Die beliebtesten Elektroautos 2021

1. Oktober 2021
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Aktuelles

E-Autos und Plug-In-Hybride steigern ihre Verkaufszahlen in Österreich und Deutschland zusehends, zum ganz überwiegenden Teil sind es allerdings Firmenautos. Fast jeden Monat werden in Deutschland inzwischen über 35.000 Elektroautos neu zugelassen. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wuchs der Bestand von 2020 auf 2021 um rund 126 Prozent. Welche E-Auto-Modelle sind dabei am beliebtesten?

Auf Platz 1 in Deutschland befindet sich ein dort nicht unbedingt erwartetes Elektroauto von VW. Mit 15.471 Neuzulassungen (Jänner und Februar 2021) sichert sich der VW e-up diesen Platz. Der 83 PS starke City-Zwerg ist ab ca. 21.500 Euro erhältlich. Oder auch nicht. Denn ausgerechnet der elektrische Topseller ist derzeit aufgrund von Lieferengpässen weder in Österreich noch in Deutschland bestellbar.

Auf dem zweiten Platz liegt das Model 3 von Tesla. Das 2003 gegründete Unternehmen ist also nach wie vor auf dem Vormarsch, kein Wunder bei einem Namensgeber wie Nikola Tesla, dem genialen Elektrotechniker und Erfinder des Wechselstroms. Mit 13.719 Neuzulassungen und einer Motorleistung von 325 bis 513 PS ist die zumindest 46.000 Euro teure Kompaktlimousine nicht mehr weit entfernt von Platz 1.

Mit 12.915 Neuzulassungen landet erneut ein VW auf dem Stockerl, und zwar der ID.3. Dieses Auto ist das erste 100% als Elektroauto konzipierte Fahrzeug von VW und ist mit drei unterschiedlichen Batteriegrößen erhältlich. Der 145 bis 204 PS starke Kompaktwagen ist ab 35.000 Euro erhältlich.

Mit 9959 Neuzulassungen landet der Hyundai Kona Elektro auf Platz 4, damit ist er der beliebteste Elektro-SUV. Er bringt eine Leistung von 136 oder 204 PS, sein Preis beginnt bei 32.000 Euro.

Renault landet mit dem Zoe auf Platz fünf. Ganze 9932 Mal wurde der Kleinwagen 2021 schon zugelassen, lange Zeit lag der Zoe überhaupt auf Platz 1 der beliebtesten E-Autos. Seine Leistung beträgt 108 oder 136 PS, die Preise starten bei rund 30.000 Euro. Sämtliche hier genannten Autopreise verstehen sich vor Abzug diverser Förderungen.

In Österreich sieht die Reihung (Jänner bis August 2021) übrigens etwas anders aus, hierzulande liegt das Tesla Model 3 (2724 Neuzulassungen) vorne, gefolgt von VW ID.3 (2192 Stück), VW ID.4 (1723 Stück), Skoda Enyaq (1396 Stück) und Renault Zoe (1270 Stück).

Foto: Waldemar Brandt / unsplash.com

9 Kommentare

  1. Die Verkaufszahlen zeigen nur das dramatische Bild des „krassen Misserfolges“ der Elektroautos.
    Der e-UP ist übrigens ausverkauft.

  2. Hier zeigt sich, dass die diversen Förderungen zumindest für Unternehmen wirken und wenigstens Firmenfahrzeuge vermehrt mit E-Antrieb angeschafft werden. Ist für Firmen und auch Angestellte (0 Selbstbehalt) ja wirklich attraktiv.
    Privat überlege ich zwar durchaus, wie schon mal geschrieben, welches E-Fahrzeug für mich in Frage käme – allein das richtige Angebot gibt es nach wie vor nicht. Für einen Zweitwagen ist so ein e-Up-ähnliches Vehikel durchaus passend (nicht zu viel Leistung, Preis nach Abzug der Förderungen annehmbar). Aber für einen Erstwagen fehlt mir das Richtige – entweder zu PS-stark und zu teuer oder zu geringe Reichweite. Und bei den Plug-Ins ist es auch so, dass die meisten zu stark und zu teuer sind. Und obendrein der Kofferraum stark reduziert ist. Und der Benzintank wiederrum recht klein.

