Test: Skoda Kamiq TSI DSG Style

5. Januar 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Skoda
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:115 PS
Testverbrauch:6,4 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:26.870 Euro

Der taufrische Skoda Kamiq ist ein typischer Vertreter der kleinen SUVs: Seine Außenabmessungen sind nicht allzu ausufernd, leer bringt der Tscheche nicht einmal 1,3 Tonnen auf die Waage. Das merkt man auch bei den Fahreigenschaften: In der Stadt lässt sich der Kamiq leicht um die Kurven wuchten, die Parkplatzsuche ist auch nicht mühsamer als mit einem Kompaktwagen – ganz im Gegenteil: Im Vergleich zum plattformgleichen Bruder Skala ist der Kamiq zwölf Zentimeter kürzer, hat aber dafür auch 67 Liter weniger Basis-Kofferraum. Das Raumgefühl kann hingegen dank der ­größeren Innenhöhe voll überzeugen.

Lob verdient der getestete mittlere Benziner mit 115 PS: Ein Liter Hubraum reichen aus, um den Kamiq ordentlich vorwärts zu treiben. Und für die Gegenleistung von 1670 Euro gibt’s den Dreizylinder auch in Kombination mit einer Doppelkupplungs-Automatik, die perfekt zum Auto passt. Allradantrieb ist übrigens nicht verfügbar – es muss ja schließlich auch noch einen Grund geben, den größeren Bruder Karoq zu kaufen. Und in der Stadt, wo das bevorzugte Einsatzgebiet des Kamiq ist, benötigt man wirklich äußerst selten vier angetriebene Räder.

Motor & Getriebe – Der Dreizylinder-Benziner geht entschlossen und ohne Zögern ans Werk, er fühlt sich stets kraftvoll an und wird nie laut. Die Doppelkupplung sortiert die sieben Gänge tadellos. 

Fahrwerk & Traktion – Gelungen abgestimmtes Fahrwerk, komfortabel, dennoch flink beim Einlenken, keine Lastwechsel-Tücken. Dem Untersteuern im Grenzbereich wirkt das ESP schnell entgegen. Sehr leichtgängige, aber präzise Lenkung. Solide Bremsen, Traktion vor allem bei Nässe nicht immer optimal. 

Cockpit & Bedienung – Ergonomisch gibt es nichts auszusetzen. Angenehm hohe Sitzposition für gute Übersicht v. a. nach vorne. Leicht zu durchschauendes Multi­mediasystem, Bedienung über Touchscreen und Sprachsteuerung – leider kein Lautstärken-Drehregler beim teuersten Modell. Praktische, aber nicht übermäßig viele Ablagen.  

Innen- & Kofferraum – Sowohl vorne als auch hinten findet man für die Klasse großzügige Platzverhältnisse. Das gilt auch für den gut nutzbaren Kofferraum, der dank doppeltem Ladeboden stets eine ebene Fläche bietet. Die Fondlehnen sind 2:1 geteilt umlegbar.

Dran & Drin – Die höchste Ausstattungslinie bringt Klimaautomatik und beheizbare Vordersitze, aber schon der rund 2000 Euro billigere „Ambition“ kommt mit Spurhalte-Assistent, Tempomat und hinteren Parksensoren. Dazu gibt es viele Extras, teilweise Klassenunübliches wie Sitzheizung hinten, E-Heckklappe  oder Einpark-Automatik. Lobenswert: Materialien und Verarbeitung. 

Schutz & Sicherheit – Sogar ein Knieairbag für den Fahrer ist an Bord. Alle klassenüblichen Assistenzsysteme sind verfügbar, allerdings ist nur die Spurhalte-Hilfe serienmäßig. Plus: optional sogar Matrix-LED-Licht. 

Preis & Kosten – Der Kamiq ist im Vergleich zu den Plattform-Brüdern Seat Arona und VW T-Cross etwas teurer, bietet aber auch spürbar mehr Platz und ist qualitativ hochwertiger. Praxis-Verbrauch im Rahmen. Drei Jahre Garantie, um 279 Euro auf fünf Jahre erweiterbar. Lange Wartungs-Intervalle, gute Wiederverkaufs-Chancen. 

