Die besten Möglichkeiten, Fahrräder mit dem Auto zu transportieren

20. Oktober 2021
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Aktuelles

Viele Österreicher verbringen ihren Urlaub oder ihr Wochenende gerne aktiv beim Wandern oder Fahrradfahren. Mit den Alpen vor der Haustür oder der guten Infrastruktur zu Nachbarländern, lohnt es sich besonders, das Fahrrad (aktuell ist es meist ein E-Bike) mit in den Urlaub zu nehmen. Denn neue Umgebungen lassen sich am besten zu Fuß oder mit dem beliebten Drahtesel erkunden. Das häufigste Problem ist jedoch der Platz im Auto, schließlich müssen neben den Fahrrädern auch die Gepäckstücke verstaut werden. Wir verraten Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, verschiedene Arten und Größen von Fahrrädern mit dem Auto zu transportieren.

1.   Heckträger

Besonders praktisch und daher beliebt sind sogenannte Heckträger. Diese lassen sich an der Kofferraumklappe des Autos befestigen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Anhängerkupplung am Fahrzeug, da sich das Hauptgewicht von Träger und Fahrrädern auf diese stützt. Je nach Größe des Heckträgers können so zwischen zwei und vier Fahrrädern gleichzeitig befestigt und transportiert werden. Besonders praktisch ist die einfache Handhabung dieser Art von Träger, da die Fahrräder weder auf das Dach gehoben noch umständlich in den Kofferraum gelegt werden müssen.

Diese Variante ist nach Informationen eines Sprechers von adviesjagers.nl auch in den Niederlanden sehr beliebt. Da das Fahrradfahren hier ein Teil der Kultur ist und so gut wie alle Holländer Wege mit dem Fahrrad zurücklegen, kaufen viele Autobesitzer aus den Niederlanden zu ihrem Auto direkt einen Fahrradträger. Diese werden von Rennradfahrern unter anderem auch regelmäßig genutzt, um Höhentrainings in den österreichischen Alpen absolvieren zu können.

2.   Dachträger

Eine ebenfalls sichere Variante, Fahrräder zu transportieren, ist der Dachträger. Dieser kann jedoch nur auf Autodächern mit Dachreling samt einem vom Hersteller freigegebenen Trägersystem befestigt werden. Dabei muss auf die zulässige Traglast des Autodaches geachtet werden, weshalb sich diese Variante selten für mehrere schwere Fahrradmodelle wie beispielsweise E-Bikes eignet.

Grundsätzlich bieten Dachträger die Möglichkeit, während der Reise leichter an den Kofferraum zu gelangen als ein Heckträger. Jedoch ist hier sowohl die Beladung des Trägers als auch die Befestigung der Fahrräder etwas komplizierter. Zudem kann man die Fahrräder auf dem Dach nicht sehen, weshalb die Gefahr besteht, diese zwischendurch zu vergessen. Bei der Einfahrt in Tiefgaragen und Parkhäuser oder der Durchfahrt unter niedrigen Brücken sowie Tunneln blieb deshalb schon so mancher hängen und hat Schäden an Fahrrädern und Auto verursacht. Aus diesem Grund ist mit Dachträgern besondere Vorsicht geboten.

3.   Fahrradträger im Innenraum

Personen, die ausreichend Platz im Auto haben (Van, Kleinbus) und ihr Fahrrad lieber im Innenraum des Fahrzeugs transportieren möchten, können auch auf einen Innenraum-Fahrradträger zurückgreifen. Dieser wird an den Gepäckraumleisten im Kofferraum des Fahrzeugs oder an der Verankerung von ausgebauten Sitzen befestigt. Allerdings sind solche Innenraum-Fahrradträger meist nur für sehr große Autos wie Vans, Kleinbusse oder manche SUV der Oberklasse erhältlich.

Für den Transport mit dieser Variante muss bei jedem Fahrrad üblicherweise das Vorderrad abmontiert werden, um es richtig befestigen zu können. Da fast alle Fahrräder über Schnellverschlüsse verfügen, gelingt das binnen weniger Sekunden und ohne Werkzeug. Dennoch: Dieser Fahrradträger lohnt sich vor allem für Tagestouren in der näheren Umgebung. Für längere Reisen, auf denen zusätzlich Gepäck im Kofferraum verstaut werden muss, ist diese Methode eher ungeeignet.

Foto: Viktor Bystrov / unsplash.com

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