Abarth 124 Spider: der perfektionierte MX-5? / UPDATE

3. März 2016
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Aktuelles

Schon als der Fiat 124 Spider vorgestellt wurde kamen berechtigter Weise Vermutungen auf, ob der italienische Bruder des Mazda MX-5 nicht vielleicht einen nicht zu unterschätzenden Vorteil hätte: Mehr Drehmoment dank Turbo-Aufladung. Andererseits: Mit 160 PS war der stärkere der beiden erhältlichen MX-5 immer noch kräftiger … bis jetzt. Denn mit dem Abarth 124 geht das Krönchen für den stärksten Motor auf der Plattform endgültig an die Italiener. Klar: 170 PS und 250 NM Drehmoment sind jetzt nicht unbedingt „einschüchternd“, doch pure Leistung war ja schon beim MX-5 nicht, was ihn ausmacht. Dementsprechend nehmen wir auch beim Abarth 124 einfach mal Kopf-nickend zur Kenntnis, dass er 6,8 Sekunden auf 100 braucht und bei 232 km/h keinen Vortrieb mehr übrig hat.

Hier geht es weniger um Zahlen, als um Emotionen. Und da sind andere Fakten deutlich interessanter. Zum Beispiel, dass der Wagen serienmäßig mit einer Klappenauspuffanlage daherkommt, ein Bilstein-Fahrwerk, Brembo-Bremsen und ein mechanisches Sperrdifferenzial beheimaten wird oder sich Traktions- und Stabilitätskontrolle komplett deaktivieren lassen. Auch optisch wird freilich anständig auf die Kacke gehauen. Tiefe Schürze, Heckspoiler, 4-Rohr Auspuff, schwarze Motorhaube, rote Akzente … alles sehr „Abarthig“. Man kann es freilich auch dezenter haben. Fünf Farben gibt es: die Uni-Lackierungen „Turini 1975 Weiss“ und „Costa Brava 1972 Rot“, die Metallic-Lackierungen „Isola d’Elba 1974 Blau“, „Portogallo 1974 Grau“ sowie „San Marino 1972 Schwarz“. Die Namen sind dabei Reminiszenzen an Abarth-Rallye-Erfolge. Apropos Rallye! Gleichzeitig mit dem Serienwagen wurde auch ein Rallye-Fahrzeug vorgestellt. Was Abarth damit allerdings ganz genau vor hat, ist noch unklar.

Somit zurück zum Straßenauto: Auch das Interieur wurde auf besonders sportlich getrimmt: Ziernähte sorgen für optische Akzente, Sportsitze für den Seitenhalt. Der Rest ist aus dem Fiat bekannt, dürfte aber da und dort freilich noch etwas an die Markenwerte von Abarth angepasst werden.

Preise für das als Automatik oder Handschalter zu habende Spaßmobil stehen noch keine fest. Markteinführung ist aber noch für dieses Jahr geplant.

UPDATE / 03.03.2016:

Mittlerweile ist der Konfigurator auf der Abarth-Seite online. Dieser verrät, dass der Abarth 124 Spider bei stolzen 42.000 Euro starten wird. Das bedeutet über 10.000 Euro Aufschlag auf einen normalen Fiat 124. Dafür sollte er dann aber schon wirklich VERFLUCHT gut sein …

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