Österreichischer Dieselgipfel: Software-Updates und Umtausch-Prämien

22. August 2017
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Aktuelles

Schon der deutsche Dieselgipfel brachte keine nennenswerten Kursänderungen hervor. Dementsprechend war auch nicht zu erwarten, dass es in Österreich viel anders laufen würde. So gingen Verkehrsminister Leichtfried und die Vertreter von Mercedes, BMW, Kia, Ford, Renault, Porsche, VW, Audi, Seat, Skoda, Hyundai, Mitsubishi und Opel heute in Wien dann am Ende auch eher Ergebnislos wieder auseinander.

Leichtfried selbst gab nach dem Treffen zu Protokoll, dass er mit dem Ergebnis unzufrieden sei, es aber zumindest gegenüber den Deutschen „aufgefettet“ habe. Was wurde nun also beschlossen?

Hardware-Änderungen gibt es bei den rund 600.000 in Österreich betroffenen Diesel-Fahrzeugen auch bei uns keine, stattdessen werden ab 2018 Software-Updates eingespielt, die die Schadstoff-Ausstöße reduzieren sollen. Dabei sollen die Hersteller garantieren, dass es durch die Veränderungen aber zu keinen Nachteilen für die Konsumenten kommt. Wie sie das aber tun sollen, ist nicht endgültig geregelt worden und blieb somit offen. Auch wie genau etwaige Anreize aussehen sollen, die den Konsumenten für den Umstieg auf ein modernes Auto geboten werden, bleibt den Herstellern selbst überlassen.

Der VW-Konzern hat hier bereits reagiert: Kauft man einen Euro 6-Wagen, gibt es für das Altfahrzeug (Euro 1 bis Euro 4) bei VW bis zu 8.785 Euro, bei Seat bis zu 7.000 Euro, bei Skoda bis zu 5.500 Euro und bei Audi bis zu 10.000 Euro „Abwrackprämie“. Von den anderen Herstellern gab es noch keine derartigen Statements.

Foto: BMVIT / Johannes Zinner

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