Thunder Power: Taiwanesiche E-Autos

20. September 2017
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Aktuelles

Die momentan stattfindende IAA ist vor allem berühmt für die glamourösen Premieren der etablierten Hersteller. Manche exotischen Unternehmen nutzen den Autosalon aber auch als Bühne, um ihre Fahrzeuge dem europäischen Publikum zu präsentieren. So auch das taiwanesische Start-Up Thunder Power, zu deutsch: Donnerkraft – also ein Hersteller, der den Fokus auf E-Autos legt. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit dem selbstbewussten Namen in Frankfurt ausstellt.

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Schon 2015 wurde die Mittelklasse-Limousine TP-01 vorgestellt, deren überarbeitete Version zwischen zwei gänzlich neuen Fahrzeugen steht. Da wäre zum einen das schlicht Coupe genannte sportliche Derivat zur Limousine, das mit gefälligen Proportionen und flotten Fahrleistungen besticht. Das Thunder Power Coupe wird in zwei Jahren in einer Sonderserie von 488 Stück verkauft werden. Die Stückzahl ergibt sich aus der Leistung des E-Sportlers: 488 KW, also 663 PS, wird der hübsche Flachmann haben. Diese wird er über einen Allradantrieb auf den Asphalt bringen. Natürlich ist auch jede Menge Luxus an Bord, der angeblich auch an den Käufer angepasst werden soll. Über Preise wurde noch nicht gesprochen, günstig dürfte der Zweitürer aber nicht werden.

 

IAA-2017-Thunder-Power-SUV-fotoshowBig-b414842b-1117964Zweite Erweiterung im Tunder Power-Portfolio ist, wie sollte es anders sein, ein SUV. Der basiert übrigens auf der selben modularen Plattform wie Limousine und Coupe. Wie der TP-01 wurde auch der SUV mit dem Beinamen „Future Vision“ in Italien entworfen, zwar nicht von Zagato, aber ebenfalls von Menschen, die ein augenscheinlich gutes Stilempfinden haben. Auch unter der Karosserie steckt europäisches Know-How: Fahrwerk samt Mehrlenker-Aufhängung wurden ebenfalls in Italien, der Gitterrohrrahmen in Deutschland entwickelt. 430 kW, also 585 PS soll der Pseudokraxler leisten und dank 125 kWh-Akku bis zu 650 Kilometer weit fahren.

Thunder Power hat sich bisher mit Batterie- und Thermomanagement einen Namen gemacht und möchte seine Kompetenzen jetzt ausbauen. Neben einer Produktionsstätte in China sollen die taiwanesischen Saubermänner auch in Spanien montiert werden. Die Verantwortlichen nennen das Jahr 2020 als möglichen Marktstart für Limousine und SUV.

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