ALLES AUTO Tracktest

27. Oktober 2016
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clipboard01Um kleine Kurvenräuber und große PS-Monster fair vergleichen zu können, haben wir auf dem Gelände des Fahrtechnikzentrums Pachfurth einen Track sowohl mit technischen Kurvenkombinationen, aber auch längeren Geraden abgesteckt. Vor allem in ersteren müssen die Fahrwerke der Boliden – auch wegen Unebenheiten und Höhenveränderungen – zeigen was sie können. Die Bremsen werden hingegen vor allem am Ende der langen Gerade nach der Zwischenzeit gefordert, bevor der Motor am Weg zur Ziellinie ein letztes Mal zeigen kann, was in ihm steckt – dann verdeutlicht durch die Endgeschwindigkeit.

Alle Zeiten und Speeds werden mittels der GPS-Daten unserer VBOX ermittelt. Am Steuer sitzt stets Testchef Roland Scharf.

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DIE BESTENLISTE

1

BMW 540i xDrive 

Rundenzeit: 1:23:50

Zwischenzeit: 0:40:14 / End-Speed: 147,8 km/h

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Motor: R6 Turbo / Leistung: 340 PS, 450 NM / Gewicht: 1735 kg / 0-100: 4,8 Sek. / VMAX: 250 km/h / Getriebe: 8G-Aut. / Preis: € 69.800,- / Strecke: Trocken / Reifen: Winterreifen

Nicht der Stärkste, nicht der Schnellste, nicht der Leichteste, aber einfach dermaßen effizient konstruiert, dass er auf dem Kurs kaum Schwächen zeigt. Dank schlauem Allrad selbst in engen Kurven kein Untersteuern, breites Drehzahlband, schnelle Automatik und exakte Lenkung – das ergibt ein sensationelles Gesamtpaket. Dass man nebenbei auch sehr komfortabel unterwegs ist, setzt der Performance noch die Krone auf.

2

Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio 

Rundenzeit: 1:23:67

Zwischenzeit: 0:40:07 / End-Speed: 164,4 km/h

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Motor: V6 Turbo / Leistung: 510 PS, 600 NM / Gewicht: 1655 kg / 0-100: 3,9 Sek. / VMAX: 307 km/h / Getriebe: 6G-Man. / Preis: € 85.900,- / Strecke: Trocken / Reifen: Pirelli P Zero Corsa

Um die Giulia zu Höchstleistungen zu bringen, wollen die optionalen Karbon-Keramik-Bremsen und Pirelli-Reifen erst einmal gründlich auf Temperatur gebracht werden. Dann aber ist sie eine Macht, vor der sich alle Ms, AMGs und Porsches zu Recht fürchten sollten.

3

BMW 320d xDrive

Rundenzeit: 1:26:20

Zwischenzeit: 0:40:29 / End-Speed: 128,85 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel / Leistung: 190 PS, 400 NM / Gewicht: 1610 kg / 0-100: 7,3 Sek. / VMAX: 228 km/h / Getriebe: 8G-Aut. / Preis: € 43,472,- / Strecke: Trocken / Reifen: Winter

Unverändert die Messlatte unter den Sportlimousinen. Knackiges Einlenken, neutrales Eigenlenkverhalten, dazu das Plus an Traktion der vier angetriebenen Räder, das Paket geriet extrem harmonisch. Dazu kommt eine feinfühlig arbeitende Elektronik, die im Sport-Modus genug Schlupf zulässt, um schnell zu sein. Beeindruckend: Trotzdem wirkt der 320d äußerst soft und bequem. Man hat nicht das Gefühl, so schnell unterwegs zu sein.

4

BMW 750d xDrive

Rundenzeit: 1:26:20

Zwischenzeit: 0:41:81 / End-Speed: 147,9 km/h

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Motor: R6 Turbo-Diesel / Leistung: 400 PS, 760 NM / Gewicht: 2015 kg / 0-100: 4,6 Sek. / VMAX: 250 km/h / Getriebe: 8G-Aut. / Preis: € 127.749,- / Strecke: Trocken / Reifen: Bridgestone Potenza S001

Über 2 Tonnen Leergewicht und Diesel, trotzdem verdammt schnell. Das ist vor allem dem Allrad-Antrieb, der Allrad-Lenkung und dem satten Drehmoment des Motors zu verdanken. So merkt man das Gewicht dann auch beim Fahren kaum.

