TEST: Ford EcoSport 1,0 EcoBoost Titanium S

31. Oktober 2016
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Ford
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:140 PS
Testverbrauch:7,7 l/100km
Modelljahr:2016
Grundpreis:23.200 Euro

Eine leichte Geburt war der EcoSport wahrlich nicht. Wie der Edge kam auch er vom amerikanischen Kontinent nach Europa und musste erst einmal kräftig umerzogen werden. Seine brasilianischen Wurzeln saßen tief, doch nach der zweiten Überarbeitung haben die Kölner ihren Mini-SUV dezent verbessert. Das außen an der Hecktür angeschlagene Reserverad kostet etwa fortan Aufpreis, was den kleinen Ford 20 Zentimeter kürzer – und damit innenstadtfreundlicher – macht. Zudem gibt es nicht mehr eine Einheits-Ausstattung sondern drei Varianten.

Dazu haben gezielte Verbesserungen ewige Kritikpunkte ausgeschaltet. Die bes­sere Geräuschdämmung etwa, das wohl geformte Lenkrad aus dem Focus sowie die direktere Lenkung. Und im Falle des getesteten Titanium S das Sportfahrwerk, wobei dieses schon fast zu hart ausgefallen ist. Aber damit fühlt sich der EcoSport endlich so knackig an, wie man das von einem europäischen Ford gewohnt ist. Vor allem, da das neue Topmodell nun 140 PS auf die Vorderräder loslässt – und diese auch schnell an ihre Grip-Grenzen bringt. Die schlauere Lösung ist somit die nicht minder kräftige, 500 Euro günstigere 125 PS-Variante des Dreizylinder-Turbos.

Motor & Getriebe – Gut gedämmter, dezent kernig klingender Dreizylinder mit sattem Drehmoment, aber recht großem Turboloch. Fünfgang-Getriebe: leicht zu schalten, etwas zu lang übersetzt.

Fahrwerk & Traktion – Das Serien-Sportfahrwerk sorgt für knackiges Einlenkverhalten und geringe Unter­steuer-Neigung, verdaut kurze Stöße aber nur widerwillig. Lenkung nach Modell­pflege spürbar direkter und exakter, Traktion bei vollem Krafteinsatz nicht immer ausreichend.

Stock & Stein – Die gute Bodenfreiheit reicht für unbefestigte Wege. Fahrhilfen und Allradantrieb gibt es aber nicht.

Cockpit & Bedienung – Die mit Knopferln überladene Mittelkonsole und das nun etwas größere, aber immer noch zu kleine Zentral-Display trüben die an sich gute Ergonomie. Gewöh­nungsbedürftig: die weit vorne platzierten Fensterheber-Schalter. Sitze: knapp geschnitten, dünn gepolstert. Eckige Form und kleiner Wendekreis garantieren problemloses Rangieren.

Innen- & Kofferraum – Vorne ordentlich, hinten brauchbar Platz. Ausreichend großer, etwas zerklüfteter Kofferraum, erweiterbar mittels in der Neigung verstell- oder ganz umklappbaren Fondlehnen. Faltet man die geteilte komplett Bank nach vorn, mindert das die Ladelänge. Minus: seitlich angeschlagene Heckklappe bisweilen unpraktisch, kaum Ablagen.

Dran & Drin – Titanium S ist das Topmodell und mit 17 Zoll-Alurädern, Klimaautomatik und sogar schlüssellosem Zugang ganz fein ausgerüstet. Wenige, aber preiswerte Extras, Verarbeitung nach Modellpflege sichtbar besser, dennoch viele kratzanfällige Kunststoffe.

Schutz & Sicherheit – Ab Werk: sechs Airbags inklusive Fahrerknie-Luftsack sowie die üblichen E-Fahrhilfen. Assistenzsysteme? Leider Fehlanzeige.

Sauber & Grün – In Anbetracht der Leistung noch akzeptabler Testverbrauch. Start/Stopp nicht mal gegen Aufpreis erhältlich.

Preis & Kosten – Preislich in einer Liga mit dem Peugeot 2008 und dem etwas veralteten Mitsubishi ASX. Löbliche fünf Jahre Garantie und lebenslanges Mobilitäts-Versprechen bei Service-Treue. Werthaltung als starker Benziner nicht so gut.

