Nissan lässt den GT-R LM Nismo fallen

23. Dezember 2015
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Aktuelles

Seit 1999 war Nissan nicht mehr in der LMP1-Klasse mitgefahren. Als der japanische Hersteller also bekannt gab, dass man 2015 wieder dabei sein würde, war die Freude groß. Als der passende Wagen allerdings vorgestellt wurde, machte sich bereits erste Skepsis breit. Immerhin war der Konzept mit Front-Mittel-Motor überaus gewagt, die gesamte Konstruktion des Wagens ziemlich ambitioniert. Er hätte funktionieren können … tat er aber nicht.

Nachdem Nissan bereits die eigentlich geplanten WEC-Rennen ausfallen ließ, um sich besser auf die 24h von Le Mans vorzubereiten, scheiterte das Team auch dort in einem Ausmaß, dass es einem echt leid tat. 25 Sekunden langsamer als alle anderen Autos der Klasse konnte sich kein einziges der drei Autos für das Rennen qualifizieren. Nun, nachdem man erst unlängst wieder ein paar Tests mit dem Wagen absolvierte, hat Nissan endgültig resigniert.

In dem passenden Statement gestand Nissan ein erkannt zu haben, mit dem Wagen nie das Niveau der anderen Teams (Porsche, Audi und Toyota) erreichen zu können. Und wenn Nissan sich in einer Rennserie engagiert, dann natürlich nicht um das Schlusslicht zu markieren, sondern um zu gewinnen. Dementsprechend konzentriert man sich nun wieder voll und ganz auf die anderen Bereiche des Motorsports, in denen man sich schon bisher erfolgreich bewegt hat – also zB Super GT, GT3 und auch LMP3.

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