5

Audi A4 2,0 TDI Quattro

Rundenzeit: 1:26:70

Zwischenzeit: 0:40:57 / End-Speed: 128,22 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel / Leistung: 190 PS, 400 NM / Gewicht: 1615 kg / 0-100: 7,2 Sek. / VMAX: 236 km/h / Getriebe: 6-Gang man. / Preis: € 42.490,- / Strecke: Trocken / Reifen: Winter

Das Besondere an diesem Auto: Es ist mit einem Schlechtwegefahrwerk ausgestattet gewesen, liegt also deutlich höher als die Konkurrenz. Das hinderte den A4 aber nicht, gute Zeiten heraus zu fahren. Beeindruckend vor allem: Seine homogene Art. Weder Lenkung noch Fahrwerk noch Motor oder Getriebe tun sich hervor, der Wagen wirkt einfach nicht schnell. Dank mechanischen Allrads arbeitet der Wagen aber sehr effektiv. Allerdings: die Lenkung ist viel zu indirekt, und in enge Kurven darf man auf keinen Fall zu schnell reingehen.

6

Tesla Model X

Rundenzeit: 1:26:70

Zwischenzeit: 0:41:79 / End-Speed: 150,8 km/h

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Motor: 2 Permanent-Magnet Synchronm. / Leistung: 471 PS, 830 NM / Gewicht: 2468 kg / 0-100: 3,9 Sek. / VMAX: 250 km/h / Getriebe: int. Diff-Getr. mit 1 Fahrstufe / Preis: € 132.400,- / Strecke: Trocken / Reifen: Goodyear Eagle F1

Der Antritt vom Start weg ist natürlich Tesla-typisch beeindruckend, auf der Strecke wirkt der E-SUV dann aber schwer und behäbig. Die komplette Stille hilft dem Geschwindigkeitsgefühl natürlich auch nicht.

7

Alfa Romeo Giulia Super Diesel

Rundenzeit: 1:27:1

Zwischenzeit: 0:40:57 / End-Speed: 128,62 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel / Leistung: 180 PS, 450 NM / Gewicht: 1520 kg / 0-100: 7,1 Sek. / VMAX: 230 km/h / Getriebe: 8-Gang-Aut. / Preis: € 41.750,- / Strecke: Trocken / Reifen: Winterreifen

Die Lenkung ist die direkteste im Segment, der Motor arbeitet fein, die Automatik schaltet sauber, für eine echte Sportlimousine fehlt es der Giulia aber an ein paar Dingen: Die Federung ist zu weich, lässt sich auch nicht wirklich härter stellen. Zudem arbeitet das ESP rigoros, regelt beim kleinsten Ansatz von Schlupf sofort die Leistung runter. Und da sie nicht deaktivierbar ist, lässt der Alfa deswegen wertvolle Sekunden völlig unnötig in engen Kurven liegen. Sonst aber: neutral abgestimmt, spielend und unterhaltsam zu fahren.

8

Bentley Bentayga Diesel

Rundenzeit: 1:27:9

Zwischenzeit: 0:42:79 / End-Speed: 143,99 km/h

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Motor: V8 Turbo-Diesel / Leistung: 435 PS, 900 NM / Gewicht: 2390 kg / 0-100: 4,8 Sek. / VMAX: 270 km/h / Getriebe: 8-Gang-Aut. / Preis: € 214.260,- / Strecke: Nass / Reifen: Winterreifen

Unglaublich, wie es Audi und Bentley geschafft haben, das hohe Gewicht wegzukonsturieren. Trotz Nässe und Eis und Winterreifen hielt der Allradantrieb das Luxusschiff sicher auf Kurs. Die gefahrene Zeit ist daher mehr als nur bemerkenswert, und lediglich in ganz engen Kurven konnte man die Physik nicht überlisten – da schob der Bentayga nach alter Audi-Manier leicht über die Vorderräder. Ansonsten aber: Daumen hoch! Vor allem an die Bremsen, die Schwerstarbeit leisteten.

