Skoda und seine vergessene Motorsportgeschichte

18. September 2023
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Aktuelles

Wer an Skoda denkt, der denkt an verlässliche Mittelklasse-Autos mit neuerdings fünf Jahren Garantie, die fester Bestandteil der europäischen Straßen sind. Selbst Automobilkenner denken bei Skoda allerdings weniger an die Rennsportgeschichte des tschechischen Autobauers.

Aufgrund des Eisernen Vorhangs und des Kalten Kriegs stand Skoda nie so sehr im Mittelpunkt der Rennsportwelt, wie es das die Hersteller aus Westeuropa, Japan oder Übersee taten. Erst langsam entdecken Rennsportfans, wie aktiv Skoda eigentlich seit seiner Gründung im Rennsport ist und welche Glanzleistungen, trotz des Sozialismus, erzielt wurden. Wer also eine Skoda Leasing Alternative bei mhcmobility sucht, der darf sich in Erinnerung rufen, dass Skoda weit mehr ist, als so mancher glaubt.

Die frühen Jahre

Die Automobilgeschichte Skodas geht eigentlich auf das Unternehmen Laurin und Klement zurück. Diese anfangs relativ kleine Manufaktur machte sich schnell einen Namen für hervorragend fabrizierte Motorräder und später auch Autos.

Schon zu Zeiten, in denen das Auto noch eine Seltenheit war, entschied sich Laurin und Klement, mit einem kleinen Team an regionalen Rennen teilzunehmen. So wurde der Maschinenbauer Skoda auf das Unternehmen aufmerksam und entschloss sich kurzerhand, dieses zu kaufen. Das war die Geburtsstunde der ersten Skoda-Fahrzeuge.

Zu Beginn lag der Fokus, nicht nur bei Rennen, sondern besonders bei der Fertigung, auf Motorrädern. Diese waren einfacher zu bauen und preisgünstiger. In nationalen Rennen gewannen die Zweiräder von Skoda etliche Preise, was natürlich zur großen Beliebtheit des neuen Herstellers beitrug.

Skoda in der Rallyewelt – ein Stern, der bis heute leuchtet

Wer sich bislang nicht ausführlicher mit Skodas Rolle in der Welt des Rennsports auseinandergesetzt hat, der weiß vielleicht dennoch um dessen Rolle im Rallyesport. Seit beinahe 30 Jahren ist der tschechische Autobauer dort vertreten, in wechselnden Rollen. Heute werden mit der Technik aus der eigenen Motorsportsparte hauptsächlich Kundenteams ausgestattet und die Jugend gefördert. Stark vertreten ist Skoda natürlich weiterhin in der tschechischen Meisterschaft, in der sich schon mehrere Siege einfahren ließen.

Nur wenigen Kennern ist der „Porsche des Ostens“, der Skoda 130 RS (siehe Bild) ein Begriff. Dabei war es dieses Auto, das zur plötzlichen Berühmtheit der Rennsparte Skodas im Westen beitrug. Die Fahrleistung, der Motor und das Sprungverhalten des Skoda 130 RS stellte im Rallyesport alles bis dahin dagewesene in den Schatten. Noch heute ist Skoda enorm stolz auf dieses Auto, das nicht nur für die Rallye, sondern auch für Rundstreckenrennen gebaut wurde.

Auch nach dem „Porsche des Ostens“ war Skoda noch etliche Male im Rallyesport erfolgreich. Besonders in der WRC2-Kategorie feierte man beständig Erfolge. Weniger erfolgreich waren die Versuche auf der Rundstrecke, weshalb sich Skoda dort nach mehreren Versuchen schrittweise zurückzog. Ob sich Skoda noch einmal in diese Richtung engagiert oder neue Autos testet, das bleibt fraglich.

Neue Triumphe in Elektro-Rennsportkategorien?

Fans hoffen stark darauf, dass Skoda in den kommenden Jahren in diversen Elektro-Rennsportklassen aktiv wird. Das eigene Produktportfolio setzt immer mehr auf Elektrofahrzeuge, weshalb sich der Rennsport erneut als Werbung anbieten würde.

Fakt ist, dass die Rennsportgeschichte von Skoda noch lange nicht vorbei ist. Mit dem tschechischen Hersteller ist weiterhin zu rechnen, auch, wenn derzeit niemand weiß, in welcher Form.

Der Motorsport verändert sich, die Fans legen Wert auf neue Elemente und auch der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit spielen immer mehr eine tragende Rolle. Spannend wird, wie Skoda diese ausfüllen wird.

Foto: Werk