Audis Elektro-Geschwister: Elaine und Aicon

15. September 2017
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Aktuelles

Audi liefert mit dem aktuellen A8 einen Vorreiter in Sachen automatisiertes Fahren. Im Stop-and-Go-Verkehr kann sich der Fahrer auch mal zurücklehnen und ein Buch lesen – in der Theorie, denn momentan hapert es noch an der rechtlichen Situation. Komplett autonom ist aber auch die neueste Ausgabe der Staatskarosse nicht. Audi hat aber zwei Überraschungen in Petto: Aicon und Elaine. Was wie ein Zwillingspärchen aus einem Superheldencomic klingt, ist der Ingolstädter Beitrag zum Autonomie-Abenteuer. So gerne wir auch selber mit dem Auto fahren, so nervig sind Staus, Berufsverkehr oder Fahrten mit abschweifenden Gedanken. Da letztere auch gefährlich sind, nimmt Audi einem dieses Gewurstel einfach ab.

Audi Elaine

Audi Elaine

Elaine ist der Gegenwart näher als der Aicon, der nicht mal ein Lenkrad oder Pedale besitzt und somit wenig mit dem Auto, wie wir es heute kennen, gemeinsam hat. Elaine kann noch vom Fahrer gesteuert werden, fährt aber auf Wunsch bis zu 130 km/h selbstständig – nicht nur auf der Autobahn, sondern auch in Städten und auf Landstraßen. Der Passagier kann sich dann komplett auf Arbeit, Freizeit oder Familie konzentrieren. Assistiert wird einem dann von Pia, einem System, das ähnlich wie Apples Siri funktioniert. Mit „Hey Pia“ zum Leben erweckt, kann das System zum Beispiel Musik und Temperatur einstellen. Die einzige Aufgabe, die der Fahrer noch hat, ist nicht einzuschlafen. Der Pilot muss im Bedarfsfall in der Lage sein, innerhalb von zehn Sekunden die Kontrolle zu übernehmen. Laut Audi könnte Elaine in wenigen Jahren serienreif sein.

Audi Aicon

Audi Aicon

Gänzlich ohne Fahrer kommt der Aicon aus. Das Auto macht alle von alleine, der Fahrer, der dann zum reinen Passagier mutiert, kann nicht mehr eingreifen – es fahlen ja Lenkrad und Pedale. Der Aicon soll die Luxuslimousine der Zukunft darstellen. Die Maße gleichen denen des A8, der Innenraum ist allerdings um einiges größer. Die Sitzbänke können gedreht werden, damit sich die Passagiere gegenüber sitzen. Der Luxusstromer soll mit seinem 260 Kw starken Antrieb bis zu 800 Kilometer weit kommen. Gemeinsam mit Porsche wird am Ladesystem gefeilt: es soll 800 Volt bereitstellen und via Induktion funktionieren.

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