9

Mazda MX-5 RF 2.0 Revolution Top

Rundenzeit: 1:28:70

Zwischenzeit: 0:42:88 / End-Speed: 125,76 km/h

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Motor: R4 / Leistung: 160 PS, 200 NM / Gewicht: 1635 kg / 0-100: 7,5 Sek. / VMAX: 215 km/h / Getriebe: 6G-Man. / Preis: € 37.390,- / Strecke: Trocken / Reifen: Winter

Geht es nur um den Spaßfaktor, ist der MX-5 eindeutig die Nummer 1. Wenig Gewicht merkt man einfach immer und überall, zudem ist jede Lenkbewegung eine wahre Freude. Und mehr noch: Man musste sich erst an die neuen, viel späteren Bremspunkte gewöhnen, so wenig wiegt dieser Mazda. Alles in allem überraschend schnell, der kleine Motor kann aber auch keine Wunder wirken.

10

Mercedes Benz C220 CDI 4matic

Rundenzeit: 1:28:80

Zwischenzeit: 0:41:34 / End-Speed: 125,36 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel / Leistung: 170 PS, 400 NM / Gewicht: 1635 kg / 0-100: 7,7 Sek. / VMAX: 228 km/h / Getriebe: 9G-Aut. / Preis: € 48.574,- / Strecke: Trocken / Reifen: Winter

Dieses Modell ist auf Komfort ausgelegt, daher ist die gefahrene Zeit in diesem Kontext zu sehen. Der C 220 D soll in erster Linie bequem sein. In Anbetracht dessen hat er sich wacker geschlagen, zumal die Winterreifen nach der ersten Runde schon spürbar nachgelassen haben. Außerdem: Sehr wedelfreudiges Heck, nur die Automatik könnte schneller reagieren und die Lenkung noch einen Tick akkurater arbeiten. Und: ein paar PS mehr könnten dem auch nicht schaden.

11

Honda Civic 1,5 Turbo Sport Plus

Rundenzeit: 1:29:50

Zwischenzeit: 0:43:25 / End-Speed: 128,4 km/h

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Motor: R4 Turbo / Leistung: 182 PS, 240 NM / Gewicht: 1307 kg / 0-100: 8,3 Sek. / VMAX: 220 km/h / Getriebe: 6G-Man. / Preis: € 30.990,- / Strecke: Trocken / Reifen: Winter

Das Einlenkverhalten erinnert ein wenig an das sprichwörtliche Brett auf der Straße. Der Civic wirkt flach, wankt nicht, neigt sich nicht spürbar, und da passt die exakte und direkte Lenkung gut dazu. Ärgerlich nur, dass die Traktion da überhaupt nicht mitkommt. Und dass das Getriebe zu kurz übersetzt ist. Zweimal lief der Vierzylinder kurz vor einer Kurve gegen den Begrenzer. So kurz davor, dass ein Hochschalten keinen Sinn mehr ergeben hätte.

12

Volvo V90 T6 AWD Inscription

Rundenzeit: 1:29:55

Zwischenzeit: 0:42:74 / End-Speed: 135,7 km/h

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Motor: R4 Turbo+Kompressor / Leistung: 320 PS, 400 NM / Gewicht: 1924 kg / 0-100: 6,1 Sek. / VMAX: 250 km/h / Getriebe: 8G-Aut. / Preis: € 73.888,- / Strecke: Trocken / Reifen: Pirelli P Zero

Der vermeintlich brav-gemütliche Luxus-Kombi fühlt sich auf der Rennstrecke erfrischend lebendig an, ist spaßig und heckaktiv zu fahren. Einzig der hohe Sicherheitsgedanke der Schweden nervt: Der Gurt zieht sich beim Bremsen jedes Mal enger, bis man keine Luft mehr kriegt.

13

VW Golf 2.0 TDI (2017)

Rundenzeit: 1:29:90

Zwischenzeit: 0:43:24 / End-Speed: 122,67 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel // Leistung: 150 PS / 340 NM // Gewicht: 1366 kg // 0-100: 8,6 Sek. // VMAX: 216 km/h // Getriebe: 6G-man. // Preis: € 27.880,- // Strecke: Trocken // Reifen: Winterreifen

Der Golf wirkt auf dem Rundkurs zwar nicht so harmlos wie auf der Straße, aber dennoch weit langsamer, als er es dann in Wahrheit war. Schuld daran: Das weiche Fahrwerk mit deutlicher Seitenneigung und die etwas indirekte Lenkung. Da dennoch alles exakt und Hand in Hand arbeitet, der Zweiliter-Diesel zudem genügend Power auf die Straße schickt, kommt der Wolfsburger dennoch flott und effizient über die Strecke. Auffallend: das lastwechselanfällige Heck.

