Mercedes AMG GT-R: breit, böse, grün

27. Juni 2016
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Aktuelles

Einfach, weil es irgendwie beeindruckend ist, fangen wir doch einfach mal mit den Daten an:

Unbenannt

4,66 PS/kg Leistungsgewicht ist schon eine ganz schöne Ansage – auch wenn man damit ja im Grunde „nur“ zu so manch anderem Kontrahenten aufschließt, der schon länger am Markt ist (Porsche, Jaguar und Co.). Die dürfen sich jedenfalls alle schon mal warm anziehen. Der Frontmittelmotor-Racer von AMG ist tiefer, breiter, stärker UND cleverer geworden als der ohnehin schon beeindruckende AMG GT-S. Der mit einer Gewichtsverteilung von 47,3 zu 52,7 gesegnete Sportler wurde nämlich nicht einfach nur abgespeckt, versteift und stärker gemacht, er bekam zudem ein neues Gewinde-Fahrwerk mit aktiver Hinterachslenkung und Uniball-Gelenken sowie aktive Aerodynamik-Features verpasst: Der O-Ton dazu:

Eine besondere Ingenieursleistung ist das vollkommen neue, aktive Aerodynamik-Profil, das sich fast unsichtbar im Unterboden vor dem Motor verbirgt. Dieses nur rund zwei Kilogramm leichte Carbon-Element fährt bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h im RACE-Modus automatisch circa 40 Millimeter nach unten aus und verändert den Luftstrom deutlich. Dadurch wird der sogenannte Venturi-Effekt erzeugt, der den Wagen zusätzlich an die Fahrbahn saugt und den Auftrieb an der Vorderachse bei 250 km/h um rund 40 Kilogramm reduziert.

Dies spürt der Fahrer in der Lenkung: Der AMG GT R lässt sich noch präziser bei hohen Geschwindigkeiten in Kurven dirigieren und fährt noch spurstabiler. Besonders beim schnellen Einlenken und hoher Querbeschleunigung reagiert der AMG GT R deutlich agiler mit einem klaren Feedback im Lenkrad – und bleibt stets leicht beherrschbar.

Darüber hinaus wird der Luftwiderstandsbeiwert verbessert. Das Abtriebsniveau an der Hinterachse bleibt dadurch unverändert hoch.

Der Rest ist quasi „klassische Top-Modell-Kost“: Karbon quasi überall, Abgasanlage aus Titan, neue, besonders leichte Schmiederäder, auf Wunsch eine Keramik-Bremse mit 402er-Scheiben vorn und 360ern hinten, ein neu abgestimmtes Doppelkupplungsgetriebe und so weiter. Achja – und natürlich eine neue Farbe: „AMG green hell magno“.

Markteinführung ist in Europa im März 2017. Preise gibt es noch keine.

1 Kommentare

  1. Da konnte sich Mercedes bei der Kühlermaske einen Retroanklang nicht verkneifen. SLR, Kling, Moss und Co lassen grüßen. Sehr nett auch für unsereins – bis der Preis bekanntgegeben wird……-)

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