Der neue Range Rover Evoque ist da

23. November 2018
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Aktuelles

Land Rover hat die zweite Generation ihres Einstiegs-Rangies – des Range Rover Evoque – vorgestellt. Für den liegt die Latte ziemlich hoch. Nicht nur war der Vorgänger selbst sehr erfolgreich (in sieben Jahren konnten immerhin 772.096 Stück verkauft und 217 internationale Preise gewonnen werden), auch die Konkurrenz ist mittlerweile freilich zahlreicher und besser geworden. Diese soll der neue Evoque nun vor allem wieder mit klassischen Range Rover-Assets ausstechen. Heißt: Schickes, sichtlich vom Velar inspiriertes Design, viel Noblesse und High Tech im Innenraum, moderne Antriebe – jetzt auch elektrifiziert – und natürlich vermeintlich klassen-führende Offroad-Kompetenz.

Arbeiten wir uns von außen nach innen. Die schicke Außenhaut besticht nicht nur mit seiner Velar-typisch abfallenden Dachlinie, sondern auch mit besonders vielen glatten Flächen (man beachte die auch hier versenkbaren Türgriffe – erneuter Hat-Tip Richtung Velar) und gewohnt schnittig gezeichneten Scheinwerfern – jetzt mit Matrix-LED Technik. In den bulligen Radkästen finden nur bis zu 21 Zoll große Felgen Platz … wobei das wohl in Innenstädten deutlich besser ankommen wird also im Gelände. Aber wo er Evoque mehr unterwegs sein wird, muss hier eh kaum größer durchargumentiert werden, nehmen wir an.

 

Ab in den Innenraum. Auch hier: viele glatte Flächen, klare Linien und erneut viele Elemente, die der Velar erstmals mitgebracht hat: Aufklappendes Display, ein zweiter Screen für die Steuerung der Klima-Anlage und anderer Funktionen wie etwa des Allradantriebs – je nach Bedarf – inklusive kleiner Screens in den Drehreglern, die sich somit auch den Anforderungen der aktuellen Settings anpassen. Ein gutes Gefühl soll den Insassen hier auf mehrerlei Art vermittelt werden. Zum einen freilich durch die zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten und bis zu 16-fach verstellbaren Sitze, aber auch durch die optionale Verwendung von technischen Geweben statt klassischem Leder, für die zum Teil Recycling-Kunststoff benutzt werden. Zudem wartet freilich jede Menge High-Tech – und damit meinen wir nicht nur das online-fähige Infotainment-System neuster Bauart, sondern zum Beispiel auch ClearSight – einen „smarten“ Innenspiegel, der sich auf Wunsch in einen hochauflösenden Video-Bildschirm verwandelt. Falls Passagiere oder große Gegenstände also die „altmodische“ Sicht behindern, genügt ein Knopfdruck an der Unterseite des Innenspiegels und die Ansicht wechselt zum Bild der am Dach montierten, nach hinten gerichteten Kamera. Nett.

 

Auch mehr Platz soll der neue Evoque bieten. Bei quasi gleichgebliebenen Außenmaßen bietet er dank Verwendung der neuen Querplattform von Jaguar Land Rover  eine um 20 Millimeter höhere Kniefreiheit im Fond (auch der Radstand wurde länger). Zudem wurde die Ablagenanzahl und -Größe verbessert und der Kofferraum um 10% auf 591 Liter vergrößert. Letzterer ist zudem durch eine breitere Laderaumöffnung auch besser nutzbar. Die Fond-Lehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen, womit dann bis zu 1383 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung stehen.

