Projekt Tornado, Teil 6: Karosserie, zweiter Schritt

14. November 2016
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Ein altes Sprichwort aus Spengler-Kreisen sollte sich leider auch bei unserem Audi Coupé bewahrheiten: Das, was man sieht, ist lange noch nicht alles. „Beim rechten Schweller war mir das von Anfang an schon klar“, erzählt Markus Marzi von den kleinen Wehwehchen des 26 Jahre alten Zweitürers, die seinem geschulten Auge gleich auffielen – und die fast alle auf zwei grundsätzliche Ursachen zurückzuführen sind: nicht sachgerechte Benutzung, und nicht fachgerechte Instandsetzungen. Also genau die Dinge, mit denen man sich am liebsten herum schlägt: Den Fehlern anderer. Dass man heute von den Missständen, die diverser Mechaniker und Vorbesitzer in den letzten Jahrzehnte verursachten, nichts mehr sieht, zeigt nicht nur, was man aus einem alten Auto noch alles heraus holen kann. Sondern auch, dass Karosseriebau nach wie vor zu den Paradesdisziplinen der Handwerkskunst gehört. Und das Team von Markus Marzi beherrscht sie von A bis Z.

 

 

Das fertige Ergebnis: In originalem Farbton Schwarz lackiert, wirkt die untere Hälfte unseres Coupés wieder so unberührt und frisch, als wäre nie etwas passiert – ein untrügliches Zeichen für saubere und hochwertige Arbeit. Fehlen nur mehr die Zierleisten. Diese aufzutreiben, wird noch spannend werden

 

 

In der Zwischenzeit lieferte die Lackierabteilung von Marzi die Stoßstangen an. Das Heck ist somit wieder vollständig hergestellt. Liebe zum Detail bewies man beim Farbton: Obwohl der Lack der Karosserie schon 26 Jahre alt ist, wirkt er um keinen Deut ausgeblichener als der kussfrische des Stoßfängers