Puristisch und rar: Aston Martin V12 Speedster

9. Oktober 2020
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Aktuelles

Der V12 Speedster, von dem lediglich 88 Stück aufgelegt werden sollen, nutzt die neueste Aluminium-Architektur von Aston Martin und verwendet Elemente aus den Modellreihen DBS Superleggera und Vantage. Neben Doppelquerlenker-Vorderachse, Mehrlenker-Hinterradaufhängung und einer adaptiven Dämpfung in den Modi Sport, Sport+ und Track profitiert der V12 Speedster auch von serienmäßigen 21-Zoll-Leichtmetallrädern mit Zentralverschluss. Carbon-Keramik-Bremsen von 410 mm an der Vorderachse und 360 mm an der Hinterachse gehören ebenfalls zur Serienausstattung wie Alu-Chassis und Kohlefaser-Karosserie.

Der V12 Speedster wird von einem 5,2-Liter-V12 mit einer Spitzenleistung von 700 PS und einem Drehmoment von 753 Nm angetrieben. Der aus Leichtmetall gefertigte 48-Ventil-Motor mit vier Nockenwellen ist mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF verbunden, das die Hinterräder antreibt. Der V12 Speedster beschleunigt in 3,5 Sekunden auf 100 und weiter bis zur begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h.

Um den Motor mit entsprechender Akustik zu versehen, haben die Ingenieure ein maßgeschneidertes Edelstahl-Abgassystem entwickelt, das zentral in die Diffusoroberfläche am Heck des Autos mündet und für einen sehr charakteristischen Sound aus dem Antriebsstrang sorgt. Matt Becker, Chefingenieur von Aston Martin, sagt: „Der V12 Speedster bietet puren Fahrspaß. Das vollständig offene Auto verleiht dem Fahrerlebnis eine neue Dimension.“

 

Miles Nurnberger, Designdirektor von Aston Martin Lagonda: „Beim V12 Speedster haben wir in unsere Vergangenheit geschaut, um uns inspirieren zu lassen. Es gibt eine klare Linie zwischen dem DBR1, Le Mans-Sieger von 1959, und dem CC100 Speedster Concept aus dem Jahr 2013. Auch ein bisschen DB3S aus dem Jahr 1953 ist im Mittelteil dabei.“ Nurnberger fügt hinzu: „Kein Dach oder Bildschirm, ein großer Motor, niedrig, mit breiten Schultern und einer Wirbelsäule, die Fahrer und Beifahrer trennt. Das flache Heck kontrastiert mit dem großen Kühlergrill und dem Nasenloch der Motorhaube. Ein netter visueller Trick, um Platz für den V12 zu gewinnen.“

Die Innenausstattung verwendet eine Mischung aus traditionellen und modernen Materialien. Strukturelle satinierte Kohlefaser im Kontrast zu traditionellem handgefertigtem Sattelleder, Chrom, Aluminium und sogar 3D-bedrucktem Gummi. Optisch und physisch reduziert der Innenraum Masse für einen schlankeren, effizienten Stil, der jedoch alle Emotionen und die Handwerkskunst bewahrt, für die Aston Martin bekannt ist. Vor dem Passagier befindet sich eine abnehmbare Ledertasche anstelle eines herkömmlichen Handschuhfachs, während unter den hinteren Buckeln zusätzlicher Stauraum für Gepäck vorhanden ist.

Bestellungen für den V12 Speedster werden ab sofort entgegengenommen. Die Preisliste beginnt bei ziemlich heftigen 765.000 Pfund, immerhin inklusive englischer Steuern. Auslieferungen werden voraussichtlich im ersten Quartal 2021 beginnen.

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