig legt betuchtere Kundschaft allerdings großen Wert auf ein Auto „made in Germany“.

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