14

Kia Rio 1,0 T-GDI

Rundenzeit: 1:31:20

Zwischenzeit: 0:41:34 / End-Speed: 117,85 km/h

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Motor: R3 Turbo-Benziner // Leistung: 120 PS / 172 NM // Gewicht: 1116 kg // 0-100: 10,2 Sek. // VMAX: 190 km/h // Getriebe: 6G-man. // Preis: € 16.990,- // Strecke: Trocken // Reifen: Winterreifen

Die Überraschung aus Südkorea. Präzise Lenkung trifft auf agiles Fahrwerk, das erstaunlich viel Grip aufbauen kann. Der Dreizylinder dreht fröhlich hoch, ist aber nicht die Ausgeburt an Leistung. Das Chassis könnte wesentlich mehr vertragen, so aber muss man sich um die Traktion nie große Sorgen machen – die Leistung verdaut das Chassis locker. Gelungen: auch bei deaktiviertem ESP lässt sich das Heck nicht zum ausbrechen motivieren. Der Rio lässt sich also sehr leicht sehr schnell fahren.

15

Mini Countryman Cooper SD ALL4

Rundenzeit: 1:31:90

Zwischenzeit: 0:42:81 / End-Speed: 123,55 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel // Leistung: 190 PS / 400 NM // Gewicht: 1610 kg // 0-100: 7,4 Sek. // VMAX: 218 km/h // Getriebe: 8G-Aut. // Preis: € 39.100,- // Strecke: Nass // Reifen: Winterreifen

Lenkung, Fahrwerk, Fahrverhalten, der neue Countryman mag zwar von den Abmessungen ein echter Mini mehr sein. Von der Dynamik her ist er es aber nach wie vor. BMW hat bei der Abstimmung ganze Arbeit geleistet, dank Allradantrieb marschiert der Maximini souverän durch den Handlingparcour. Sogar die Automatik schaltete schnell auf flotte Gangwechsel um, und nur der Motor hielt den Mini davon ab, bessere Zeiten zu erzielen – auf den langen Geraden ging dem Diesel einfach der Saft aus. Die 192 PS aus nur zwei Litern Hubraum sind einfach grenzwertig.

16

VW Beetle Dune Cabrio 1,4 TSI

Rundenzeit: 1:32:32

Zwischenzeit: 0:43:71 / End-Speed: 120,8 km/h

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Motor: R4 Turbo-Benziner // Leistung: 150 PS / 250 NM // Gewicht: 1486 kg // 0-100: 9,2 Sek. // VMAX: 198 km/h // Getriebe: 6G-Man. // Preis: € 31.380,- // Strecke: Trocken // Reifen: Conti Winter Contact

Trotz Offroad-Beplankung und Höherlegung – dieser Beetle ist auf dem Rundkurs sensationell unterwegs. Das verhältnismäßig weiche Fahrwerk erlaubt viel Karosserieneigung, die so erzielten Lastwechsel können gezielt eingesetzt werden. Dazu der sehr elastische Turbomotor und das kurzwegig zu schaltende Getriebe, das ergibt eine erstaunlich effektive Kombination.

17

BMW 520d xDrive

Rundenzeit: 1:32:90

Zwischenzeit: 0:43:21 / End-Speed: 123 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel // Leistung: 190 PS / 400 NM // Gewicht: 1695 kg // 0-100: 7,6 Sek. // VMAX: 232 km/h // Getriebe: 8G-Aut. // Preis: € 56.143,- // Strecke: Nass // Reifen: Winterreifen

Absolut souverän, anders kann man die Performance des BMW nicht besser beschreiben. Der Allrad variiert die Kraftverteilung so feinfühlig, dass er sogar bei Dauerregen in engen Kehren leicht ins Übersteuern kommt. Auf der Geraden und beim Beschleunigen zieht die Vorderachse den 5er dafür brav voran. Das Chassis verträgt deutlich mehr Leistung, die 190 PS sind einfach zu wenig für eine bessere Platzierung.

