TEST: Kia Optima 2.0 GDI Plug-In-Hybrid Platin

6. Februar 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Limousine
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:156 PS
Testverbrauch:4,0 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:47.990 Euro

Der Kia Optima hat in der frischen Generation viele neue Tricks gelernt – davon überzeugte er uns bereits beim Test der Diesel-Variante (siehe Ausgabe 3/2016) und der Kombi-Topmodells im letzten Heft. Es blieb allerdings nicht nur bei optischen Retuschen und neuen Elektronik-Tricks. Auch ein Plug-in-Hybrid kam ins Sortiment. Leider bringt dieser dieselben Probleme mit sich, die alle nicht von Anbeginn als elektrifiziert geplanten Autos plagen: Die Akkus finden nur im Innenraum Platz. Das bedeutet ein deutlich kleineres Ladeabteil und weniger Variabilität.

Das Fahrgefühl passt trotzdem. Der Optima ist nach wie vor ein hervorragendes Langstrecken-Fahrzeug. Außerdem interessant: Kia verfolgt eine etwas andere Herangehensweise an das Thema Plug-In als andere Hersteller: Während dort ein vollgeladener Akku normalerweise sooft wie möglich für reinen E-Betrieb genutzt wird, läuft der Optima immer, als wäre er ein „normaler“ Hybrid; gleitet also, sooft es geht, elektrisch, hält den Akku aber ungefähr auf demselben Lade-Niveau. Erst wenn man per Knopfdruck auf den E-Modus schaltet, bemüht das System den Verbrenner nur noch bei Autobahntempo oder starker Beschleunigung.

Motor & Getriebe – Der Zweiliter-Saug-Benziner ist gut gedämmt, das Zusammenspiel mit der sanft schaltenden Automatik und dem E-Motor funktioniert tadellos – der Übergang ist nicht spür- und zudem selten hörbar. Beim kräftigen Beschleunigen (z.B. auf der Autobahn) heult der Verbrenner aber etwas angestrengt.

Fahrwerk & Traktion – Knackig abgestimmt, kurze Schläge dringen spürbar durch. Dennoch komfortabel und mit hohem Landstreckenkomfort. Beim Lastwechsel drängen die Akkus im Heck leicht nach außen, das ESP hat aber alles gut im Griff. Traktion und Lenkung OK. Rekuperations/Brems-Zusammenspiel funktioniert sehr gut.

Cockpit & Bedienung – Tadellose Ergonomie im aufgeräumten Cockpit inklusive flotten Touchscreen-Infotainmentsystems. Übersicht nach hinten mäßig, Park-Piepser und Rückfahr­kamera dafür Serie – beim „Platin“-Modell auch die Rundum-Kameras.

Innen- & Kofferraum – Ausreichend Ablagen und reichlich Platz in beiden Sitzreihen. Großgewachsene stören sich allein an der Kopffreiheit. Der Kofferraum ist durch die Akkupacks arg beschnitten – auch die Fondlehnen sind nun nicht mehr umlegbar.

Dran & Drin – Als „Platin“ lässt der Optima in Sachen Ausstattung keine Wünsche offen: Navi, klimatisierte E-Sitze, Lederpolsterung, LED-Scheinwerfer – alles Serie. Auch die Verarbeitung passt, die Material-Qualität aber nicht durchgehend.

Schutz & Sicherheit – Sieben Airbags und beim Platin auch einige aktuelle Assistenzsysteme serienmäßig.

Sauber & Grün – Voll geladen, schafft der Optima rund 40 Kilometer rein elektrisch (bis 120 km/h). Danach noch immer passable Verbrauchswerte, wenn auch fernab der illusorischen Herstellerangabe.

Preis & Kosten – 6600 Euro Aufpreis zum schwächeren Top-Diesel mit fast gleicher Ausstattung. Ähnlich große Plug-In-Hybrid-Limousinen gibt es sonst nur von BMW, Mercedes und VW – allesamt (teils deutlich) teurer. Fein: Sieben Jahre Garantie inklusive  Batterien. Kurze Wartungsintervalle, Werthaltung fraglich.

