Test: VW T-Roc Cabriolet 1,0 TSI

28. Juli 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Volkswagen
Klasse:Cabrio/Roadster
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:115 PS
Testverbrauch:7,8 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:30.190 Euro

Der VW T-Roc war 2019 in Österreich das viertmeistverkaufe Auto und der ­beliebteste SUV. Rund neun Prozent der Kunden sollen in Zukunft zur Cabrio-Version ­greifen, beim getesteten Basismodell beträgt der Openair-Aufschlag satte 8000 Euro. SUV liegen nach wie vor im Trend, Autos mit aufmachbarem Dach gelten als cool – dennoch liegt der Cabrio-Anteil am Gesamtmarkt hierzulande seit Jahren bei gerade einmal 0,5 Prozent. Vielleicht ändert sich das mit der Kombination aus beiden Segmenten, ­Range Rover hatte vor ein paar Jahren mit dem teuren Evoque allerdings keinen Erfolg.

Der T-Roc ist (und bleibt) jedenfalls das einzige Stoffdach-Auto bei VW, seit der Beetle im Vorjahr und das Golf Cabrio 2016 ausgelaufen sind. Letzterer kostete zuletzt in der Basisvariante rund 2500 Euro weniger als jetzt der neue Frischluft-SUV, der freilich mehr Kofferraum und bei geschlossenem Verdeck auch mehr Kopffreiheit bietet. Außerdem zehn zusätzliche PS, was angesichts von 1,5 Tonnen Leergewicht auch nötig ist. Dass vorne nur mehr drei Zylinder arbeiten, stört bloß in Sachen Image, die Kultiviertheit des Einliter-Benziners passt. Dennoch werden laut Importeur 70 Prozent der Kunden zum 150 PS starken und 2160 Euro teureren Vierzylinder greifen.

Motor & Getriebe – Der kultivierte Dreizylinder bewegt den schweren SUV ausreichend flott, das lang übersetzte ­Getriebe lässt sich tadellos schalten. 

Fahrwerk & Traktion – Guter Kompromiss aus genug Federungskomfort und agilem Handling (ohne Tücken im Grenzbereich). Vorderräder mit der Leistung nie überfordert. Zielgenaue Lenkung, ordentliche Bremsen.

Bedienung & Multimedia – 1A-Sitzposition, keine Patzer in Sachen Ergonomie. Ärgerfreie Bedienung, das Multimediasystem hat Drehregler, dazu gibt es einige echte Knöpfe.  Ausreichend Ablagen. Schlechte Sicht nach ­hinten. Smartphone-Anbindung und induktives Handy­laden nur gegen Aufpreis.

Auf & Zu – Gute Verwindungssteifigkeit. Das ordentlich gefütterte Stoffverdeck öffnet in neun und schließt in elf Sekunden – und das bis 30 km/h. Plus: Tür-Doppelverriegelung, Zentralschalter für die Fensterheber (aber ohne One-Touch hinten). Für das 345 Euro teure Windschott gibt es eine eigene Ablage unterm Kofferraumboden.

Innen- & Kofferraum – Bis auf die mäßige Kniefreiheit hinten ­ordentliches Platzangebot. Das Gepäckabteil ist geräumig genug, aber etwas verschachtelt, ausreichend große Öffnung, aber nur kleine Durchreiche nach Umlegen der 1:1-Fondlehne.

Dran & Drin – Passable Serien-Mitgift, genug Extras, zum Teil in interessanten Paketen. Saubere Verarbeitung, ­Materialien nicht überall hochwertig. Für den Dreizylinder keine Automatik-Option.

Schutz & Sicherheit – Cabrio-üblich mit vier Airbags, dazu einige Assistenten serienmäßig, die wichtigsten Kollegen als Extras zukaufbar.

Sauber & Grün – Verbrauch im Rahmen, wenn auch ein gutes Stück über der Herstellerangabe. Start/Stopp tadellos.

Preis & Kosten – Als SUV-Cabrio konkurrenzlos, aufmachbare Viersitzer gibt es teurer & stärker (BMW 2er) oder billiger & schwächer (Fiat 500 C). Deutlich günstiger bilanziert allerdings das Mini Cabrio. Praxis-Verbrauch zu hoch. Mittelmäßiger Garantie-Umfang. Gute Werthaltung zu erwarten.

