Test: Mazda CX-30 Skyactiv-G122 Comfort+

7. Januar 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mazda
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:122 PS
Testverbrauch:6,4 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:28.290 Euro

Nein, der brandneue Mazda CX-30 soll keine Coupé-Version des CX-3 sein. Viel­mehr ist er in Sachen Außenabmessungen und Preisgestaltung schön zwischen diesem und dem grö­ße­ren SUV-Bruder CX-5 positioniert. So liegt etwa das Kof­ferraum­vo­lumen im Ver­gleich zum zwölf Zentimeter kürzeren und drei Zentimeter schmäleren Dreier um 80 Liter höher, die Kniefreiheit im Fond legte um sechs Zentimeter zu, rangiert aber ebenso deutlich unter der des Fünfers.

Überschaubar ist die Palette des CX-30, darin finden sich ein Diesel mit 116 PS und zwei Saug­ben­ziner, alle auf Wunsch mit Allrad & Automatik aufrüstbar. Dazu gibt es zwei Ausstattungsstufen, wobei schon die billigere der beiden jede Menge Ver­wöhn-Features mitbringt, so etwa LED-Scheinwerfer, Headup-Display, Navi, DAB-Tuner, elektrisch klappbare Spiegel oder Abstandsregel-Tempomat.

Bei uns im Test gastierte der der schwächere der beiden Ottos als frongetriebener Schalter, das jedoch in Top-Ausstattung inklusive aller Options-Pakete. 122 PS wer­­den hier eher untypisch aus einem frei atmenden Sauger mit ziemlich viel Hub­raum generiert. Mildhybrid-System und Zylinderabschal­tung sowie Euro 6d-Ab­gas­siegel stempeln den Zweiliter zu einem topmodernen Motor, in der Praxis kann er jedoch weder beim Punch noch beim Verbrauch sonderlich aufzeigen.

Dafür läuft der Vierzylinder kultiviert, so wie generell die Geräuschdäm­mung, auch die des Fahrwerks, sehr gelungen ist. Zusammen mit den feinen In­nenraum-Mate­rialien hebt das den CX-30 vom Gefühl her in die Premium-Liga – die er natürlich preislich nicht ansatzweise erreicht.

Dabei wirkt der Japaner auch optisch wie ein deutlich teureres Produkt, das gilt für die Karosserielinie ebenso wie für den Innenraum. Auch in Sachen Handling und Bedienung (jetzt ohne Touchscreen) leistet sich der Crossover-Mazda keine Pat­zer, und bei den Assistenz­systemen ist man ebenfalls am Puls der Zeit.

Bleiben also nur mehr die erwähnten motorischen Schwächen der Basis-Version. Die lassen sich natürlich gegen Aufpreis entschärfen, entweder mit dem deutlich bulligeren Diesel oder mit dem Top-Benziner samt innovativer Kompres­sions­zün­dung – trotz 180 PS soll dessen Verbrauch einen halben Liter unter dem ge­tes­te­ten Einstiegsmodell liegen.

Motor & Getriebe – Der große Vierzylinder-Benziner läuft kultiviert und zeigt Sauger-typisch einen kon­ti­nuierlichen Kraftaufbau, Punch und Durchzug sind jedoch bescheiden. Knackiges, gut gestuf­tes Schaltgetriebe.

Fahrwerk & Traktion – Das straffe Fahrwerk wirkt nie unkomfortabel, es ermöglicht agiles Handling ohne viel Seitenneigung – in flotten Kurven keine Tücken beim Gaswegnehmen. Fein­fühlige Lenkung, gut dosierbare und kräftige Bremsen. Durch die lineare Kraf­t­ent­faltung selten Traktions-Probleme.

Stock & Stein – Ausreichend Bodenfreiheit (zwei Zentimeter mehr als beim CX-3), doch schon der ge­­ringe vordere Böschungswinkel vereitelt Gelände-Einsätze. Gegen Aufpreis gäbe es immerhin Allradantrieb.

Cockpit & Bedienung – Aufgeräumtes Cockpit, ein paar versteckte Schalter links vom Lenkrad, sonst hohe Bedienfreude. Gute Sitze und Sitzposition. Das Multimediasystem lässt sich nur mehr per Dreh-und-Drück-Regler sowie über eine (gute) Sprachsteue­rung bedie­nen. Genug große Ablagen, vier One Touch-Fensterheber, flottes Start/Stopp-Sys­tem, Keyless-Go verschließt den Wagen automatisch ohne Türgriff-Druck. Kleine Är­ger­nisse: Die „Auto Hold“-Funktion der elektro­ni­schen Parkbremse lässt sich nicht per­ma­nent aktivieren, der Karten­aus­schnitt des Navis nicht beliebig fest­legen.

