Der Opel Manta wird elektrisch

20. Mai 2021
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Aktuelles

1970 startete der Opel Manta als flottes Coupé auf Ascona-Basis, damals natürlich mit Benzinmotoren. Nun zeigt Opel mit dem Manta GSe ElektroMOD eine Studie, die das Seventies-Design sehr gelungen (weil auf Basis eines nur in Details adaptierten Originalfahrzeugs) in die heutige Zeit übersetzt. Unter der schwarz lackierten Haube sitzt nun ein Elektromotor mit 108 kW/147 PS Leistung. Das „e“ in GSe bedeutet nun Elektrifizierung statt Einspritzung. Das maximale Drehmoment lautet 255 Newtonmeter, elektrotypisch steht es bereits aus dem Stand zur Verfügung. Üblicherweise verfügen Elektromotoren aufgrund ihrer enormen Drehmomentstärke über ein Eingang-Getriebe. Im Elektro-Manta haben PilotInnen aber die Wahl, ob sie das originale Viergang-Getriebe per Hand schalten möchten oder einfach den vierten Gang einlegen und dann automatisch fahren. Ein Gag, der viele Reifen vorzeitig das Leben kosten könnte.

Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt mangels Bauraum im Manta A über eine Kapazität von recht bescheidenen 31 kWh und erlaubt damit eine mittlere Reichweite von rund 200 Kilometern. Wie bei einem serienmäßigen Opel Corsa-e oder Opel Mokka-e (die allerdings 50 kWh-Akkus an Bord haben) kann auch der Manta GSe via Rekuperation Bremsenergie zurückgewinnen. Das reguläre Laden erfolgt über einen 9 kW-Onboard-Wandler für ein- und dreiphasigen Wechselstrom. Damit dauert es knapp vier Stunden, um die Manta-Batterie komplett aufzuladen.

 

Optisch setzt der Manta GSe auf das neue Opel-Gesicht. Stand der Manta A schon für den Opel-Vizor von Mokka und Crossland Pate, so trägt der ElektroMOD nun über die gesamte Fahrzeugbreite selbst den Opel Pixel-Vizor. Über diesen LED-Screen kann der Manta GSe sogar mit seiner Umwelt kommunizieren. „My German heart has been ELEKTRified“, läuft da als Schriftzug über die neue Front. „I am on a zero e-mission“, erklärt der GSe seine Mission gleich selbst und zeigt im nächsten Moment die Silhouette eines Manta-Rochens, der über den Pixel-Vizor gleitet. In den Radhäusern stecken extra designte und von Ronal gefertigte 17-Zoll-Aluminiumräder mit Reifen der Dimensionen 195/40 R 17 an der Vorder- und 205/40 R 17 an der Hinterachse. Auf dem Kofferraum steht stolz „Manta“ in der neuen Opel-Schrift.

Im Innenraum hat die aktuelle Opel-Digitaltechnik Einzug gehalten. Die klassischen Rundinstrumente sind Geschichte, stattdessen blickt man nun auf ein breites Digital-Panel wie bereits beim neuen Mokka in Serie. Hier zeigen zwei integrierte, fahrerorientierter Widescreens mit 12 und 10 Zoll wichtige Informationen zum Auto wie Ladezustand und Reichweite. Die Musik kommt von einer Bluetooth-Box der legendären Verstärkermarke Marshall – ein moderner Klassiker im modernen Klassiker. Der Fahrer nimmt hinter einem von Opel überarbeiteten Petri-Dreispeichen-Lenkrad Platz. Das Styling der Siebziger blieb dabei erhalten und mit der gelben Markierung in 12-Uhr-Stellung kam noch ein i-Tüpfelchen an Sportlichkeit hinzu.

3 Kommentare

  1. Ja, endlich einmal KEIN SUV!
    Leider kauft sowas keiner mehr… Außer vielleicht, man gibt noch einen Fuchsschwanz als Serienausstattungsmerkmal dazu 😉

  2. Solche Projekte killen die Kostenrechner mit links.

  3. Der alte Lateiner an Bord des Piratenschiffs hat es schon voraus gesagt: „Oh tempora – oh mores“ – welch Zeiten welch Sitten. Ein schwindliger Retro-Elektromanta als Marketinggag, ein MG als China-SUV, Jaguar ab 2025 nur mehr elektrisch – de Wöd steht nimma laung.

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