Rekord-Tief in der Unfall-Statistik

28. September 2018
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Aktuelles

Anno 1961 wurde in Österreich da­­mit begonnen, eine einheitliche Unfallstatistik zu führen. Nun sind die Zahlen für 2017 da und zeigen ein – mehr oder weniger – erfreuliches Rekordtief. Mit 414 Personen sind auf Österreichs Straßen seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie weniger Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr.

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle und Verletzten nahm im Vergleich zu 2016 ab. Laut der Auswertung der Statistik Austria wurden vergangenes Jahr bei 37.402 Ereignissen 47.258 Personen verletzt. Das entspricht einem Rückgang bei Unfällen um 1064 bzw. 2,8 Prozent und 1135 weniger Verletzten (minus 2,3 Prozent). Dennoch: Im Durchschnitt bedeutet das nach wie vor 102 Unfälle pro Tag und alle 21 Stunden ein Todesopfer.

Wenig überraschend ereignete sich ein Großteil der Unfälle im Ortsgebiet – diese machen 63 Prozent der Gesamtzahl aus. Die verbliebenen 37 Prozent, die sich auf Freilandstraßen zugetragen haben, sind dafür für fast drei Viertel aller Verkehrstoten verantwortlich.

Bei den Alleinunfällen sind die Hauptursachen nach Einschätzung der Polizei nicht ange­passte Geschwindigkeit und Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung.

Bei den Alleinunfällen sind die Hauptursachen nach Einschätzung der Polizei nicht ange­passte Geschwindigkeit und Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung.

 

146 Getötete starben weiters bei sogenannten Alleinunfällen – also ohne weitere Beteiligte. 36 Prozent davon ereigneten sich zwischen 21 und 6 Uhr Früh. Auch Alkohol ist oft im Spiel. Insgesamt waren bei 2291 Unfällen alkoholisierte Personen beteiligt. Das sind zwar immerhin um 132 oder 5,4 Prozent weniger als 2016, gleichzeitig stieg aber die Zahl der Todesopfer bei diesen Unfällen nach einigen Jahren des Rückgangs wieder an: Statt 22 ­anno 2016 waren es im Vorjahr 33.

182 Personen (sieben weniger als 2016) bzw. 44 Prozent aller Verkehrstoten waren zum Zeitpunkt des Unfalls Pkw-Insassen. Auch das ist das seit Beginn der Aufzeichnungen niedrigste Ergebnis. 20 Prozent entfielen auf Motorradfahrer (83; minus 2), 18 Prozent auf Fußgänger (73, gleich geblieben), 8 Prozent auf Radfahrer (32; minus 16) und 3 Prozent auf Mopedfahrer (13; plus 6).

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