18

Audi Q2 1,4 TFSI S-Tronic

Rundenzeit: 1:33:20

Zwischenzeit: 0:43:70 / End-Speed: 118 km/h

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Motor: R4 Turbo-Benziner // Leistung: 150 PS / 250 NM // Gewicht:1320 kg // 0-100: 8,4 Sek. // VMAX: 212 km/h // Getriebe: 7G-DSG // Preis: € 31.390,- // Strecke: Feucht // Reifen: Conti Winter Contact

Überraschend lebendig zu fahren, die direkte Lenkung vom S3 vermittelt trotz Winterreifen und feuchter Fahrbahn sehr viel Rückmeldung. DSG arbeitet schnell, so zielgenau lässt sich sonst kein SUV steuern. 150 PS reichen, aber das Fahrwerk würde locker mehr Leistung vertragen.

19

Mazda CX-3 G150

Rundenzeit: 1:33:50

Zwischenzeit: 0:43:60 / End-Speed: 119,7 km/h

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Motor: R4 Benziner // Leistung: 150 PS / 204 NM // Gewicht: 1235 kg // 0-100: 8,5 Sek. // VMAX: 200 km/h // Getriebe: 6G-Man. // Preis: € 28.590,- // Strecke: Feucht // Reifen: Toyo Winterreifen

Der großvolumige Sauger ist unschlagbar, was das Ansprechverhalten angeht. Das bringt natürlich große Vorteile in engen Kurven. Die 18-Zoll-Räder sind zu groß und schwer, mit 17ern wäre der Mazda deutlich agiler. Dennoch exakt zu fahren, sehr handlich, die Lenkung könnte einen Tick exakter arbeiten. So wie auch die Bremsen.

20

Suzuki SX4 S-Cross 1,4t

Rundenzeit: 1:33:50

Zwischenzeit: 0:44:30 / End-Speed: 118,4 km/h

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Motor: R4 Turbo-Benziner// Leistung: 140 PS / 220 NM // Gewicht: 1236 kg // 0-100: 10,2 Sek. // VMAX: 200 km/h // Getriebe: 6G-Man. // Preis: € 28.190,- // Strecke: Feucht // Reifen: Winterreifen

Ein Geheimtipp, wenn jemand einen SUV will, in Wahrheit aber einen Swift GTi. Die Lenkung arbeitet gefühlvoll, das Fahrwerk ist knochentrocken abgestimmt, Motor ist drehfreudig, die Automatik spontan und munter wie ein junger Dackel. Dazu viel Traktion dank Allrad, der kleine Suzuki bietet erstaunlich viel Fahrspaß. Leider mit 140 PS etwas schwach, hier wäre noch viel Potenzial nach oben.

21

Jeep Grand Cherokee 3,0 V6 Diesel Trailhawk

Rundenzeit: 1:33:90

Zwischenzeit: 0:44:93 / End-Speed: 120,12 km/h

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Motor: V6 Turbo-Diesel // Leistung: 250 PS / 570 NM // Gewicht: 2403 kg // 0-100: 10,2 Sek. // VMAX: 190 km/h // Getriebe: 8G-Aut. // Preis: € 73.990,- // Strecke: Trocken // Reifen: Winter

Nicht unbedingt für den Einsatz auf eine Rundkurs konzipiert, dennoch durchaus mit sportlichen Talenten gesegnet. Die flotte Automatik hält den V6-Diesel immer in Schwung, die Bremsen arbeiten sehr standhaft. Das Fahrwerk wankt und schwankt zwar unter dem hohen Gewicht des Jeep, bewirkt aber hohe Rückmeldung bei Lastwechseln, was dem Grand Cherokee so etwas wie Agilität vermittelt. Für einen Offroader also ein erstaunlich talentiertes Tracktool.

22

Renault Megane Grandtour DCi 130

Rundenzeit: 1:34:82

Zwischenzeit: 0:44:79 / End-Speed: 116,4 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel // Leistung: 130 PS / 320 NM // Gewicht: 1394 kg // 0-100: 10,0 Sek. // VMAX: 198 km/h // Getriebe: 6G-Man. // Preis: € 28.590,- // Strecke: Trocken // Reifen: Conti EcoContact

Der Renault ist auf der Rennstrecke weit außerhalb seiner Comfort-Zone unterwegs – er schlug sich tapfer, gab sich gutmütig. Doch nach zwei runden rauchte und ächzte der kleine Franzose bitterlich. Dennoch: respektable Zeit … wir sind gespannt was der neue R.S. dann können wird.