Innen- & Kofferraum – Genug Platz für die Passagiere, allein die Kniefreiheit im Fond ist unterdurch­schnitt­lich. Kof­ferraum ausreichend groß und gut nutzbar – nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen ent­steht eine kleine Stufe. Praktische Kleinzeugfächer unterm Lade­boden.

Dran & Drin – In der besseren der beiden Ausstattungen sehr gut bestückt, wer u.a. auf auto­ma­tische Klima, 18-Zöller, Sitz- und Lenkrad-Heizung, Einparkhilfe vorne, Keyless-Go, Rückfahrkamera und E-Heckklappe verzichten kann, fährt mit der 2000 Euro billi­geren Basis-Version auch nicht ärmlich. Allrad und Au­tomatik (samt Stau-Assis­tent) gegen 2100 bzw. 2200 Euro extra. Ein paar fair kal­ku­lierte Aufpreis-Pakete pimpen den CX-30 zum Luxusschlitten, ein Schie­bedach gibt es aber nur für den 180 PS-Benziner. Bemerkenswert hohe Material­qualität, ordent­liche Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Klassenübliches Airbag-Aufkommen plus Kniepolster fahrerseitig, dazu einige As­sis­tenz­systeme serienmäßig, gegen Aufpreis via „Tech“-Paket erweiterbar. Kolli­sions-War­­­ner im Test mit unmotivierten Aussetzern.

Preis & Kosten – Etwas teurer als die weniger gut bestückten Kia XCeed und Peugeot 3008, deut­lich kostspieliger sind die potenteren Audi Q3 Sportback und BMW X2. Spürbar güns­ti­ger, wenn auch vergleichsweise nackt gäbe es die etwas kleineren VW T-Roc und To­yota C-HR. Praxis-Verbrauch dank 24 Volt-Mildhybird und Zylinderabschaltung im Rahmen. Fein: drei Jahre Garantie. Ver­mut­lich gute Werthal­tung und hohe Zuverlässigkeit.

CX-30-Cockpit: reduziertes Design, hochwertige Materialien, kaum Bedien-Schwä­chen. Der 8,8 Zoll-Multimedia-Schirm ist breit, aber unüblich niedrig.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nein, der brandneue Mazda CX-30 soll keine Coupé-Version des CX-3 sein. Viel­mehr ist er in Sachen Außenabmessungen und Preisgestaltung schön zwischen diesem und dem grö­ße­ren SUV-Bruder CX-5 positioniert. So liegt etwa das Kof­ferraum­vo­lumen im Ver­gleich zum zwölf Zentimeter kürzeren und drei Zentimeter schmäleren Dreier um 80 Liter höher, die Kniefreiheit im Fond legte um sechs Zentimeter zu, rangiert aber ebenso deutlich unter der des Fünfers. Überschaubar ist die Palette des CX-30, darin finden sich ein Diesel mit 116 PS und zwei Saug­ben­ziner, alle auf Wunsch mit Allrad & Automatik aufrüstbar. Dazu gibt es zwei Ausstattungsstufen, wobei schon die billigere der beiden jede Menge Ver­wöhn-Features mitbringt, so etwa LED-Scheinwerfer, Headup-Display, Navi, DAB-Tuner, elektrisch klappbare Spiegel oder Abstandsregel-Tempomat. Bei uns im Test gastierte der der schwächere der beiden Ottos als frongetriebener Schalter, das jedoch in Top-Ausstattung inklusive aller Options-Pakete. 122 PS wer­­den hier eher untypisch aus einem frei atmenden Sauger mit ziemlich viel Hub­raum generiert. Mildhybrid-System und Zylinderabschal­tung sowie Euro 6d-Ab­gas­siegel stempeln den Zweiliter zu einem topmodernen Motor, in der Praxis kann er jedoch weder beim Punch noch beim Verbrauch sonderlich aufzeigen. Dafür läuft der Vierzylinder kultiviert, so wie generell die Geräuschdäm­mung, auch die des Fahrwerks, sehr gelungen ist. Zusammen mit den feinen In­nenraum-Mate­rialien hebt das den CX-30 vom Gefühl her in die Premium-Liga – die er natürlich preislich nicht ansatzweise erreicht. Dabei wirkt der Japaner auch optisch wie ein deutlich teureres Produkt, das gilt für die Karosserielinie ebenso wie für den Innenraum. Auch in Sachen Handling und Bedienung (jetzt ohne Touchscreen) leistet sich der Crossover-Mazda keine Pat­zer, und bei den Assistenz­systemen ist man ebenfalls am Puls der Zeit. Bleiben also nur mehr die erwähnten motorischen Schwächen der Basis-Version. Die lassen sich natürlich gegen Aufpreis entschärfen, entweder mit dem deutlich bulligeren Diesel oder mit dem Top-Benziner samt innovativer Kompres­sions­zün­dung – trotz 180 PS soll dessen Verbrauch einen halben Liter unter dem ge­tes­te­ten Einstiegsmodell liegen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der große Vierzylinder-Benziner läuft kultiviert und zeigt Sauger-typisch einen kon­ti­nuierlichen Kraftaufbau, Punch und Durchzug sind jedoch bescheiden. Knackiges, gut gestuf­tes Schaltgetriebe. Fahrwerk & Traktion - Das straffe Fahrwerk wirkt nie unkomfortabel, es ermöglicht agiles Handling ohne viel Seitenneigung – in flotten Kurven keine Tücken beim Gaswegnehmen. Fein­fühlige Lenkung, gut dosierbare und kräftige Bremsen. Durch die lineare Kraf­t­ent­faltung selten Traktions-Probleme. Stock & Stein - Ausreichend Bodenfreiheit (zwei Zentimeter mehr als beim CX-3), doch schon der ge­­ringe vordere Böschungswinkel vereitelt Gelände-Einsätze. Gegen Aufpreis gäbe es immerhin Allradantrieb. Cockpit & Bedienung - Aufgeräumtes Cockpit, ein paar versteckte Schalter links vom Lenkrad, sonst hohe Bedienfreude. Gute Sitze und Sitzposition. Das Multimediasystem lässt sich nur mehr per Dreh-und-Drück-Regler sowie über eine (gute) Sprachsteue­rung bedie­nen. Genug große Ablagen, vier One Touch-Fensterheber, flottes Start/Stopp-Sys­tem, Keyless-Go verschließt den Wagen automatisch ohne Türgriff-Druck. Kleine Är­ger­nisse: Die „Auto Hold“-Funktion der elektro­ni­schen Parkbremse lässt sich nicht per­ma­nent aktivieren, der Karten­aus­schnitt des Navis nicht beliebig fest­legen. Innen- & Kofferraum - Genug Platz für die Passagiere, allein die Kniefreiheit im Fond ist unterdurch­schnitt­lich. Kof­ferraum ausreichend groß und gut nutzbar – nach Umlegen der…

