Opfer der Schadstoffnorm: BMW M3/M4 künftig ohne Carbon-Kardanwelle

18. August 2017
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Aktuelles

Carbon: der Stoff, aus dem Auto-Träume gemacht sind. Kaum ein Fahrzeug mit sportlichen Ambitionen kommt ohne Kohlefaser aus. BMW wechselte beispielsweise bei der neuen Generation des M3 und der ersten des M4 von einer gewöhnlichen Stahl-Kardanwelle auf eine aus CFK, also kohlefaserverstärkten Kunststoff – und kommunizierte das zu Recht voller Stolz. Das reduziert das Gewicht des Bauteils um ganze 40 Prozent und verringert die ungefederten Massen. Ein genialer Schachzug um die Dynamik eines Autos zu verbessern – sei es auf der Rennstrecke oder als Marketing-Maßnahme. Doch damit ist jetzt Schluss.

Für die verschärften Vorschriften, die den maximalen Ausstoß von Feinstaubpartikeln regelt, Abgasnorm Euro 6c genannt, sind die Sport-Bayern zu „schmutzig“. Das erfordert den Einbau eines Partikelfilters. Das Problem: im engen Unterboden ist kein Platz für die Öko-Maßnahme. Damit einer geschaffen wird, muss die Kardanwelle schlanker werden, was wiederum den Einsatz von Carbon unmöglich macht. Die neue Welle aus Stahl ist zwar schwerer, aber viel dünner als sein Leichtbau-Pendant. Die limitierten M4 GTS und CS sind nicht betroffen. BMW versichert, dass die Kunden bei den Fahrleistungen keine Defizite hinnehmen müssen.

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