Abgas-Skandal: auch Mazda gesteht Fehler ein

10. August 2018
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Aktuelles

Gestern sorgte ein Bericht der Nikkei Asian Review für Aufruhr in Asien und darüber hinaus: Mazda solle bei den Verbrauchs- und Abgasmessungen geschummelt haben. Heute nahm Mazda selbst in einem offiziellen Statement, das auch an den Japanischen Minister für Infrastruktur, Transport und Tourismus gesandt wurde, dazu Stellung. Weder bei den JC08 noch WLTC2 Tests während der finalen Abnahmen sei keinerlei “unsachgemäße Änderung oder Verfälschung von Testdaten” aufgefallen.

Sehr wohl entdeckte man aber Abweichungen bei den vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbögen der Prüfzyklen – also den exakten Vorgaben mit welcher Geschwindigkeit für wie lang während er Messung gefahren werden muss. Diese Abweichungen seien aber sowohl nach oben als auch nach unten ausgefallen und betrafen gerade einmal 72 der 1.472 durchgeführten Tests mit dem erwähnten, “alten” JC08 Zyklus. Die Gründe dafür seien laut Mazda zum einen eine falsche Programmierung des Testsystems und zum anderen der Einsatz von nicht ausreichend gewissenhaften Test-Inspektoren.

Von ausgewachsenem Betrug, wie ihn so manch deutscher Hersteller begangen hat, kann also nach aktuellem Stand keine Rede sein. Dennoch ist die Empörung auch in Japan groß – immerhin sind die Japaner auf ihre Genauigkeit wohl fast noch stolzer als unsere nördlichen Nachbarn. Der Minister selbst nannte den Vorfall sehr bedauerlich. Mazda hingegen hat bereits dafür gesorgt, dass die Programmierfehler behoben wurden und die Nummer an für die Tests verantwortlichen Mitarbeitern deutlich erhöht um solche Schlamperei in Zukunft zu unterbinden.