Überraschend fein angerichtetes Cockpit, die brillianten Bildschirme und die hübsch geschwungenen Türgriffe fallen ins Auge. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der taufrische Skoda Kamiq ist ein typischer Vertreter der kleinen SUVs: Seine Außenabmessungen sind nicht allzu ausufernd, leer bringt der Tscheche nicht einmal 1,3 Tonnen auf die Waage. Das merkt man auch bei den Fahreigenschaften: In der Stadt lässt sich der Kamiq leicht um die Kurven wuchten, die Parkplatzsuche ist auch nicht mühsamer als mit einem Kompaktwagen – ganz im Gegenteil: Im Vergleich zum plattformgleichen Bruder Skala ist der Kamiq zwölf Zentimeter kürzer, hat aber dafür auch 67 Liter weniger Basis-Kofferraum. Das Raumgefühl kann hingegen dank der ­größeren Innenhöhe voll überzeugen. Lob verdient der getestete mittlere Benziner mit 115 PS: Ein Liter Hubraum reichen aus, um den Kamiq ordentlich vorwärts zu treiben. Und für die Gegenleistung von 1670 Euro gibt’s den Dreizylinder auch in Kombination mit einer Doppelkupplungs-Automatik, die perfekt zum Auto passt. Allradantrieb ist übrigens nicht verfügbar – es muss ja schließlich auch noch einen Grund geben, den größeren Bruder Karoq zu kaufen. Und in der Stadt, wo das bevorzugte Einsatzgebiet des Kamiq ist, benötigt man wirklich äußerst selten vier angetriebene Räder.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Dreizylinder-Benziner geht entschlossen und ohne Zögern ans Werk, er fühlt sich stets kraftvoll an und wird nie laut. Die Doppelkupplung sortiert die sieben Gänge tadellos.  Fahrwerk & Traktion - Gelungen abgestimmtes Fahrwerk, komfortabel, dennoch flink beim Einlenken, keine Lastwechsel-Tücken. Dem Untersteuern im Grenzbereich wirkt das ESP schnell entgegen. Sehr leichtgängige, aber präzise Lenkung. Solide Bremsen, Traktion vor allem bei Nässe nicht immer optimal.  Cockpit & Bedienung - Ergonomisch gibt es nichts auszusetzen. Angenehm hohe Sitzposition für gute Übersicht v. a. nach vorne. Leicht zu durchschauendes Multi­mediasystem, Bedienung über Touchscreen und Sprachsteuerung – leider kein Lautstärken-Drehregler beim teuersten Modell. Praktische, aber nicht übermäßig viele Ablagen.   Innen- & Kofferraum - Sowohl vorne als auch hinten findet man für die Klasse großzügige Platzverhältnisse. Das gilt auch für den gut nutzbaren Kofferraum, der dank doppeltem Ladeboden stets eine ebene Fläche bietet. Die Fondlehnen sind 2:1 geteilt umlegbar. Dran & Drin - Die höchste Ausstattungslinie bringt Klimaautomatik und beheizbare Vordersitze, aber schon der rund 2000 Euro billigere „Ambition“ kommt mit Spurhalte-Assistent, Tempomat und hinteren Parksensoren. Dazu gibt es viele Extras, teilweise Klassenunübliches wie Sitzheizung hinten, E-Heckklappe  oder Einpark-Automatik. Lobenswert: Materialien und Verarbeitung.  Schutz & Sicherheit - Sogar ein Knieairbag für den Fahrer ist an Bord. Alle klassenüblichen Assistenzsysteme sind verfügbar, allerdings ist nur die Spurhalte-Hilfe serienmäßig. Plus: optional sogar Matrix-LED-Licht.  Preis & Kosten - Der Kamiq ist im Vergleich zu den Plattform-Brüdern Seat Arona und VW T-Cross etwas teurer, bietet aber auch spürbar mehr Platz und ist qualitativ hochwertiger. Praxis-Verbrauch im Rahmen. Drei Jahre Garantie, um 279 Euro auf fünf Jahre erweiterbar. Lange Wartungs-Intervalle, gute Wiederverkaufs-Chancen. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1578414809347{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1578247235255{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Überraschend fein angerichtetes Cockpit, die brillianten Bildschirme und die hübsch geschwungenen Türgriffe fallen ins Auge. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb4395c1-68dd"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 115 PS (85 kW) bei 5500–5000/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 1750–2500/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4241/1793/1553…

