Wie wirkt sich künstliche Intelligenz auf den Automobilmarkt aus?

3. September 2021
936 Views
Aktuelles

Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist in allen Lebensbereichen auf dem Vormarsch. Dabei handelt es sich meist nicht um einen sprechenden Roboter, der nach dem Lieblingsgetränk fragt. Obwohl die Meinung über KI gespalten ist und die Angst vor bösartigen, intelligenten Maschinen besteht, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, sind dennoch viele der KI gegenüber positiv eingestellt. Sie bringt Verbesserungen in Kommunikation, Produktion und Organisation. Das erkennt auch die Autobranche immer mehr, die sich zwar zaghaft, aber stetig mit der Integration von KI auseinandersetzen muss, um im Geschäft zu bleiben.

KI für automatisiertes Fahren

Die meiste Aufmerksamkeit erhält die KI natürlich, wenn werbetauglich über selbstfahrende Autos gesprochen wird, die sich in der Umwelt zurechtfinden. Diese Entwicklungen sind aktuell absolut im Möglichen. Bosch unterrichtet zum Beispiel Autos, die mit dem KI Autocomputer ausgestattet sind in Situationswahrscheinlichkeit und im Erkennen kleinster Gegenstände. Sicheres Fahren mit Notbremsen, die von Daten aus Kameras und Sensoren gespeist werden, stehen ebenfalls auf dem Lernplan. Auch müssen die Systeme „intelligent“ genug sein, um in Ausnahmesituationen auch mal Regeln zu brechen. Beispiel: Eine Autopanne auf einer einspurigen Fahrbahn mit Sperrlinie. Jeder menschliche Pilot würde, wenn möglich, um das liegengebliebene Auto trotz Sperrlinie herumfahren, ein autonomes Fahrzeug ohne künstliche Intelligenz würde hingegen stundenlang dahinter stehenbleiben.

Diese neuen KI-Systeme sollen somit entscheidend zu Fahrsicherheit und Verkehrsfluss beitragen. Unterhaltungssoftware werden Kunden nach persönlichen Vorlieben installieren können. So sind Spieleseiten wie NetBet Österreich denkbar, die den Passagieren ein wenig Ablenkung schaffen. Programme, die während der Fahrt die jeweilige Region beschreiben oder besondere Sehenswürdigkeiten erklären, sind ebenfalls möglich. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

KI in der Autoproduktion

Für die Außenwelt ist der große Nutzen oft nicht ersichtlich, den KI in den Produktionsschleifen erzielen kann. Es gibt kaum eine andere Branche, in der die Herstellungsprozesse so stark automatisiert sind wie die Autoproduktion. Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten, mit KI die Qualität und die Effizienz noch weiter zu verbessern. Stanzen, Schneiden, Schweißen oder Lackieren wird bereits von den unterschiedlichsten Robotern ausgeführt, die jeweils für eine ganz bestimmte Aufgabe programmiert sind.

Knackpunkt Qualitätskontrolle

Die Qualitätskontrolle und das Aufspüren von kleinen Fehlern obliegt aktuell immer noch menschlichen Mitarbeitern. In dieser Hinsicht ist das menschliche Auge, obwohl nicht perfekt, derzeit noch unschlagbar. Gerade hier möchten Entwickler von Siemens ansetzen. Eine automatisierte Qualitätskontrolle könnte Kosten senken und Effizienz steigern. Für diese Anwendung muss erst einmal ein virtuelles Modell erstellt werden, das alle spezifischen Oberflächenmerkmale besitzt.

Ein intelligenter Algorithmus berechnet auf der Basis dieses Modells die optimale Kamerabahn. Neigungen und Geschwindigkeiten werden festgelegt, um störende Lichtspiegelungen am echten Fahrzeug zu vermeiden. All diese Daten werden dann in den dafür vorgesehenen Roboterarm mit Kamera übertragen.

Der Algorithmus lernt dabei immer mehr dazu. Kann über Echtbild kleinste Fehler aufspüren und ermitteln, in welchem Herstellungsabschnitt diese entstanden sind. Vor der Lackierung können bereits die kleinsten Staubkörner erkannt und entfernt werden, sodass ein Auspolieren gar nicht erst notwendig wird.

Ein Programm für alle Maschinen weltweit

Hat ein Algorithmus alle wichtigen Informationen erhalten und Abläufe erlernt, können diese Daten ohne Zeitverlust an andere Roboter übertragen werden, welche die gleiche Aufgabe erfüllen. Ob diese Roboter im gleichen Werk stehen oder in Übersee in einer Produktionsstätte ist egal, die Dateneinspeisung ist das geringste Hindernis.

Die Zukunft bleibt spannend

Die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz sind noch lange nicht ausgereizt. Intelligente Autos, die sprechen und Gefahren selbstständig berechnen, sind eine Sache. Für die Autobranche wird jedoch auch der Einsatz von KI im Herstellungsprozess immer wichtiger. Obwohl die Zunahme dieser Maßnahmen in den Produktionsstraßen noch recht langsam ist, ist der Trend nicht aufzuhalten.

Fotos: unsplash.com

Kommentar abgeben