6.8

FAZIT

Fescher Crossover-SUV. Pragmatisch motorisiert, dafür luxuriös ausgestattet.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, 1998 ccm, 122 PS (90 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 213 Nm bei 4000/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4395/1795/1540 mm, Radstand 2655 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,4 m, Reifendimen­sion 215/55 R 18 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Turanza T005 A), Tankinhalt 51 l, Reich­weite 800 km, Kofferraumvolumen 430–1506 l, Leergewicht 1409 kg, zul. Ge­samt­ge­wicht 1927 kg, max. Anh.-Last 1300 kg, 0–100 km/h 10,6 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 10,4/14,4 sec, Spitze 186 km/h, Steuer (jährl.) € 491,04, Werkstätten in Öster­reich 132, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 6,2 l, Testverbrauch 6,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 141/147 g/km

Offroad-Daten: Böschungswinkel v/h 16,5°/20,7°, Rampenwinkel 15,4°, Bodenfreiheit 175 mm

Front- sowie durchgehende Kopf/Schulter- und Seitenairbags v, Knie-Airbag Fahrerseite, Müdigkeitserkennung, Verkehrszeichenerkennung, au­tom. Not­rufsystem, Notbrems-Assistent, Spurwechsel- und aktiver Spurhalte-Assis­tent mit Ausparkhilfe, Parksensoren v+h, Abstandsregel-Tempomat, Bergan­fahr­hil­fe, E-Parkbremse, Licht- u. Regensensor, LED-Schein­werfer mit Fernlicht-Auto­ma­tik, Zweizonen-Klimaautomatik, el. klapp­bare Außenspiegel, DAB-Radio mit Blue­tooth und USB sowie 8 LS, Android Auto & Apple CarPlay, Navigationssystem, Alarman­lage, Multifunktions-Leder­lenkrad, Headup-Display, Sitzheizung v, Lenkrad be­heiz­bar, Rückfahrkamera, schlüssel­loses Zugangs­sys­tem, E-Heckklappe, Spie­gel autom. abblendend etc.

Paket Sound (12 Bose-Lautsprecher) € 600,–, Paket Style (adap­tive Ma­trix-LED-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht und -Heckleuchten, abgedunkelte Fond­schei­ben, Schaltwippen f. Automatik-Getriebe, rahmenloser Innenspiegel etc.) € 1000,–, Paket Tech (zusätzlich zu Style und Sound: 360 Grad-Kamera, Querver­kehrs-War­ner, Stau­folge-Assistent mit Lenk-Unterstützung etc.) € 1000,–, Paket Premium (zu­sätzlich zu Sound und Style: Lederpolsterung, E-Fahrersitz mit Me­mory, autom. Spiegel-Ab­senkung im Retourgang etc.) € 1600,–, Metallic-Lack ab € 520,–

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