7.7

FAZIT

Quirliger City-SUV mit hohem Nutzwert.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 115 PS (85 kW) bei 5500–5000/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 1750–2500/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4241/1793/1553 mm, Radstand 2651 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,1 m, Reifendimension 205/60 R 16 (Testwagen-Bereifung Goodyear Eagle F1 215/45 R 18), Tankinhalt 50 l, Reichweite 780 km, Kofferraumvolumen 400–1506 l, Leergewicht 1251 kg, zul. Gesamtgewicht 1734 kg, max. Anh.-Last 1200 kg, 0–100 km/h 10,0 sec, Spitze 193 km/h, Steuer (jährl.) € 453,84, Werkstätten in Österreich 184, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 6,1 l, Testverbr. 6,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 140/147 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgeh. Kopfairbag-Vorhänge, Fahrerknie-Airbag, Spurhalte- und City-Notbremsassistent, Querverkehrs-Warner, LED-Scheinwerfer, Müdigkeits-Erkennung, Fernlicht-Assistent, Klimaanlage, Licht- und Regensensor, Tempomat, Einparkhilfe h, Rückfahrkamera, Multifunktions-Lederlenkrad, autom. abblendende und el. klappb. Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, 8 ­Zoll-Touchscreen-Multimediasystem mit USB-C-Slots und 8 LS, Android Auto & Apple CarPlay, DAB-Tuner, Bluetooth für Telefon und Audio, Sprachsteuerung, Sitzheizung v, Aluräder etc.

Toterwinkel-Warner € 636,–, Abstandsregel-Tempomat inkl. Stau-Assistent € 410,–, Matrix-LED € 893,–, Style-Paket (schlüsselloser Zugang, Rückfahrkamera, Radar-Tempomat, Toterwinkel- und Querverkehr-Warner etc.) € 1185,–, Style Paket-Plus (zus. 9,2 Zoll-Bildschirm, Virtual Cockpit, Einparkhilfe v, E-Heckklappe, abgedunkelte Fondscheiben, induktive Ladestation etc.) € 2624,–, Einparkhilfe v € 310,–, Einpark-Automatik € 630,–, Rückfahrkamera € 265,–, Virtual Cockpit 505,– (inkl. 9,2 Zoll-Bildschirm für Multimedia € 1286,–), ­Lederpolsterung € 811,–, Metallic-Lack ab € 510,–, Panoramadach € 823,–, Lenkradheizung € 265,–, Sitzheizung h
€ 163,–, schlüsselloser Zugang € 180,–, E-Fahrersitz € 396,–, E-Heckklappe € 364,–, HiFi-Sound € 449,–, 17/18-Zoll-Felgen ab € 298,–/648,– etc.

3 Kommentare

  1. Der Preis ist saftig (aber das gilt für Juke und Captur in ähnlicher Konfiguration auch), ansonsten wäre das Auto (für mich) perfekt.
    Unter 25.000 Euro Listenpreis ist es mittlerweile schwer geworden, ein Auto, wie es mir vorschwebt, zu bekommen.
    MfG J

  2. Muss Dir absolut Recht geben, die (Listen-)Preise haben mit den letzten Modellwechseln durch die Bank angezogen, sodass auch in meiner Ziel-Kategorie (Kombis der Kompaktklasse) kaum mehr etwas um 25k€ zu bekommen ist. Für mich sind digitale Cockpits oder nervig piepsende Assistenz-Systeme unnötiger Schnickschnack – aber mittlerweile fast schon überall enthalten und mit ein Grund für die Verteuerungen. Gut möglich, dass mein nächster ein Gebrauchter wird…
    lg Rolex

    • Nee, ein gebrauchtes Auto will ich nicht, hab ich ja selber. 😉
      Bleibt nur der Weg zum EU-Importeur. Wobei sich dann die Frage erhebt, wohin mit meiner alten Karre und was für ein Gesicht wird ein hiesiger Händler ziehen, wenn ich wegen einem Garantiefall antanze.
      MfG J

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