Sieht man den TSI nicht als Dynamiker (was er auch gar nicht sein möchte), ergibt das im Vergleich zum asthmatischen Vorgänger mit 1400 Kubik und ohne Turbo nicht nur eine echte Diesel-Alternative. Sondern auch eine entspannte Art der Fortbewegung: Der Turbo sorgt in den wichtigen Drehzahl-Bereichen für souveränen Punch. So muss man selten zurückschalten, was den Lärmpegel senkt, und da untenrum so viel Drehmoment anliegt, reicht ein lang übersetztes Fünfgang-Getriebe – die hektische Schalterei einer Sechsgang-Box fällt also auch weg. Im Prinzip die Idealkombination für den Fabia, dessen wesentlicher Charakterzug es ist, den Fahrer angenehm in Ruhe zu lassen und brav zu funktionieren. Und das tut er mit dem neuen TSI-Motor noch ein Stückchen besser.
Platz & Nutz – Platzangebot im Klassenschnitt, beim Laderaum-Volumen sogar drüber. Minus: Zum Umklappen der 2:1-Fondbank müssen die Kopfstützen runter, im Ladeboden bleibt eine Stufe. Praktisch: Kofferraumabdeckung rollt sich auf Knopfdruck auf. Unpraktisch: Tankdeckel nur mit Schlüssel zu sperren. Fein: gute Karosserie-Übersicht, fehlerfreie Ergonomie, tadellose Sitzposition.
Dran & Drin – Ambiente (plus 1360 Euro) ist die Top-Version, bei weitem aber nicht voll ausgestattet. Das Scout-Paket (1290 Euro) bietet zusätzlich Gelände-Optik und E-Gimmicks. Keineswegs komplette Aufpreis-Liste mit schlanken Tarifen. DSG-Automatik nur für 105 PS-Version erhältlich. Verarbeitung topp, Material-Wahl durchschnittlich. Unaufgeregt-gefälliges Design.
Sicher & Grün – Klassenübliche Anzahl an Airbags und E-Fahrhilfen, ESP serienmäßig ab Werk. Kopfairbags und dritte Fond-Kopfstütze gegen Aufpreis. Verbrauch in Anbetracht der Fahrleistungen tadellos.
Preis & Kosten – Kleinkombi-Konkurrenten wie Renault Clio oder Peugeot 207 kosten mehr, der hemdsärmelige, geräumigere Dacia Logan MVC weniger. Zwei Jahre Garantie, zehn gegen Durchrosten, lebenslanger Mobilitäts-Schutz bei Service-Treue. Sonnige Werthaltungs-Prognose.





