Erster Test: Neuer Renault Captur

29. Dezember 2019
3.335 Views
Aktuelles

So schnell kann’s gehen: 2013 war der Renault Captur als SUV-Crossover im B-Segment fast allein auf weiter Flur, heute muss er sich dort mit gut zwanzig Mitbewerbern messen, allen voran die Modelle aus dem VW-Konzern. Generation zwei legt daher zielbewusst dort nach, wo die ihre Schwachstelle haben: Beim Interieur und der Materialqualität im Innenraum – Stichwort deutsche Hartplastik-Renaissance.

Der neue Captur wächst also nicht nur um gut elf Zentimeter in eine neue Größenklasse, er lässt sich auch innen optional zum Premium-Kompakten aufrüsten: Softtouch-Oberflächen rundum sind serienmäßig, bereits ab der zweiten Ausstattungsstufe ist das Armaturenbrett in edle Stoffbezüge gehüllt, in der Top-Variante namens Initiale Paris sogar mit Holz und Leder bestückt.

Bei der Elektronik hat Renault mit einem optionalen Digital-Cockpit und dem bis zu 9,3 Zoll großen Multimedia-Monitor ordentlich aufgerüstet. Software-Updates werden auto­matisch online eingespielt und sind in den ersten drei Jahren kostenfrei.

Die Benziner-Palette reicht von 100 bis 155 PS, ein Plug In Hybrid mit 160 Pferden, davon 67 aus dem E-Motor, wird in der ersten Jahreshälfte 2020 nachgereicht. Nur ein Diesel zu 115 PS ist im Angebot, auf Wunsch, wie auch der mittlere Benziner, mit dem Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebe kombiniert.

Bei Handling und Wendigkeit hat der Captur gegenüber seinem Vorgänger merkbar an Qualität gewonnen, ebenso beim Fahrkomfort und den Abrollgeräuschen, die auch mit 18 Zoll-Bereifung tadellos bleiben. Die 130 PS-Variante verdient sich mit der sauber abgestimmten, präzise geführten Schaltung das Prädikat empfehlenswert, im 155 PS-Modell ist die Automatik zwischendurch zu sehr um komfortable Schaltvorgänge bemüht, was zumindest subjektiv einen Teil der Mehrleistung schluckt. Bei allen Versionen erwähnenswert ist die präzise, sehr direkte und nicht zu leicht­gängige Lenkung.

Verkaufsstart für den französischen Nobel-Kompakt-Crossover erfolgt im Jänner 2020 bei der Österreich-Präsentation auf der Vienna Autoshow, gegenüber dem Vorgänger legten die Preise leicht zu.

Daten & Fakten

Basispreis in € 18.340,–
Zyl./Ventile pro Zyl. 3 /4
Hubraum in ccm 999
PS/kW bei U/min 100/74 bei 5000
Nm bei U/min 160 bei 2750
Getriebe 5-Gang, manuell
L/B/H, Radst. in mm 4230/1800/1580, 2640
Kofferraum/Tank in l 422/536–1275 / 48
Leergewicht in kg 1391
0–100 km/h in sec 13,3
Spitze in km/h 173
Normverbrauch in l (Mix) 5,3
CO2-Ausstoß in g/km 121
Basispreis in € 22.690,– (26.590,–)
Zyl./Ventile pro Zyl. 4/4
Hubraum in ccm 1333
PS/kW bei U/min 130/96 bei 5000
Nm bei U/min 240 bei 1600
Getriebe 6-Gang, manuell (7-Gang-Doppelkupplung)
L/B/H, Radst. in mm 4230/1800/1580, 2640
Kofferraum/Tank in l 422/536–1275 / 48
Leergewicht in kg 1415 (1426)
0–100 km/h in sec 10,2 (9,6)
Spitze in km/h 200 (193)
Normverbrauch in l (Mix) 5,6 (5,5)
CO2-Ausstoß in g/km 128 (125)

Abweichende Werte in Klammer für Version mit Doppelkupplungs-Getriebe

Basispreis in € 27.790,–
Zyl./Ventile pro Zyl. 4/4
Hubraum in ccm 133
PS/kW bei U/min 155/113 bei 5500
Nm bei U/min 270 bei 1800
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung
L/B/H, Radst. in mm 4230/1800/1580, 2640
Kofferraum/Tank in l 422/536–1275 / 48
Leergewicht in kg 1451
0–100 km/h in sec 8,6
Spitze in km/h 202
Normverbrauch in l (Mix) 5,7
CO2-Ausstoß in g/km 129

 

Basispreis in € k.A. (26.290,–)
Zyl./Ventile pro Zyl. 4/4
Hubraum in ccm 1461
PS/kW bei U/min 115/85 bei 3750
Nm bei U/min 260 bei 2000
Getriebe 6-Gang, man. (7-Gang-Doppelkupplung)
L/B/H, Radst. in mm 4230/1800/1580, 2640
Kofferraum/Tank in l 406/520–1275 / 46
Leergewicht in kg 1490 (1517)
0–100 km/h in sec 11,9 (11,0)
Spitze in km/h 187 (186)
Normverbrauch in l (Mix) 4,2 (4,1)
CO2-Ausstoß in g/km 111 (108)

Abweichende Werte in Klammer für Version mit Doppelkupplungs-Getriebe

1 Kommentare

  1. Sehr schönes Auto, keine Frage.
    Aber wenn man es mit angemessener Motorisierung und vor allem mit Automatik (bzw. DKG) möchte, hat es sich schnell ausgekampfpreist. 😉
    MfG J

Kommentar abgeben