UPDATE // Ferrari & FCA: Sergio Marchionne verstorben

26. Juli 2018
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Aktuelles

// Update 26.04.2018:

Wie Ferrari am Mittwoch, dem 25.07.2018 bekannt gab, ist der charismatische Ex-CEO von Ferrari und FCA auf der Intensivstation des Zürcher Universitätskrankenhauses verstorben. Als Folge brach der Börsenwert von FCA um satte vier Milliarden Euro ein, erholte sich aber schnell wieder einigermaßen. Die Trauer im gesamten Konzern und der Branche insgesamt ist groß. Der „Manager im Wollpullover“ war zwar sicherlich nicht bei jedermann unendlich beliebt, aber doch allerorts respektiert und bekannt. Das F1-Team von Ferrari wird als Zeichen der Anteilnahme und des Abschieds beim Grand Prix von Ungarn Trauerflor tragen.

Ursprüngliche Meldung:

 Ein Wechsel an der Führungsspitze eines Konzerns wie Fiat Chrysler Automobiles ist in der Regel ein lang geplanter Prozess mit respektablen Übergangszeiten. So hätte es auch für Sergio Marchionne kommen sollen – er wollte eigentlich erst 2019 abdanken. Nun ging es dieses Wochenende aber aus unerfreulichen Gründen doch viel schneller als gedacht. Da es während einer Schulter-Operation des einstigen FCA-Retters zu Komplikationen gekommen war, die sich im Laufe des Wochenendes verschlimmerten, legte der 66-Jährige mit sofortiger Wirkung seine Funktionen als Präsident und Vorstandschef von Ferrari und Fiat Chrysler Automobiles nieder.

Die Führung von Fiat Chrysler übernimmt nun Mike Manley. Er war bis Dato einzig für die Marke Jeep hauptverantwortlich und gehört schon seit Jahren zum Top-Management im FCA-Konzern. Den Posten des Ferrari-Präsidenten bekommt hingegen John Elkann, ein Angehöriger der Familie Agnelli. Den Posten des CEO bei Ferrari erhält wiederum wieder jemand anderer: Louis C. Camilleri. Er war bis dato beim Tabak-Riesen Philip Morris in leitender Position tätig.

John Elkman äußerte sich zu dem plötzlichen Wechsel in einem offenen Brief. Darin schreibt er, er sei „zutiefst traurig wegen Sergios Gesundheitszustand“ und lobt seine „außergewöhnlichen Intelligenz“ sowie „seine menschlichen Qualitäten, seine Großzügigkeit und die Art, wie er seine Mitmenschen verstand.“ Diese Worte und die Tatsache, dass er in Hinblick auf den Zustand von Marchionne darum bittet, in diesen schwierigen Tagen seine Privatsphäre zu respektieren, lassen keinen nennenswerten Optimismus zu, was Marchionnes Zustand anbelangt.

Wir hoffen selbstverständlich das Beste und hoffen auf eine baldige Genesung des charismatischen Italieners.

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