SEAT: Proteste behindern Namenspräsentation

20. Oktober 2017
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Aktuelles

Seat ließ ja die Fans über den Namen des neuen SUVs abstimmen – Vorraussetzung war, dass es sich um einen Namen einer spanischen Ortes handelt. Die Aktion war eigentlich ein voller Erfolg: 133.000 Menschen aus 106 Ländern gaben insgesamt 10.130 Vorschläge ab. Vom 12. bis zum 25. September wurde dann unter den Finalisten Alboran, Aranda, Avila und Tattaco der Sieger ausgemacht. Den kennt aber nur Seat selbst. Eigentlich sollte der Name in diesen Tagen kommuniziert werden – wird er aber nicht.

Die aktuelle politische Situation hat uns dazu veranlasst, die Ankündigung zu verschieben, so Seat. Man suche einen geeigneteren Zeitpunkt – die Medien sind ja vom katalanischen Unabhängigkeitsbestreben beherrscht.

Der SUV, um den es sich handelt, ist das spanische Derivat zum Skoda Kodiaq und ist wie sein tschechischer Bruder auch siebensitzig zu haben. Die Marketingkampagne wird jetzt auf unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Schon einmal zogen die Proteste in Katalonien die spanische Marke in Mitleidenschaft: das Werk in Martornell, nicht weit von Barcelona, musste den Betrieb stoppen, da die Lieferung von benötigten Teilen teilweise ausfiel.

Die vier Finalisten im Überblick:
Alboran: Das Alboran-Meer ist der westlichste Teil des Mittelmeers. Es ist von zentraler Bedeutung für den Wasserkreislauf in dieser Region und weist die höchste maritime Artenvielfalt Europas auf.

Aranda: Die Stadt mit mehr als 32.000 Einwohnern in der Provinz Burgos in der autonomen Region Kastilien-León ist die Hauptstadt des berühmten Weinanbaugebiets Ribera del Duero.

Avila: Eine Stadt in der autonomen Region Kastilien-León, die mit 1.131 Metern die höchstgelegene Provinzhauptstadt Spaniens ist. Ihr Wahrzeichen ist die alte Stadtmauer, die sie umgibt.

Tarraco: Der frühere Name einer der wichtigsten Römerstädte des antiken Hispaniens, die heute Tarragona heißt. Ihre archäologischen Zeugnisse wurden von der UNESCO im Jahr 2000 als Weltkulturerbe anerkannt.