    • Klar, dass die Firmen viele E-Autos kaufen. Die bekommen ja zusätzlich zu den Förderungen noch jede Menge Flottenrabatte.
      Aber die privaten Nutzer husten (noch) auf die Karren.
      Mir würde wohl für 360 Tage im Jahr etwa eine Renault Zoe reichen.
      Am meisten würde mir noch ein Plug-in-Hybrid, der BMW 225xe, zusagen, bei dem vermutlich das Benzin im Tank sauer werden würde. 😉
      Mit dem könnte ich zumindest in den Urlaub fahren.
      Aber bei dem Modell macht es mich mißtrauisch, dass viele sehr junge Exemplare mit wenigen Kilometern praktisch zum halben Preis angeboten werden (und sich offensichtlich bei den Händlern die Reifen in den Bauch stehen).
      Trotzdem, wenn derzeit ein Autokauf anstehen würde, würde es wohl ein solcher werden.
      MfG J

  3. @Rolex, wenn ein Fahrzeugtausch derzeit nicht notwendig ist kannst du ja zuwarten. Gerade bei den Elektroautos wird sich in den kommenen Jahren noch viel tun sowohl preislich als auch was die Anzahl der Modelle anbelangt. Mittlerweile hat übrigens auch Toyota seine Meinung zu diesem Thema geändert. Du kannst also noch überlegen, ob du Teil des „krassen Misserfolges“ werden möchtest oder nicht. Bei den Firmenautos ist es so, dass der Anteil an Elektroautos derzeit über 80% liegt. Das liest sich natürlich dramatisch, zumal dann wenn man bewusst nicht erwähnt, dass der Anteil der PKW, die auf Firmen und Institutionen angemeldet werden im Jahr 2019 schon bei 66,8% gelegen ist. D.h zwei von drei Neufahrzeugen sind Firmen-PKW. Damit erklärt sich auch, warum die Regierung die Elektromobilität für Firmen stark fördert. Wenn ich möglichst schnell Verbrenner durch Elektroautos ersetzen möchte geht das am besten über diese Schiene, zumal Firmen und Institutionen ihren Fahrzeugbestand in kurzen Abständen erneuern.

    • @Mozl: dass die aktuelle Akku-Generation nur eine Brücken-Technologie ist, ist mir auch klar. Und ja, ich kann (hoffentlich) zuwarten, solange unsere beiden aktuellen Autos so brav weiterlaufen.
      @Hans: ich habe den Gebrauchtwagenmarkt aktuell nicht wirklich im Blick – aber das ist ein interessanter Hinweis. Zuletzt hat man doch gelesen, dass auch mangels Neuwagen (Lieferzeiten-Thema) die Gebraucht-Preise massiv angezogen hätten… Gut möglich, dass es beim nächsten Fahrzeug auch ein Gebrauchter sein kann.

      • @Rolex: auf willhaben findest Du 23 225xe, Baujahr 2018 oder jünger, mit weniger als 30.000 Kilometern, davon kosten nur 4 über 30.000 Euro.
        Zum Thema Brückentechnologie: ich glaub, ich habs schon mal erwähnt, ich befürchte, wenn eine bessere Akkutechnik vorhanden ist, wird diese wohl in den Schubladen einer Organisation, die das Patent darauf gekauft hat, verschimmeln.
        MfG J

  4. @Rolex, mich würde interessieren, welche Technologie für dich am anderen Ende der Brücke steht. Jene Hersteller, die angekündigt haben in Zukunft auf das BEV zu setzen forschen selbst bzw. lassen in Richtung Feststoffbatterie forschen. Da kann man glaube ich aber erst gegen Ende dieses Jahrzehntes mit kaufbaren Ergebnissen rechnen. Bis dahin liegt der Hauptaugenmerk darauf, die Erzeugungskosten zu senken. Deshalb, lieber Johann, musst du dir auch keine Sorgen machen, dass große Durchbrüche in der Batterietechnologie nicht marktfähig werden. Im Gegensatz zu früher arbeiten große Hersteller, wie etwa VW, direkt an der Entwicklung, weil sie die Batterien in Zukunft auch selbst herstellen werden.

  5. @Mozl, ich weiß es natürlich auch nicht, was sich dann letztlich durchsetzen wird, Fakt ist, dass aber nicht nur die Autohersteller sondern auch andere Firmen wie auch Institute intensiv forschen und entwickeln, um Alternativen zu Lithium-basierten Technologien sowie welche mit höherer Energiedichte zu finden. Ich gebe Dir Recht, dass hier wohl noch Jahrzehnte vergehen, bis sich ein neuer „Standard“ herauskristallisiert haben wird, aber ich würde doch damit rechnen, dass schon in 3-5 Jahren bessere Akkus (selbst wenn noch mit Lithium) am Markt sein werden – zu womöglich niedrigeren Preisen. Ist aber zugegeben mehr Hoffnung auf den Erfolg der Forschung sowie marktwirtschaftlichen Einfluss (Stückzahlen, Konkurrenz) als fundierte Analyse.

  6. Ich glaube, die ganze Debatte über Elektromobilität wird sich erübrigen, wenn die ersten Blackouts tatsächlich kommen und der liebe Strom aus der Steckdose rationiert wird. Weil weder Polen mit seinen Kohlekraftwerken noch Frankreich mit seinem Atomstrom den Ausfall des deutschen Atom- und Kohlestroms ab 2025 wettmachen können. Das wird schon ohne Batterieautos ein echtes Problem, es sei denn die Deutschen denken doch um, verschieben den Ausstieg und bauen Gaskraftwerke im Akkord.

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