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Innen, gezielte Verbesserungen: Display eine Spur größer, griffgünstigeres Lenkrad, etwas Chrom-Schmuck. Unter der Haube wartet nun auch ein feiner Dreizylinder-Turbobenziner mit 140 PS für 500 Euro Aufpreis. Außen hingegen spart das serienmäßig nicht mehr extern angeschlagene Reserverad 20 Zentimeter in der Länge.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Eine leichte Geburt war der EcoSport wahrlich nicht. Wie der Edge kam auch er vom amerikanischen Kontinent nach Europa und musste erst einmal kräftig umerzogen werden. Seine brasilianischen Wurzeln saßen tief, doch nach der zweiten Überarbeitung haben die Kölner ihren Mini-SUV dezent verbessert. Das außen an der Hecktür angeschlagene Reserverad kostet etwa fortan Aufpreis, was den kleinen Ford 20 Zentimeter kürzer – und damit innenstadtfreundlicher – macht. Zudem gibt es nicht mehr eine Einheits-Ausstattung sondern drei Varianten. Dazu haben gezielte Verbesserungen ewige Kritikpunkte ausgeschaltet. Die bes­sere Geräuschdämmung etwa, das wohl geformte Lenkrad aus dem Focus sowie die direktere Lenkung. Und im Falle des getesteten Titanium S das Sportfahrwerk, wobei dieses schon fast zu hart ausgefallen ist. Aber damit fühlt sich der EcoSport endlich so knackig an, wie man das von einem europäischen Ford gewohnt ist. Vor allem, da das neue Topmodell nun 140 PS auf die Vorderräder loslässt – und diese auch schnell an ihre Grip-Grenzen bringt. Die schlauere Lösung ist somit die nicht minder kräftige, 500 Euro günstigere 125 PS-Variante des Dreizylinder-Turbos.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Gut gedämmter, dezent kernig klingender Dreizylinder mit sattem Drehmoment, aber recht großem Turboloch. Fünfgang-Getriebe: leicht zu schalten, etwas zu lang übersetzt. Fahrwerk & Traktion - Das Serien-Sportfahrwerk sorgt für knackiges Einlenkverhalten und geringe Unter­steuer-Neigung, verdaut kurze Stöße aber nur widerwillig. Lenkung nach Modell­pflege spürbar direkter und exakter, Traktion bei vollem Krafteinsatz nicht immer ausreichend. Stock & Stein - Die gute Bodenfreiheit reicht für unbefestigte Wege. Fahrhilfen und Allradantrieb gibt es aber nicht. Cockpit & Bedienung - Die mit Knopferln überladene Mittelkonsole und das nun etwas größere, aber immer noch zu kleine Zentral-Display trüben die an sich gute Ergonomie. Gewöh­nungsbedürftig: die weit vorne platzierten Fensterheber-Schalter. Sitze: knapp geschnitten, dünn gepolstert. Eckige Form und kleiner Wendekreis garantieren problemloses Rangieren. Innen- & Kofferraum - Vorne ordentlich, hinten brauchbar Platz. Ausreichend großer, etwas zerklüfteter Kofferraum, erweiterbar mittels in der Neigung verstell- oder ganz umklappbaren Fondlehnen. Faltet man die geteilte komplett Bank nach vorn, mindert das die Ladelänge. Minus: seitlich angeschlagene Heckklappe bisweilen unpraktisch, kaum Ablagen. Dran & Drin - Titanium S ist das Topmodell und mit 17 Zoll-Alurädern, Klimaautomatik und sogar schlüssellosem Zugang ganz fein ausgerüstet. Wenige, aber preiswerte Extras, Verarbeitung nach Modellpflege sichtbar besser, dennoch viele kratzanfällige Kunststoffe. Schutz & Sicherheit - Ab Werk: sechs Airbags inklusive Fahrerknie-Luftsack sowie die üblichen E-Fahrhilfen. Assistenzsysteme? Leider Fehlanzeige. Sauber & Grün - In Anbetracht der Leistung noch akzeptabler Testverbrauch. Start/Stopp nicht mal gegen Aufpreis erhältlich. Preis & Kosten - Preislich in einer Liga mit dem Peugeot 2008 und dem etwas veralteten Mitsubishi ASX. Löbliche fünf Jahre Garantie und lebenslanges Mobilitäts-Versprechen bei Service-Treue. Werthaltung als starker Benziner nicht so gut.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1477924777861{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1477923887714{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Innen, gezielte Verbesserungen: Display eine Spur größer, griffgünstigeres Lenkrad, etwas Chrom-Schmuck. Unter der Haube wartet nun auch ein feiner Dreizylinder-Turbobenziner mit 140 PS für 500 Euro Aufpreis. Außen hingegen spart das serienmäßig nicht mehr extern angeschlagene Reserverad 20 Zentimeter in der Länge.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475078-4c21"][vc_column_text]R3,…

5.6

FAZIT

Sportlicher City-SUV nach der Modellpflege spürbar gereift.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Sotck & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
6

R3, 12V, Turbo, 998 ccm, 140 PS (103 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 180 Nm bei 1400–5000/min, Fünfgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v (bel.), L/B/H 4017/1765/1643 mm, Radstand 2519 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifen­dimension 205/50 R 17 (Testwagen-Bereifung Goodyear EfficientGrip), Tankinhalt 52 l, Reichweite 680 km, Kofferraumvolumen 355–1238 l, Leergewicht 1350 kg, zul. Gesamtgewicht 1715 kg, max. Anh.-Last 700 kg, 0–100 km/h 11,8 sec, 60–100 km/h (im 4. Gang) 8,6 sec, Spitze 185 km/h, Steuer (jährl.) € 594, Werkstätten in Österreich 199, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,6/4,7/5,4 l, Testverbrauch 7,7 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 125/177 g/km

Offroad-Daten: Frontantrieb; Böschungswinkel v/h 22°/35°, Rampenwinkel k. A., Bodenfreiheit 200 mm, Wattiefe 550 mm

Front- und vordere Seiten- sowie durchgehende Kopfairbags, Fah­rerknie-Airbag, CD-Radio mit 4,2 Zoll-Touchscreen, 8 LS und AUX/USB/iPod-Schnitt­stelle, Bluetooth-Freisprecheinr., E-Außenspiegel, Bordcomputer, getönte Fond­scheiben, vier E-Fensterheber, 17 Zoll-Aluräder, Dach in Schwarz lackiert, Klimaautomatik, Sportfahrwerk, Lederlenkrad, Sportlenkung, Nebelscheinwerfer, FB-Zentralsperre etc.

Komfort-Paket (autom. abblendb. Innenspiegel, Licht- und Regensensor, Tem­pomat) € 350,–, Winter-Paket (beheizb. Außenspiegel und Frontscheibe, Sitz­heizung v) € 300,–, Navigation € 600,–, Einparkhilfe h € 370,–, Rückfahrkamera € 300,–, Metallic-Lack € 500,–, Ledersitze € 850,– etc.

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