Nach Ausstieg von Porsche: die WEC wird revolutioniert

11. September 2017
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Aktuelles

Am Freitag wurde kurzfristig eine Pressekonferenz in Mexiko einberufen. Das Thema: Sorgenkind WEC. Nach dem Ausstieg von Porsche und keinem klaren Bekenntnis von Toyota wird in erster Linie die LMP1-Klasse umgekrempelt, aber auch der Rennkalender ist nicht mehr wiederzuerkennen. Dieser führt jetzt nämlich über den Winter.

Le Mans 2014

Die Saison 2018/19 läuft folgendermaßen ab:  Nach dem Prolog in Paul Ricard im April beginnt die Saison am 5. Mai mit dem sechs Stunden von Spa und macht am 16. und 17. Juni beim legendären 24 Stundenrennen von Le Mans halt. Nach einer Pause von drei Monaten finden die sechs Stunden von Fuji am 14. Oktober statt, die sechs Stunden von Shanghai kommen am 4. November dran. Am 15. März stattet die WEC Sebring für ein Zwölfstundenrennen einen Besuch ab, dann geht es am 4. Mai wieder nach Spa. Die 24 Stunden von Le Mans am 15. und 16. Juni 2019 dienen als Saisonfinale. Das bedeutet, dass die WEC sich von Silverstone, Bahrain, Mexiko, Austin und Nürburgring verabschiedet. Die letzte Chance, eine dieser Rennstrecken noch in das 18/19er Programm zu bekommen ist der Februar, an dem noch ein Rennen stattfinden soll, aber noch kein Datum oder Austragungsort bekanntgegeben wurde.
Fans der Serie werden sich über ein Comeback der 12 Stunden von Sebring freuen, die ja bekanntlich das erste Rennen der neugegründeten Langstrecken WM im Jahre 2012 war. Nach nur einer Saison war Austin die einzige amerikanische Strecke, die die WEC befuhr. Diesmal wird das Sebring-Event aber ein besonderer Knaller: die Strecke wird an diesem Wochenende doppelt bespielt. Am Samstag fährt die amerikanische Serie IMSA, am Sonntag die WEC. Eine weitere Besonderheit sind die jeweils zwei Rennen in Spa und Le Mans, die trotzdem zur selben Saison gezählt werden.

#2Die Änderungen der LMP1-Klasse sind noch einschneidender, als jene im Kalender. Ab der Saison 2018/19 wird nicht mehr zwischen Hybriden und Nicht-Hybriden unterschieden. Alle Fahrzeuge starten in der selben Klasse – mit Regeländerungen, die jedem Typus das selbe Potenzial geben soll. Wichtig ist das zum Beispiel für Peugeot um auch mit weniger Hybridleistung siegfähig zu sein. Zukünftig soll diese Regeländerung aber vor allem neue LMP1-Hersteller anlocken, die dann sogar ganz ohne Hybridkomponenten fahren könnten. Nach anfänglichem Missmut, die dPi-Fahrzeuge aus der amerikanischen IMSA-Serie in der LMP1 zuzulassen, haben sich die Verantwortlichen entschieden, die amerikanischen Autos ab 2020 zu akzeptieren.

Jean Todt (FIA-Präsident): „Ich bin zufrieden mit dem neuen Kalender und den Regeländerungen in der WEC. Das erlaubt dieser großartigen Motorsport-Disziplin einen Neustart.“

 

 

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