Noch eine Stufe weiter ins Fahrzeug-Innere – also zur Technik. Unter der Haube warten zum Start drei Benzinmotoren mit je vier Zylindern, 2 Litern Hubraum, Turboaufladung und 200, 250 oder 300 PS, sowie drei 2L Turbo-Diesel Vierzylinder mit 150, 180 oder 240 PS. Durch die neue Plattform hält auch Elektrifizierung beim Evoque Einzug. Zum Marktstart wird der Evoque mit 48-Volt-Mild-Hybrid verfügbar sein – im nächsten Jahr folgt dann ein Plug-in Hybrid mit Dreizylinder-Benziner. Der Mild-Hybrid des neuen Evoque bedeutet eine Premiere für Land Rover insgesamt. Herzstück des Mild-Hybridantriebs ist ein am Motor montierter riemengetriebener Startergenerator. Fährt der Mild-Hybrid-Evoque langsamer als 17 km/h und tritt der Fahrer das Bremspedal, wird der Verbrennungsmotor automatisch abgeschaltet. Beim erneuten Anfahren und danach wird die gespeicherte Energie genutzt, um den Motor beim Beschleunigungen zu unterstützen und auf diese Weise Kraftstoff zu sparen. Der Mild-Hybrid wird im neuen Range Rover Evoque mit allen Vierzylinder-Benzin- und -Dieselmotoren kombiniert – ausgenommen das 150 PS Diesel-Einstiegsmodell mit 2WD-Antrieb und manuellem Getriebe. Alle anderen Motoren werden mit Neungang-Automatik und Allrad geliefert.

 

Natürlich versteht sich aber quasi von selbst, dass Land Rover in der Ankündigung erstmals vorwiegend über die 4WD-Modelle und somit auch die Geländegängigkeit spricht. Dabei wird nicht nur anmerkt, dass die Terrain Response 2 Steuerung aus dem „großen“ Range Rover nun auch hier Verwendung findet, sondern auch dass die Wattiefe von 500 auf 600 Millimeter erhöht wurde.

Bestellbar ist der neue Evoque ab sofort. Die Auslieferungen beginnen dann im März 2019 in Österreich. Los geht es bei 40.800 Euro – „kleinere“ Einstiegsmotoren mit drei Zylindern werden aber nächsten Jahr noch ebenso folgen, wie der bereits erwähnte Plug-in Hybrid.

Profilbild von Johannes Posch

Filme, Videospiele, Technik, Autos, Speis und Trank ... meine Interessen lesen sich wie das 1x1 der Männer-Klischees. Aber so bin ich nun mal. ;) Und das zeigt sich auch in meinem bisherigen Werdegang: Hotelfachschule, dann Videospieljournalist (übrigens bis heute: www.gamers.at), anschließend einige Jährchen bei einer Unternehmensberatung und Digital-Marketing Agentur und nun also hier, bei Alles Auto. Hier darf ich seit Mai 2015 die Geschicke von allem das "online & digital" ist lenken und gestalten ... und "nebenbei" natürlich der Redaktion mit Tests, Fahrberichten und mehr meinen Stempel aufdrücken. Und dabei bin ich natürlich auch immer für Anregungen offen. Fragen und vor allem Anregungen sind also jederzeit willkommen. :)

4 Kommentare

  1. Profilbild von Weuzi

    Von den Briten hätte ich mehr Gelassenheit gegenüber so sinnentleerter Effekthascherei wie ausfahrbare Türgriffe, nach außen laufende Blinker oder Auspuffblendenattrappen erwartet. Derartige „Gags“ passen besser zu den humorlosen Deutschen, um sich innovativ und frech zu fühlen.

  2. Profilbild von Weuzi

    PS: Auch bei der Farbauswahl ist gegenüber der ersten Serie deutsche Premiumfadesse eingezogen: außer Firenzerot darf man neben weiß und schwarz aus zahlreichen dazwischen liegenden Grautönen „wählen“. Ich bin darüber gar nicht amused.

  3. Profilbild von Rolex

    Das mit den Farben sehe ich auch so. Bei den meisten anderen gibts (neben weiß-grau-schwarz) zumindest noch ein bis zwei Blautöne. Aber gerade bei einem Briten vermisse ich einen edlen Grünton (Britisch Racing Green!), Scheint leider so was von out zu sein…
    Rolex

  4. Profilbild von Rolex

    Das mit den Farben sehe ich auch so. Bei den meisten anderen gibts (neben weiß-grau-schwarz) zumindest noch ein bis zwei Blautöne. Aber gerade bei einem Briten vermisse ich einen edlen Grünton (British Racing Green!), Scheint leider so was von out zu sein…
    Rolex

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