Exklusive Einblicke: Aston Martin Valhalla

5. November 2021
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Aktuelles

Bei Aston Martin weht ein frischen Wind. Zuletzt wurde ordentlich in die britische Sportwagen-Schmiede investiert. Der zukünftige Erfolg (sowohl auf der Straße, als auch auf der Rennstrecke) soll auf drei Säulen basieren: dem neuen Management unter der Führung des ehemaligen Mercedes-AMG-Boss Tobias Moers, den finanziellen Mitteln von Multimilliardär Lawrence Stroll und der Technologie von Partner Mercedes-Benz.

 

Darüber, dass die der Marken-Tradition entsprechenden, klassischen Sportwagen und GT-Autos nicht mehr so ziehen wie früher, ist man sich bei Aston Martin im Klaren. Vor rund zwei Jahren wurde der erste SUV namens DBX vorgestellt, zwischenzeitlich folgten Sondermodelle wie der V12 Speedster (700 PS) oder auch der Valkyrie (1176 PS). Letzterer war der erste Mittelmotor-Sportler der Marke und trotz eines Preises von über drei Millionen Euro prompt ausverkauft – es gab allerdings auch nur 175 Stück zu erwerben. Die Lehren daraus: Die oberen Zehntausend wollen mehr, es gibt heute eine größere Nachfrage an Hypercars als jemals zu zuvor. Warum also nicht einen drauf legen?

There you go! Aston Martin hat ALLES AUTO exklusive Einblicke in das nächste große Projekt gegeben. Getauft wurde der neue Wagen auf den Namen Valhalla. Er soll auf 999 Stück limitiert sein (Bauzeitraum: zwei Jahre) und ohne Steuern 700.000 Euro kosten. Angetrieben wird der Sportler von einem 750 PS  starken Vierliter-AMG-V8 mit flacher Kurbelwelle (ähnlich dem Aggregat im Mercedes-AMG GT Black Series) und zwei Elektro-Motoren. Diese können ihre Kraft variabel an beide Achsen abgeben. Im Verbund werden bis zu 950 PS freigegeben, das Drehmoment beträgt bis zu 1000 Newtonmetern. Die Gänge werden von einem Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gänge verwaltet. Nachdem es sich um einen Plug-In-Hybrid handelt, können bis zu 15 Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden. Trocken soll das Auto weniger als 1550 Kilo wiegen.

 

Insgesamt erinnert das Konzept stark an das des Ferrari SF90, der Aston ist aber nicht nur exklusiver, sondern deutlich radikaler ausgelegt, wie die weiteren Highlights versprechen: Die Auspuffe zeigen nach schräg oben, die Sitze sind fix mit den Chassis verbunden, der Kern des Wagen ist ein Karbon-Monocoque, bei rund 240 km/h werden 600 kg Downforce generiert und die angestrebte Zeit für die Umrundung der Nürburgring-Nordschleife beträgt unter 6 Minuten und 30 Sekunden ( zum Vergleich: Motor-Spender AMG GT Black Series kommt mit „nur“ 400 kg Downforce und braucht 6:48 um den Ring).

 

Obwohl bei einem modernen Hypercar die Symbiose aus grenzenloser (und somit kaum je ausfahrbarer) Leistung und unkomplizierter Nutzung angestrebt wird, hat der Valhalla übrigens keinen Kofferraum. Sollte man dann doch einen Roadtrip oder einen Ausflug zur Rennstrecke machen machen wollen, muss eben standesgemäß ein DBX als Unterstützung-Fahrzeug herhalten. Der ist im Kaufpreis zwar nicht inkludiert, mit 255.607 Euro im Vergleich aber fast ein Schnäppchen.

Fotos: Martin Kubanka

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