Neuer Trend: Reisemobil?

12. Dezember 2017
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Ob wir es wollen oder nicht – unser Auto sagt in der Regel viel über uns aus. Nur wollen eben manche, dass es richtig viel über sie aussagt … oder eben einfach besser zu ihrem Leben passt. Ich selbst kenne das Phänomen des “ich mache aus meinem Auto ein Unikat” vor allem aus der Tuning-Ecke – bin diesem selbst ab und an ein wenig verfallen. Nun allerdings rückte eine andere Facette dessen in meinen Fokus: Der Umbau von Großraumfahrzeugen.

Dann natürlich kann man in so einem normalen, mehr oder minder sportlichen PKW mit Fahrwerken, Felgen, Folie und allem darüber hinaus viel anstellen, doch erst mit mehr Platz im Innenraum werden so richtig coole Sachen möglich. Sachen, die ab und an einem Wohnraum-Umbau näher sind als klassischem Automobil-Bau. Man denke nur an den Camping-Bereich. Sicher gibt es auch hier viele Menschen, die Produkte von der Stange kaufen, doch so richtig Spaß macht es doch erst, wenn man sich aus einem Van in nicht unbedingt leichter Kleinstarbeit sein eigenes, perfektes Reich gezimmert hat. Als Beispiel darf ich dafür das aktuelle Projekt eines lieben Freundes hernehmen, der gerade in einem … keine Ahnung was das eigentlich ist, durch Neuseeland tingelt. Dabei war ihm der ranzige Teppichboden zu blöd, also wurde Hand angelegt: Laminatboden rein, Couch gebaut, Küche eingepflanzt … was nicht alles so geht, wenn man nur genug Platz hat. Schon erstaunlich.

 

Klar – gar so professionell wie bei Land Rover und Jamie Oliver und ihrem Küchen-Land Rover sieht das ganze vielleicht nicht aus – aber darum geht es beim “do it yourself” ja auch gar nicht immer. Dennoch: mein besagter Freund ist mit seiner Entscheidung weg vom PKW, hin zum Camping-Mobil bei weitem nicht allein. Der Caravaning Industrie Verband attestiert dem europäischen Markt ein stetiges Wachstum in Sachen Reisemobile. 2015 wuchs der Markt um 12,6 Prozent, 2016 waren es gar 18,3 Prozent und auch für 2017 stehen aktuell alle Zeichen auf Wachstum. In Deutschland zeichnet sich für dieses Jahr erneut ein Wachstum von rund 15 Prozent ab.

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Doch zugegeben: Dass ich hier jetzt europäische und deutsche Zahlen nenne um meine Theorie zu beweisen hat einen Grund: Während 2016 überall in Europa mehr Reisemobile als im Vorjahr gekauft wurden, hab es ein einziges, gallisches Dorf, dass sinkende Zulassungszahlen aufwies: Österreich. Ausgerechnet. Mag vielleicht auch daran liegen, dass laut Statista-Umfrage nur rund 10 Prozent der Österreicher von sich selbst behaupten, gute Heimwerker zu sein.

Wie steht es bei euch? War ein Reisemobil je Thema?