23

Hyundai i30 1,4 T-GDi

Rundenzeit: 1:35:50

Zwischenzeit: 0:44:28 / End-Speed: 117,35 km/h

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Motor: R4 Turbo-Benziner // Leistung: 140 PS / 242 NM // Gewicht: 1352 kg // 0-100: 8,9 Sek. // VMAX: 210 km/h // Getriebe: 6G-Man. // Preis: € 23.990,- // Strecke: Nass // Reifen: Winter

Die Überraschung aus Südkorea. Erstaunlich agil abgestimmt, dazu gibt’s eine feinfühlige Lenkung und erstaunlich viel Grip – trotz Dauerregen. In Kombination mit Winterreifen gab es eine sensationelle Performance. Bei besseren Bedingungen könnte es der i30 mit deutlich stärkeren Kollegen aufnehmen. Das Entwicklungszentrum am Nürburgring hat sich bezahlt gemacht.

24

Fiat Tipo Kombi 1,6d Automatik

Rundenzeit: 1:36:00

Zwischenzeit: 0:46:36 / End-Speed: 113,84 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel // Leistung: 120 PS / 320 NM // Gewicht: 1425 kg // 0-100: 10,4 Sek. // VMAX: 200 km/h // Getriebe: 6G-Doppelkupplung // Preis: € 23.490,- // Strecke: Nass // Reifen: Winter

Ein Auto, das primär nicht dafür gebaut wurde, schnell unterwegs zu sein. Dazu ist die Sitzposition zu affig, die Lenkung zu schlabbrig und das Bremspedal viel zu weich. Aber Anleihen hätte der kleine Tipo sehr wohl. Der Motor wäre agil und drehfreudig, dazu gibt es überraschend viel Grip und weniger Untersteuern als erwartet. Wäre die Automatik nur ein wenig mehr zum schnelleren Arbeiten zu motivieren gewesen, der Vernunftskombi hätte womöglich noch den ein oder anderen überraschen können.

25

Opel Mokka X 1,4 Turbo

Rundenzeit: 1:36:30

Zwischenzeit: 0:44:8 / End-Speed: 114,6 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel // Leistung: 152 PS / 245 NM // Gewicht: 1481 kg // 0-100: 9,7 Sek. // VMAX: 193 km/h // Getriebe: 6G-Aut. // Preis: € 28.850,- // Strecke: Feucht // Reifen: Winter

Die etwas ältere Basis des Opel ist nicht unbedingt für die Zeitenjagd ausgelegt. Kurveninneres Vorderrad verliert früh an Traktion, die Lenkung arbeitet nicht sehr gefühlvoll. Zudem schaltet die Automatik teilweise wirr rauf und runter, das kostet wertvolle Zehntelsekunden. Aber er Motor arbeitet top, kann vieles wieder ausgleichen.

26

Renault Scenic dCi 110

Rundenzeit: 1:38:60

Zwischenzeit: 0:46:28 / End-Speed: 107,9 km/h

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Motor: R4 Turbo-Diesel // Leistung: 110 PS / 260 NM // Gewicht: 1518 kg // 0-100: 12,4 Sek. // VMAX: 184 km/h // Getriebe: 7G-DK // Preis: € 30.490,- // Strecke: Feucht // Reifen: Conti Winter Contact

Für ein so hohes und schweres Auto erstaunlich exakt zu fahren. Lenkung vermittelt viel Rückmeldung, zudem kann man die Kurven dank der großen Fensterflächen sehr exakt anpeilen. Großes Problem sind die Räder: Wären sie nicht 20 sondern 18 Zoll groß, und nicht 195 sondern 215 Millimeter breit, der Scénic wäre deutlich schneller. Automatik dafür souverän.

Profilbild von Johannes Posch

Filme, Videospiele, Technik, Autos, Speis und Trank ... meine Interessen lesen sich wie das 1x1 der Männer-Klischees. Aber so bin ich nun mal. ;) Und das zeigt sich auch in meinem bisherigen Werdegang: Hotelfachschule, dann Videospieljournalist (übrigens bis heute: www.gamers.at), anschließend einige Jährchen bei einer Unternehmensberatung und Digital-Marketing Agentur und nun also hier, bei Alles Auto. Hier darf ich seit Mai 2015 die Geschicke von allem das "online & digital" ist lenken und gestalten ... und "nebenbei" natürlich der Redaktion mit Tests, Fahrberichten und mehr meinen Stempel aufdrücken. Und dabei bin ich natürlich auch immer für Anregungen offen. Fragen und vor allem Anregungen sind also jederzeit willkommen. :)

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