Infiniti Prototype 9: Retro Racer

14. August 2017
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Aktuelles

Während viele Autohersteller auf eine Geschichte von mehreren Jahrzehnten zurückgreifen können, sieht es bei Nissans Edeltochter Infiniti historisch gesehen eher mager aus. Die Marke startete im Jahr 1989 in einer Zeit, als die Autodesigner nicht ihre besten Tage hatten. Mit kantigen und von Plastik geprägten Designs sind viele der damaligen Fahrzeuge nicht mit den Klassikern der 60er und 70er, und schon gar nicht mit den historischen Autos der Zwischenkriegszeit zu vergleichen. Trotzdem wird Infiniti beim kommenden Concours d’ Elegance in Pebble Beach eine Studie zeigen, die vielen den Atem verschlagen wird. Ein Konzeptfahrzeug, dessen Optik ganz an die historischen Rennwagen der 30er Jahre angelehnt ist – obwohl in dieser Zeit der Auto Union-Boliden und Mercedes Silberpfeile wahrlich noch niemand von einer Marke namens Infiniti geträumt hat.

 

„Am Anfang war da nur ein simpler Gedanke,“ sagt Alfonso Albaisa, Infinitis Design-Chef. „Was ist, wenn wir in irgendeinem Schuppen in Süd-Japan ein Auto finden würden? Versteckt unter einer Plane und seit 70 Jahren vergessen. Was, wenn dieses Auto der erste Japanische Rennwagen mit der Kraft und der Ausstrahlung heutiger Infiniti wäre? Wie würde der aussehen?“

Es würde vermutlich wie dieser aussehen. Der Prototype 9 genannte Wagen wurde in einer Kombination von modernen und klassischen, handwerklichen Prozessen gebaut. Das Heck wurde beispielsweise per Hand geformt, der Rahmen darunter per Laser geschnitten. Komplett aus der Gegenwart ist hingegen der Antrieb: ein 148 PS E-Motor, nicht unähnlich dem des Nissan Leaf, ist hinter dem Fahrer verbaut. Mit einem geringen Leergewicht soll der Retro Racer in nur 5,5 Sekunden die 100 km/h erreicht haben. Weitere Details verrät Nissan dann in Pebble Beach. Wir sind gespannt.

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