Und das merkt man schon auf den ersten Metern: Die 170 Diesel-PS schieben tüchtig an, überfordern aber nie die Antriebsräder. Das Platzangebot geriet stattlich, die Abmessungen blieben aber noch im halbwegs citytauglichen Rahmen. Und die Ausstattung des von uns getesteten „Innovation“ ist zwar stattlich, belastet das Girokonto aber nicht zu sehr. Was den Insignia jetzt aber besonders macht, ist der Schuss Luxus, den Opel noch oben draufgesetzt hat. So leise und komfortabel laufen sonst nämlich nur gehobenere, deutlich teurere Konkurrenten. Was einmal mehr zeigt, dass der neue Insignia eher wie der Nachfolger des seligen Senators wirkt.
Fahrwerk & Traktion – Das optionale Adaptiv-Fahrwerk bietet einen feinen Mix aus Abrollkomfort und Dynamik. Neutrales Eigenlenkverhalten, erst spätes Untersteuern. Lenkung: feinfühlig, fast zu leichtgängig. Traktion tadellos. Die Aufpreis-20-Zöller ruinieren den Fahrkomfort auf schlechten Straßen.
Cockpit & Bedienung – Gute Ergonomie mit logisch platzierten Bedien- elementen. Die vielen Lenkrad-Knöpfe erfordern Eingewöhnung. Tadellose Sitzposition. Nicht gut: Übersicht nach hinten – Einparkhilfe aber Serie.
Innen- & Kofferraum – Üppiges Platzangebot vorne und hinten. Bequeme Sitze mit genügend Seitenhalt, jede Menge Ablagen. Kofferraum: ausreichend groß, breit und tief, dank mitaufschwenkender Heckscheibe gut einzuräumen. Erweiterbar mittels 40:60-Umlege-Fondlehnen, optional 40/20/40. Hohe Ladekante.
Dran & Drin – Die drittbeste von vier Ausstattungen ist gut, aber noch lange nicht feudal bestückt. Extras teilweise in attraktiven Paketen. Verarbeitung auf hohem Niveau, deutlicher Qualitätssprung bei den Materialien. Automatik oder Allrad gegen Aufpreis.
Schutz & Sicherheit – Alle üblichen Luftkissen und E-Fahrhilfen an Bord, Fond-Seitenairbags als Option. Assistenz-Check: zahlreiche Systeme Serie, gegen Aufpreis etwa Radar-Tempomat und Toterwinkel-Warner.
Sauber & Grün – Dank bäriger Charakteristik schaltfaule Fahrweise möglich, das ermöglicht gute Verbräuche – die Werksangabe ist aber nicht zu knacken.
Preis & Kosten – Ein ähnlich bestückter VW Passat ist mindestens 4000 Euro teurer, Premium-Ware kostet noch mehr. Durchschnitt: zwei Jahre Garantie. Durchaus gute Chancen auf ebensolche Werthaltung.









