Vorstellung: Seat Leon Cupra R ST

19. März 2019
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Aktuelles

Der Seat Leon der dritten Generation hat einen langen Weg hinter sich. Vorgestellt wurde er bereits im Jahr 2012, unser erster Test fand im Jahr 2013 statt. Seitdem kamen viele verschiedene Versionen hinzu, das gilt besonders für die scharfen Cupra-Modelle (Abkürzung für CUP RAcer). Mit dem 2017 vorgestellten Leon Cupra ST 300 war der heiße Spanier erstmals mit Allrad verfügbar, was einen deutlichen Mehrwert im Alltag mit sich brachte. Das machte ihn aber auch praktisch identisch mit dem VW Golf R Variant.

Die nun vorgestellte Variante stellt den Zenit der ST-Baureihe dar und scheint sich etwas mehr vom Konzernbruder abzugrenzen. Der R bekommt einige Upgrades spendiert, die sowohl die Technik als auch die Optik betreffen. Der Blick auf die Leistungsdaten ist jedoch im ersten Moment enttäuschend, denn es gibt keinen PS-Zuwachs zu vermelden: wahrscheinlich ein Tribut an die neue Abgasnorm. Der Zweiliter-Vierzylinder leistet also wie bisher 300 PS, stemmt allerdings 20 Nm mehr, bedeutet jetzt also bullige 400. Auch die Beschleunigungszeit auf 100 km/h bleibt mit 4,9 Sekunden gleich, Doppelkupplungsgetriebe und 4Drive Allradantrieb verrichten also wie bisher solide Arbeit. Durch Kurven kommt allerdings ab jetzt noch schneller: Der Cupra R ST kann zwei Prozent mehr Sturz an Vorder- und Hinterachse vorweisen, was eben zur Verbesserung der Kurvengeschwindigkeit und des Einlenkverhaltens beiträgt. Richtig auftrumpfen kann der R allerdings auf der optischen Seite, die Liste der Carbonfaserelemente ist lang: Frontspoiler, Heckspoiler, Spiegelkappen, Seitenschweller und Heckdiffusor. Die vierflutige Abgasanlage mit Cupra-Schriftzug soll nicht nur gut ausschauen, sonder auch dementsprechend sportiv klingen. Außerdem kommt der neue Farbton der Cupra-Familie zum Einsatz: Logos, Schriftzüge und die 19-Zoll-Felgen sind im kupfernen Farbton gehalten. Vier Außenfarben werden angeboten: Magnet-Grau, Nacht-Schwarz, Nevada-Weiß und auch das exklusive Blackness-Grey. Der Innenraum kann mit viel Alcantara, ebenfalls kupfernen Farbelemente, Carbon-Optik und Schalensitzen aufwarten. Außerdem biete der neue Leon auch Gimmiks wie das digitale Cockpit und eine Induktionsladeschale für kabelloses Aufladen von Smartphones.

Der neue Leon Cupra R ST wird also sicherlich einen coolen Spagat zwischen Alltag und Sportlichkeit samt flottem Auftritt liefern, doch die Konkurrenz aus dem eigenen Haus ist stark. Mit dem Cupra Ateca haben die Spanier bereits ihr erstes mehr oder weniger eigentständiges Modell am Markt, das auf ganzer Linie überzeugen kann und auch ohne „R“ – Attribut mit ähnlichen Features aufwartet. Und wem der Einstiegspreis des Sondermodells von 53.890 Euro zu hoch ist, bekommt am Markt auch um deutlich weniger Geld junge gebrauchte Seat Leon ST 300 in der „Carbon Edition“, die dem neuen R bis auf die Farbtöne schon recht ähnlich sind. Der Verkaufsstart ist jedenfalls mit März angegeben, ein Besuch beim Cupra-Händler könnte sich also lohnen.

 

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