MV Agusta: Mercedes-AMG ist raus

26. Juli 2017
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Aktuelles

Die Kooperation zwischen dem italienischen Traditions-Motorradhersteller und der Spaßfraktion von Mercedes existiert ab sofort nicht mehr. Nach einer Krise, die schon die letzten Jahre zwischen den Herstellern wütete, kaufen die Italiener den 25 Prozent-Anteil von den Deutschen zurück. Die Möglichkeit gab der neue Investor aufseiten von MV Agusta, Timur Sardov. Der russische Unternehmer verdient sein Geld eigentlich mit der Firma Black Ocean Group, deren Geschäfte die Förderung und Vermarktung von Öl und Gas sind. Die Mehrheit an MV Agusta hat aber nach wie vor Giovanni Castilioni, der die Strategie, über günstige Preise zum Massenhersteller zu werden, als gescheitert sieht. Ja, er meint wirklich, dass MV Agusta-Motorräder günstig wären. In Zukunft möchte sich das Unternehmen auf die Produktion von „Super-Premium-Motorrädern“ spezialisieren und endlich wieder Gewinne einfahren. Im Jahr 2015 haben die Jungs und Mädels aus Varese nur knapp 9000 Motorräder verkauft – zu wenig, um sich als Massenhersteller zu manifestieren.

AMG steht mit dem Ausstieg aus der Motorradwelt nicht alleine da. Auch Audi möchte Ducati loswerden und sucht im Moment einen Käufer. Ducati fährt im Vergleich zu MV Agusta aber Gewinne ein, was das Vorhaben der Ingolstädter nicht ganz so schwierig gestalten dürfte. Die Modemarke Benetton hat schon Interesse bekundet …

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