Tesla präsentiert Solar-Dachziegel

31. Oktober 2016
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Aktuelles

Wir kennen das ja: Jedes mal, wenn eine große Präsentation von etwas Neuem ansteht sind die Veranstalter verständlicherweise ziemlich bemüht schon im Vorfeld viele Menschen neugierig zu machen. So auch Elon Musk, der Anfang Oktober über Twitter noch Bescheid gab, dass er auf dem Event letztes Wochenende etwas enthüllen würde, das man so von Tesla nicht erwarten würde. Nun ist die Katze aus dem Sack – und schaffte es in der Tat zu überraschen.

section-solar1Abgehalten bei den Universal Studios in LA – genauer gesagt am Set der Desperate Housewifes – präsentierte der Tesla-Chef seine neue Solar-Dachziegeln – natürlich gleich auf einem der Häuser installiert. Der Clou: Die Ziegel sind, entgegen sonst üblicher Panele, fast unmerklich in eine bestehende Dachkonstruktion einzubringen und es können so viele – oder eben wenige – verlegt werden, wie man möchte. Ebenfalls spannend: Obwohl Musk, der die Dächer direkt an Kunden vertreiben und nicht über Baufirmen anbieten möchte, noch keine genauen Quadratmeterpreise nannte, meinte er ein Solar-Ziegel-Dach wäre günstiger als ein konventionelles. Ganz abgesehen davon, dass es freilich hilft Stromkosten zu sparen … oder sogar noch Geld bringt, sofern man überschüssige Energie ins allgemeine Stromnetz rückspeist.

section-powerwall_solutionNatürlich helfen einem die Panele allein aber nichts, wenn die Sonne untergeht. Daher stellte Musk bei dieser Gelegenheit auch gleich Powerwall 2.0 vor. Musk gab an, dass die zwei 14 kWh Lithium-Ionen-Akkus in der Powerwall ein Haus mit vier Schlafzimmern einen Tag lang mit Strom versorgen könnten – inklusive Licht, Kühlschrank und anderen Verbrauchern. Besagte Powerwall beinhaltet nun übrigens – entgegen des Vorgängers – auch gleich einen Converter, der die Energie der Solarpanele direkt in Strom umwandeln kann. Hierfür fallen also keine Zusatzkosten mehr an.

Apropos Kosten: Die neue Powerwall ist bereits bestellbar und kostet laut Homepage 6.100 Euro. Die Montage kommt auf weitere 1.100 Euro. Mit der Installation könnte im Februar 2017 begonnen werden.