T-Roc wie gehabt: Top bei Bedienfreude und Ergonomie, kein Hit in Sachen Materialgüte.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der VW T-Roc war 2019 in Österreich das viertmeistverkaufe Auto und der ­beliebteste SUV. Rund neun Prozent der Kunden sollen in Zukunft zur Cabrio-Version ­greifen, beim getesteten Basismodell beträgt der Openair-Aufschlag satte 8000 Euro. SUV liegen nach wie vor im Trend, Autos mit aufmachbarem Dach gelten als cool – dennoch liegt der Cabrio-Anteil am Gesamtmarkt hierzulande seit Jahren bei gerade einmal 0,5 Prozent. Vielleicht ändert sich das mit der Kombination aus beiden Segmenten, ­Range Rover hatte vor ein paar Jahren mit dem teuren Evoque allerdings keinen Erfolg. Der T-Roc ist (und bleibt) jedenfalls das einzige Stoffdach-Auto bei VW, seit der Beetle im Vorjahr und das Golf Cabrio 2016 ausgelaufen sind. Letzterer kostete zuletzt in der Basisvariante rund 2500 Euro weniger als jetzt der neue Frischluft-SUV, der freilich mehr Kofferraum und bei geschlossenem Verdeck auch mehr Kopffreiheit bietet. Außerdem zehn zusätzliche PS, was angesichts von 1,5 Tonnen Leergewicht auch nötig ist. Dass vorne nur mehr drei Zylinder arbeiten, stört bloß in Sachen Image, die Kultiviertheit des Einliter-Benziners passt. Dennoch werden laut Importeur 70 Prozent der Kunden zum 150 PS starken und 2160 Euro teureren Vierzylinder greifen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der kultivierte Dreizylinder bewegt den schweren SUV ausreichend flott, das lang übersetzte ­Getriebe lässt sich tadellos schalten.  Fahrwerk & Traktion - Guter Kompromiss aus genug Federungskomfort und agilem Handling (ohne Tücken im Grenzbereich). Vorderräder mit der Leistung nie überfordert. Zielgenaue Lenkung, ordentliche Bremsen. Bedienung & Multimedia - 1A-Sitzposition, keine Patzer in Sachen Ergonomie. Ärgerfreie Bedienung, das Multimediasystem hat Drehregler, dazu gibt es einige echte Knöpfe.  Ausreichend Ablagen. Schlechte Sicht nach ­hinten. Smartphone-Anbindung und induktives Handy­laden nur gegen Aufpreis. Auf & Zu - Gute Verwindungssteifigkeit. Das ordentlich gefütterte Stoffverdeck öffnet in neun und schließt in elf Sekunden – und das bis 30 km/h. Plus: Tür-Doppelverriegelung, Zentralschalter für die Fensterheber (aber ohne One-Touch hinten). Für das 345 Euro teure Windschott gibt es eine eigene Ablage unterm Kofferraumboden. Innen- & Kofferraum - Bis auf die mäßige Kniefreiheit hinten ­ordentliches Platzangebot. Das Gepäckabteil ist geräumig genug, aber etwas verschachtelt, ausreichend große Öffnung, aber nur kleine Durchreiche nach Umlegen der 1:1-Fondlehne. Dran & Drin - Passable Serien-Mitgift, genug Extras, zum Teil in interessanten Paketen. Saubere Verarbeitung, ­Materialien nicht überall hochwertig. Für den Dreizylinder keine Automatik-Option. Schutz & Sicherheit - Cabrio-üblich mit vier Airbags, dazu einige Assistenten serienmäßig, die wichtigsten Kollegen als Extras zukaufbar. Sauber & Grün - Verbrauch im Rahmen, wenn auch ein gutes Stück über der Herstellerangabe. Start/Stopp tadellos. Preis & Kosten - Als SUV-Cabrio konkurrenzlos, aufmachbare Viersitzer gibt es teurer & stärker (BMW 2er) oder billiger & schwächer (Fiat 500 C). Deutlich günstiger bilanziert allerdings das Mini Cabrio. Praxis-Verbrauch zu hoch. Mittelmäßiger Garantie-Umfang. Gute Werthaltung zu erwarten.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1595927585402{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1595927124257{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]T-Roc wie gehabt: Top bei Bedienfreude und Ergonomie, kein Hit in Sachen Materialgüte.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb434daa-a24d"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 115 PS (85 kW) bei 5000–5500/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 2000–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4268/1811/1522…

7.5

FAZIT

Recht gelungene, weil alltagstaugliche Kombination aus Kompakt-SUV und Cabrio.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Auf & Zu
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 115 PS (85 kW) bei 5000–5500/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 2000–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4268/1811/1522 mm, Radstand 2630 mm, 4 Sitze, Wendekreis 11,1 m, Reifendim. 215/ 55 R 17 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Turanza T001 215/50 R 18), Tankinhalt 50 l, Reichweite 640 km, Kofferraumvol. 280 l, Leergew. 1487 kg, zul. Gesamtgew. 1850 kg, max. Anh.-Last 1300 kg, 0–100 km/h 11,7 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 10,2/14,8 sec, Spitze 187 km/h, Steuer (jährl.) € 453,84, Werkstätten in Österreich 257, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 6,3 l, Testverbrauch 7,8 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 143/179 g/km

Front- und vordere Kopf-/Seitenairbags, Notbrems-Assistent, Kollisions-Warner, aktiver Spurhalte-Assistent, Kurvenlicht, Ab­­standsregel-Tempomat, Müdigkeitserkennung, Berganfahrhilfe, vollautomatisches E-Verdeck, Einparkhilfe v/h, heizbare E-Außenspiegel, Innenspiegel aut. abblendend, Klimaanlage, vier E-Fensterheber, FB-Zentralsperre, Licht- und Regensensor, Nebelscheinwerfer, E-Parkbremse mit Auto Hold, Multifunktions-Lederlenkrad, Audiosystem mit 6 LS, USB-C-Slots (auch im Fond), 6,5 Zoll-Touchscreen, 17 Zoll-Alufelgen etc. 

Fahrassistenz-Paket (el. klappbare Spiegel, Auspark-Assistent, Toterwinkel-Warner) € 238,–, Fahrassistenz-Paket Plus (zusätzlich LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik) € 1454,–, Winter-Paket (heizb. Waschdüsen, Sitzheizung v) € 384,–, Komfort-Paket (zusätzlich Smartphone-Anbindung, Klimaautomatik, el. Lendenwirbelstütze v) € 982,–, LED-Scheinwerfer € 1140,–, adaptive Lenkrad-Heizung € 151,–, adaptives Fahrwerk € 1383,–, Zweizonen-Klimaautomatik € 413,– Lederausstattung € 2425,–, schlüsselloser Zugang € 398,–, Metallic-Lack ab € 607,–, Navigationssystem inkl. 8 Zoll-Touchscreen € 1013,– (induktives Handyladen dazu € 491,–, Sprachsteuerung dazu € 228,–, Soundsystem „beats“ dazu € 528,–), digitalisiertes ­Cockpit € 528,–, Anhängevorrichtung € 790,–, DAB-Tuner € 257,–, Alufelgen 18/19 Zoll ab € 504,–/894,– etc.

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