MG ist zurück. Mit voller Elektro-Power.

18. April 2017
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Aktuelles

Still ist es geworden um MG. Seit der chinesischen Übernahme fristet der ehemals britischste aller Autohersteller ein eher bemitleidenswertes Dasein. Lediglich zwei Modelle beinhaltet das Programm aktuell – keines davon ist hierzulande zu haben. Doch jetzt bringt die Marke aus Birmingham einen Knaller nach Shanghai: E Motion heißt der Elektrorenner mit den Flügeltüren. Nach dem extremen XPower SV ist das MG’s erster Sportwagen seit Jahren. Das Schönste daran: Laut dem Verantwortlichen Zhang Liang hat er gute Chancen auf eine Serienfertigung.

Die Daten versprechen sportliche Fahrleistungen. In weniger als vier Sekunden sollen 100 Km/h auf dem Tacho stehen, die Reichweite wird mit rund 500 Kilometern angegeben. Doch nicht nur die Zahlen begeistern: Auch das Design darf als gelungen bezeichnet werden. Es verbindet gekonnt britische und die asiatische Designsprache mit Anleihen von Mazda bis Jaguar.

Ob und wann der MG E Motion in den Showrooms zu sehen sein wird, steht in den Sternen. Ein kräftiges Lebenszeichen einer fast vergessenen Marke ist der Sportler aber allemal.

2 Kommentare

  1. Profilbild von Weuzi

    MG ist genau so wenig zurück wie Borgward. Nur weil Chinesen die Markenrechte gekauft haben und jetzt das Logo auf irgendeine vierrädrige Eigenentwicklung draufklatschen, ist das noch lange keine Auferstehung der Marke. Wer sich mit der Geschichte und der Philosophie einer Marke auseinandergesetzt hat, weiß, dass es mehr bedarf als nur mit dem Namen abstauben zu wollen.
    Positive Beispiele dafür sehe ich bei Bugatti, Bentley, Rolls Royce, Mini bis vor einem Jahr, Volvo, Jaguar, Landrover oder Aston Martin. Aber die werden ja auch weitestgehend in ihren Herkunftsländern entwickelt und gebaut und von sensiblen Managern geführt.
    Ich habe selbst einen MG TC und einen MGB persönlich restauriert und gefahren – deshalb schmerzt es, sowas zu lesen – da ist ein ehrenvoller Tod wie er Saab ereilt hat, noch erträglicher.

    • Profilbild von Andreas Reinsperger

      Natürlich kann man die Studie nicht mit früheren MGs vergleichen. Allerdings steht das Entwicklungszentrum, in dem auch beispielsweise der MG 3, der ja bei uns nicht verkauft wird, konstruiert wurde, in Longbridge. Somit haben auch die chinesischen MGs in gewisser Weise immer noch einen Britischen Ursprung.
      LG Andreas

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