Test: Renault Mégane R.S. Trophy-R

24. Juli 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Renault
Klasse:Kompaktwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:300 PS
Testverbrauch:8,0 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:60.740 Euro

Renault setzt seine Tradition von messerscharfen Fronttrieblern fort und stellt mit dem auf 500 Stück limitierten Trophy-R wieder den schnellsten Kompaktwagen – zumindest auf der Nordschleife des Nürburgrings. Wobei er diesen Titel genau genommen nur dann tragen darf, wenn das „Rekord-Paket“ verbaut ist, das neben erweiterten Lufteinlässen auch eine Carbon-Keramik-Bremsanlage und Carbon-Felgen umfasst – so etwas hat man bei einem Kompakten noch nicht gesehen.

Die Chance, einen der Renn-Exoten ergattern zu können, ist jedoch gering. Für Österreich ist nur ein Exemplar im Rekord-Trimm bestimmt, dazu sieben weitere „normale“ Trophy-R. Es handelt sich beim flotten Franzosen hierzulande also um eine rare Erscheinung, die aber auch rare Eigenschaften besitzt: Die Motorhaube (mit Lufteinlässen aus der Raumfahrttechnik) besteht aus Carbon und Fiberglas, die Abgasanlage aus Titan.

Angetrieben wird der „R“ vom gleichen Aggregat wie der Basis-Trophy, geschaltet wird über dieselbe, etwas widerspenstige Sechsgang-Box. Die Gewichtsersparnis (je nach Ausführung bis zu 130 Kilo) ist nicht nur im Antritt deutlich merkbar: Vor allem in schnellen Kurven, in denen die ausgeklügelte Aerodynamik voll zum Tragen kommt, agiert der „R“ auf dem Niveau eines Supersportlers.

PS: Als kleines Schmankerl haben wir sogar die Formel 1-Piloten von Renault zum Trophy-R befragt. Den Bericht gibts hier.

Motor & Getriebe – Explosiver Vierzylinder-Benziner, giert trotz ­Turbo nach Drehzahl. Lineare Kraftentfaltung. Leicht hakeliges Schaltgetriebe. Rennwagen-Sound aus der heiseren Akrapovič-Abgasanlage, ­mächtiges Ballern beim Gaswegnehmen. 

Fahrwerk & Traktion – Das Gewindefahrwerk Marke Öhlins ist bei niedri­gen Geschwindigkeiten bretthart – je schneller man unterwegs ist, desto besser werden Unebenheiten verdaut. Messerscharfes Einlenkverhalten – aus Gewichtsgründen wurde die Allradlenkung aus dem Trophy entfernt, was den „R“ berechenbarer macht. Aber: Vorsicht beim Lastwechsel bei ausgeschaltetem ESP. Dank Torsen-Sperrdifferenzial 1A-Traktion aus Kurven. Direkte Lenkung, ­Brembo-Bremsen mit brachialer Verzögerung. 

Bedienung & Multimedia – Sportliche Sitzposition auf ausschließlich in der Länge verstellbaren Sabelt-Schalensitzen aus Fiberglas. Simple Bedienung des Basis-Multimediasystems, klare Instrumente. Ausreichend Ablagen. Eingeschränkte Rundumsicht, aus Gewichtsspargründen kein Heckscheibenwischer, Rückfahrkamera dafür Serie. Volle Smartphone-Anbindung.   

Innen- & Kofferraum – Gute Platzverhältnisse, die Fondbank entfällt aus Gewichtsgründen, der große Kofferraum wird von einer Domstrebe inklusive Netz begrenzt. 

Dran & Drin – Aus Sicht des Rennfahrers sehr gut bestückt: ­Gewindefahrwerk, Sperrdifferenzial, geschlitzte Bremsscheiben, Semislick-Bereifung und Sportab­gasanlage lassen keine Wünsche offen. Auch Navi­gation ist mit an Bord, ebenso Zweizonen-Klimaautomatik und schlüsselloser Zugang. Mit Ausnahme des Rekord-Pakets keine Extras.

Schutz & Sicherheit – Bis auf die üblichen Airbags, ESP und ASR sowie LED-Licht keine Sicherheits-Features an Bord.

Preis & Kosten – Ziemlich saftiger Grundpreis (18.000 Euro teurer als der Basis-Trophy), mit Rekord-Paket preislich richtig absurd. Zurzeit keine echte Konkurrenz, der letzte vergleichbare Kompaktsportler VW Golf GTI Clubsport S wurde 2017 eingestellt. Als limitiertes Modell nicht allzu schlechte Werthaltung. Dichtes Werkstattnetz, vier Jahre Garantie.