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Im Innenraum herrscht dieselbe elegante Schlichtheit, Übersichtlichkeit und Ergonomie wie beim konventionell angetriebenen Bruder.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Kia Optima hat in der frischen Generation viele neue Tricks gelernt – davon überzeugte er uns bereits beim Test der Diesel-Variante (siehe Ausgabe 3/2016) und der Kombi-Topmodells im letzten Heft. Es blieb allerdings nicht nur bei optischen Retuschen und neuen Elektronik-Tricks. Auch ein Plug-in-Hybrid kam ins Sortiment. Leider bringt dieser dieselben Probleme mit sich, die alle nicht von Anbeginn als elektrifiziert geplanten Autos plagen: Die Akkus finden nur im Innenraum Platz. Das bedeutet ein deutlich kleineres Ladeabteil und weniger Variabilität. Das Fahrgefühl passt trotzdem. Der Optima ist nach wie vor ein hervorragendes Langstrecken-Fahrzeug. Außerdem interessant: Kia verfolgt eine etwas andere Herangehensweise an das Thema Plug-In als andere Hersteller: Während dort ein vollgeladener Akku normalerweise sooft wie möglich für reinen E-Betrieb genutzt wird, läuft der Optima immer, als wäre er ein „normaler“ Hybrid; gleitet also, sooft es geht, elektrisch, hält den Akku aber ungefähr auf demselben Lade-Niveau. Erst wenn man per Knopfdruck auf den E-Modus schaltet, bemüht das System den Verbrenner nur noch bei Autobahntempo oder starker Beschleunigung.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Zweiliter-Saug-Benziner ist gut gedämmt, das Zusammenspiel mit der sanft schaltenden Automatik und dem E-Motor funktioniert tadellos – der Übergang ist nicht spür- und zudem selten hörbar. Beim kräftigen Beschleunigen (z.B. auf der Autobahn) heult der Verbrenner aber etwas angestrengt. Fahrwerk & Traktion - Knackig abgestimmt, kurze Schläge dringen spürbar durch. Dennoch komfortabel und mit hohem Landstreckenkomfort. Beim Lastwechsel drängen die Akkus im Heck leicht nach außen, das ESP hat aber alles gut im Griff. Traktion und Lenkung OK. Rekuperations/Brems-Zusammenspiel funktioniert sehr gut. Cockpit & Bedienung - Tadellose Ergonomie im aufgeräumten Cockpit inklusive flotten Touchscreen-Infotainmentsystems. Übersicht nach hinten mäßig, Park-Piepser und Rückfahr­kamera dafür Serie – beim „Platin“-Modell auch die Rundum-Kameras. Innen- & Kofferraum - Ausreichend Ablagen und reichlich Platz in beiden Sitzreihen. Großgewachsene stören sich allein an der Kopffreiheit. Der Kofferraum ist durch die Akkupacks arg beschnitten – auch die Fondlehnen sind nun nicht mehr umlegbar. Dran & Drin - Als „Platin“ lässt der Optima in Sachen Ausstattung keine Wünsche offen: Navi, klimatisierte E-Sitze, Lederpolsterung, LED-Scheinwerfer – alles Serie. Auch die Verarbeitung passt, die Material-Qualität aber nicht durchgehend. Schutz & Sicherheit - Sieben Airbags und beim Platin auch einige aktuelle Assistenzsysteme serienmäßig. Sauber & Grün - Voll geladen, schafft der Optima rund 40 Kilometer rein elektrisch (bis 120 km/h). Danach noch immer passable Verbrauchswerte, wenn auch fernab der illusorischen Herstellerangabe. Preis & Kosten - 6600 Euro Aufpreis zum schwächeren Top-Diesel mit fast gleicher Ausstattung. Ähnlich große Plug-In-Hybrid-Limousinen gibt es sonst nur von BMW, Mercedes und VW – allesamt (teils deutlich) teurer. Fein: Sieben Jahre Garantie inklusive  Batterien. Kurze Wartungsintervalle, Werthaltung fraglich.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1486397307730{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1486397321194{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Im Innenraum herrscht dieselbe elegante Schlichtheit, Übersichtlichkeit und Ergonomie wie beim konventionell angetriebenen Bruder.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-3247a4bb-a30d"][vc_column_text]R4, 16V, 1999 ccm, 156 PS (115 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 189 Nm bei 5000/min, Permanent-Magnet-Synchronmotor mit 68 PS (50 kW), max. Drehmoment 205 Nm ab Start, Lithium-Ionen-Batterie 9,8 kWh, Systemleistung 205 PS,…

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FAZIT

Eleganter und toll ausgestatteter Mittelklassler mit Kurz- und Langstreckenqualitäten.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.05 ( 4 Stimmen)
8

R4, 16V, 1999 ccm, 156 PS (115 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 189 Nm bei 5000/min, Permanent-Magnet-Synchronmotor mit 68 PS (50 kW), max. Drehmoment 205 Nm ab Start, Lithium-Ionen-Batterie 9,8 kWh, Systemleistung 205 PS, Sechsgang-Automatik, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4855/1860/1465 mm, Radstand 2805 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,0 m, Reifendimension 215/55 R 17 (Testwagen-Bereifung Nexen N Fera SU1), Tankinhalt 55 l, Reichweite 930–1375 km, Kofferraumvolumen 307 l, Leergewicht 1740 kg, zul. Gesamtgewicht 2200 kg, 0–100 km/h 9,4 sec, Spitze 192 km/h, Steuer (jährl.) € 694,44, Werkstätten in Österreich 122, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 0,0/5,3/1,6 l, Testverbrauch 4,0–5,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 37/93–136 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, Fahrer-Knieairbag, Notbremsassistent, aktiver Spurhalte-Assistent, Toterwinkel-Warner, Berganfahrhilfe, Radar-Tempomat, Einpark-Automatik, Klimaautomatik, CD-Radio mit AUX/USB/iPod-Anschluss und 10 LS, Bluetooth für Telefon & Audio, el. verstell-, heiz- und klappbare Außenspiegel, Einparkhilfe v+h, Rundum-Kameras, Navigationssystem mit 7 Zoll Touchscreen, heizbares Multifunktions-Lederlenkrad, Lederpolsterung, Vordersitze el. verstell- sowie kühl- und heizbar, E-Lendenwirbelstütze, Licht- und Regensensor, autom. abblend. Innenspiegel, LED-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, LED-Nebelscheinwerfer, Aluräder, Keyless-Go, abgedunkelte Fond-Scheiben etc.

Metallic-/Perleffekt-Lack € 600,–/700,–, Panorama-Schiebedach € 1200,–

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