Das ist der neue Kia Ceed

19. Februar 2018
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Aktuelles

Bevor Kia ihren neuen Ceed (kein Tippfehler – das Apostroph im alten Namen cee’d ist Geschichte) in Genf erstmals der Weltöffentlichkeit präsentieren, verrieten sie bei einer Präsentation in München schon vorab viel über ihren neuen Kompakten. Dieser steht auf der Kia-eigenen K2 Plattform, die sich viele Teile mit dem aktuellen i30 teilt. Dementsprechend bringt das im Vorgänger-Vergleich 23 mm flachere (1.447 mm) und 20 mm breitere (1.800 mm) Modell mit gleich gebliebener Gesamtlänge (4.310 mm) und identischem Radstand (2.650 mm) viele Kniffe und Facetten mit, die schon den Hyundai zu einem mehr als behänden Golf-Gegner machen. Die Motoren beispielsweise.

Es warten eine überarbeitete Version des 1.0 T-GDI mit 88 kW (120 PS) und ein 1.4 T-GDI mit 103 kW (140 PS), der den bisherigen 1.6 GDI mit 99 kW/135 PS ersetzt. Der dritte Benziner im Bunde ist der aus dem Vorgänger übernommene 1,4-Liter-Saugmotor mit 73 kW (100 PS). In Sachen Diesel werden im Ceed zwei Varianten des neuen 1,6-Liter-„U3“-Triebwerks von Kia angeboten, je 280 Nm Drehmoment mit 84 kW (115 PS) oder 100 kW (136 PS) kombiniert. Der Motor wurde im Hinblick auf die Grenzwerte der neuesten Abgasnorm Euro 6d-TEMP entwickelt und verfügt über eine Abgasnachbehandlung mit selektiver katalytischer Reduktion (Selective Catalytic Reduction, SCR). Dadurch hat dieser neue 1,6-Liter-Turbodiesel deutlich niedrigere Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen als der Vorgängermotor. Kia rechnet damit, dass die CO2-Emissionen des neuen Ceed 1.6 CRDi nach dem neuen Testzyklus WLTP – der ab September 2018 für alle Neufahrzeuge gilt – unter 110 Gramm pro Kilometer liegen werden. Standardmäßig wird bei allen Motoren manuell geschalten, für den 1,4 T-GDI und die Diesel-Motoren ist aber optional ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verfügbar.

Der neue Unterbau ermöglicht neben mehr Platz innen (der Kofferraum etwa wuchs von 380 auf 395 Liter) auch deutlich mehr technische Tricks. So ist der neue Ceed der erste Kia, der teilautonom fahren kann. Der aktive Spurhalteassistent, den Kia in Europa erstmals im Ceed verbaut, und der adaptive Tempomat samt Stauassistent können dabei bei Geschwindigkeiten bis 130 km/h der Spur folgen und einen sicheren Abstand zum vor einem fahrenden Auto einhalten.

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Auch sonst wartet freilich eine Menge frische Technik. LED-Scheinwerfer, eine Einparkautomatik , eine beheizbare Frontscheibe oder ein Infotainment-System mit bis zu 8″ großem Touchscreen-Display zum Beispiel – voll kompatibel zu Apple CarPlay und Android Auto. Vieles vom Rest ist altbekannte Kia-Ausstattungs-Gallore: Sieben Airbags, induktive Smartphone-Ladestation, Sitzventilation vorn sowie Sitzheizung vorn und hinten, Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner, aktiver Spurhalteassistent, autonomer Notbremsassistent und einiges mehr. Zudem kann nun für den Ceed ein ECO Pack geordert werden. Es beinhaltet einen aktiven Kühlergrill, der nur bei Bedarf geöffnet wird, und optimiert die Aerodynamik zudem durch eine erweiterte Unterbodenverkleidung und eine um 5 Millimeter tiefergelegte Karosserie. Rollwiderstandsoptimierte Reifen von Michelin gehören ebenfalls zu diesem Spritspar-Paket.

Das neue Kompaktmodell von Kia geht ab Mai in der Slowakei in Produktion und wird im Sommer 2018 in Österreich auf den Markt kommen. Preise und Co. stehen noch nicht fest. Sehr wohl aber, dass Kia auch beim neuen Ceed von seinen sieben Jahren Garantie bis 150.000 km nicht abweichen wird.

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