Pragmatisches, aber nicht unbequemes R-Cockpit mit Alcantara-Hülle für Volant und Sitze.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Renault setzt seine Tradition von messerscharfen Fronttrieblern fort und stellt mit dem auf 500 Stück limitierten Trophy-R wieder den schnellsten Kompaktwagen – zumindest auf der Nordschleife des Nürburgrings. Wobei er diesen Titel genau genommen nur dann tragen darf, wenn das „Rekord-Paket“ verbaut ist, das neben erweiterten Lufteinlässen auch eine Carbon-Keramik-Bremsanlage und Carbon-Felgen umfasst – so etwas hat man bei einem Kompakten noch nicht gesehen. Die Chance, einen der Renn-Exoten ergattern zu können, ist jedoch gering. Für Österreich ist nur ein Exemplar im Rekord-Trimm bestimmt, dazu sieben weitere „normale“ Trophy-R. Es handelt sich beim flotten Franzosen hierzulande also um eine rare Erscheinung, die aber auch rare Eigenschaften besitzt: Die Motorhaube (mit Lufteinlässen aus der Raumfahrttechnik) besteht aus Carbon und Fiberglas, die Abgasanlage aus Titan. Angetrieben wird der „R“ vom gleichen Aggregat wie der Basis-Trophy, geschaltet wird über dieselbe, etwas widerspenstige Sechsgang-Box. Die Gewichtsersparnis (je nach Ausführung bis zu 130 Kilo) ist nicht nur im Antritt deutlich merkbar: Vor allem in schnellen Kurven, in denen die ausgeklügelte Aerodynamik voll zum Tragen kommt, agiert der „R“ auf dem Niveau eines Supersportlers. PS: Als kleines Schmankerl haben wir sogar die Formel 1-Piloten von Renault zum Trophy-R befragt. Den Bericht gibts hier.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Explosiver Vierzylinder-Benziner, giert trotz ­Turbo nach Drehzahl. Lineare Kraftentfaltung. Leicht hakeliges Schaltgetriebe. Rennwagen-Sound aus der heiseren Akrapovič-Abgasanlage, ­mächtiges Ballern beim Gaswegnehmen.  Fahrwerk & Traktion - Das Gewindefahrwerk Marke Öhlins ist bei niedri­gen Geschwindigkeiten bretthart – je schneller man unterwegs ist, desto besser werden Unebenheiten verdaut. Messerscharfes Einlenkverhalten – aus Gewichtsgründen wurde die Allradlenkung aus dem Trophy entfernt, was den „R“ berechenbarer macht. Aber: Vorsicht beim Lastwechsel bei ausgeschaltetem ESP. Dank Torsen-Sperrdifferenzial 1A-Traktion aus Kurven. Direkte Lenkung, ­Brembo-Bremsen mit brachialer Verzögerung.  Bedienung & Multimedia - Sportliche Sitzposition auf ausschließlich in der Länge verstellbaren Sabelt-Schalensitzen aus Fiberglas. Simple Bedienung des Basis-Multimediasystems, klare Instrumente. Ausreichend Ablagen. Eingeschränkte Rundumsicht, aus Gewichtsspargründen kein Heckscheibenwischer, Rückfahrkamera dafür Serie. Volle Smartphone-Anbindung.    Innen- & Kofferraum - Gute Platzverhältnisse, die Fondbank entfällt aus Gewichtsgründen, der große Kofferraum wird von einer Domstrebe inklusive Netz begrenzt.  Dran & Drin - Aus Sicht des Rennfahrers sehr gut bestückt: ­Gewindefahrwerk, Sperrdifferenzial, geschlitzte Bremsscheiben, Semislick-Bereifung und Sportab­gasanlage lassen keine Wünsche offen. Auch Navi­gation ist mit an Bord, ebenso Zweizonen-Klimaautomatik und schlüsselloser Zugang. Mit Ausnahme des Rekord-Pakets keine Extras. Schutz & Sicherheit - Bis auf die üblichen Airbags, ESP und ASR sowie LED-Licht keine Sicherheits-Features an Bord. Preis & Kosten - Ziemlich saftiger Grundpreis (18.000 Euro teurer als der Basis-Trophy), mit Rekord-Paket preislich richtig absurd. Zurzeit keine echte Konkurrenz, der letzte vergleichbare Kompaktsportler VW Golf GTI Clubsport S wurde 2017 eingestellt. Als limitiertes Modell nicht allzu schlechte Werthaltung. Dichtes Werkstattnetz, vier Jahre Garantie.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1595508686468{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1595508012016{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Pragmatisches, aber nicht unbequemes R-Cockpit mit Alcantara-Hülle für Volant und Sitze.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb431c42-d39e"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1995 ccm, 300 PS (221 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 3200/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4364/1875/1428 mm, Radstand 2670 mm,…

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FAZIT

Radikaler, weil zweckorientierter Kompakt-Renner.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
6

R4, 16V, Turbo, 1995 ccm, 300 PS (221 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 3200/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4364/1875/1428 mm, Radstand 2670 mm, 2 Sitze, Wendekreis 11,1 m, Reifendimension 245/35 R 19 (Testwagen-Bereifung Bridge­-stone Potenza S007 R.S.), Tankinhalt 50 l, Reichweite 600 km, Kofferraumvolumen 294 l, Leergewicht (EU) 1346 kg, zul. Gesamtgewicht 1899 kg, 0–100 km/h 5,4 sec, 60–100 km/h (im 4./ 5. Gang) 4,8/6,9 sec, Spitze 262 km/h, Steuer (jährl.) € 1648,44, Werkstätten in Österreich 173, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 8,0 l, Testverbrauch 8,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 183/193 g/km

Front- und Kopf/Seitenairbags vorne, Voll-LED-Scheinwerfer, Licht- und Regensensor, Tempomat, Klimaautomatik, Audiosystem mit 6 LS und USB/AUX-Anschluss, Bluetooth für Telefon und Audio, Außenspiegel elektr. verstellbar, Innenspiegel autom. abblend., zwei E-Fensterheber, 7 Zoll-Touchscreen, Navigation, Rückfahrkamera, schlüsselloser Zugang, 19 Zoll-Aluräder, Alcantara-Lenkrad und Schalensitze, Sportfahrwerk, Sperrdifferenzial etc. 

Rekord-Paket (erweiterte Lufteinlässe, Carbon-Keramik-Bremsen, Carbon-Felgen) ca. € 30.000,–

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