Großer Test: Toyota Yaris Cross 1.5 Hybrid AWD-i Premiere Edition

14. März 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Toyota
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:116 PS
Testverbrauch:5,2 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:35.990 Euro

Zur Markteinführung des Yaris Cross ist mit der „Premiere Edition“ eine zeitlich begrenzte Sonderversion erhältlich, die praktisch alles an Bord hat, was ein City-SUV bieten kann. Das beginnt bei Matrix-LED-Licht, geht über das volle Assistenz-Paket samt Spurführung und endet beim neuen Multimediasystem inklusive Premium-Soundan­lage. Damit rangiert der Japaner im Segment beinahe allein auf weiter Flur. Außerdem: Zu haben ist das Cross-Flaggschiff ausschließlich mit Hybrid-Motorisierung und Allradantrieb. 

Widmen wir uns also eben diesem Antrieb: Toyota kombiniert Marken-typisch einen Saugbenziner (hier einen Dreizylinder) mit zwei Elektro-Motoren. Der Verbrenner leistet 92 PS, das vordere E-Aggregat beinahe gleich viel. Bei der Allrad-Version (regulär nur für die zwei besseren Ausstattungs-Varianten erhältlich) sitzt zusätzlich ein nur 5,3 PS starkes, aber kurz übersetztes Strom-Aggregat an der Hinterachse. Das unterstützt beim Anfahren und auf rutschigem Untergrund, schaltet sich aber spätestens bei 70 km/h wieder ab. 

In Sachen Traktion kann man dem Verbund nichts vorwerfen: Sollte man tatsächlich auf Schnee oder losem Terrain unterwegs sein, kann man zusätzlich noch über einen Drehregler zwischen den Sitzen speziell abgestimmte Fahr-Modi aktivieren, ein Sport- sowie ein Eco-Programm sind ebenfalls verfügbar. 

Außerdem positiv zu vermerken: In der Stadt ist der Hochbau-Yaris ziemlich sparsam, meist stand hier bei der Verbrauchsanzeige ein Vierer vor dem Komma. Sobald man allerdings auf Leistung angewiesen ist (beispielsweise auf der Autobahn oder beim Überholen überland), verlässt der Hybrid-Antrieb seine Komfort-Zone. Das macht sich einerseits akustisch (das stufenlose Getriebe veranlasst kons-tant hohe Drehzahlen) und andererseits mit entsprechend hohem Verbrauch bemerkbar. 

Ebenso suboptimal für die Langstrecke: Mit nur 36 Litern ist der Kraftstoffbehälter relativ klein geraten und zwingt so zu oftmaligem Ansteuern von Tankstellen. Immerhin: Mit weniger als 90 Euro motorbezogener Steuer pro Jahr ist der Top-Antrieb sehr günstig im Unterhalt. 

Fazit: Als praktischer Alltagsbegleiter, als komfortables Kinder-Shuttle und als leicht offroadtaugliches Ausflugs-Auto eignet sich der Yaris Cross hervorragend, voll besetzte Urlaubsreisen sollte man sich allerdings zweimal überlegen. 

Motor & Getriebe – Der eineinhalb Liter große Dreizylinder-Saugbenziner geht weitgehend kultiviert ans Werk, dreht bei forscher Leistungsabfrage eifrig hoch, wird dabei aber recht laut. Im Verbund mit den beiden Elektromotoren nicht übermäßig, aber dennoch ausreichend kräftig. Das stufenlose Getriebe zeigt feine Dosierbarkeit beim Anfahren und somit auch beim Rangieren. 

Fahrwerk & Traktion – Die Grundabstimmung fällt komfortabel, aber keinesfalls schwammig aus (Allrad-Version mit hochwertiger Doppelquerlenker-Hinterachse). ESP & Co. greifen im Notfall sanft ein, im Grenzbereich kontrollierbares Untersteuern. Die Lenkung fällt einigermaßen
direkt und dabei sehr feinfühlig aus, die Bremsen packen bei ­Bedarf tadellos zu und sind Hybrid-untypisch fein zu dosieren. Dank elektrischer Hinterachse Top-Traktion.

Bedienung & Multimedia – Die Sitzposition geht grundsätzlich in Ordnung, je nach Fahrer-Statur wird es aber bei den Knien recht eng. Das komfortable Gestühl bietet genügend Seitenhalt. Bedienung leicht erlernbar (auch dank logisch aufgebautem Touchscreen-Multimediasystem). Statt einem Drehregler stehen für die Lautstärke Druckknöpfe (+/-) ­parat, die Klimasteuerung erfolgt konventionell. Eher simple Sprach­steuerung. Apple CarPlay geht auch ohne Kabel, eine induktive Handyladestation ist an Bord. Relativ kleiner Tank, passable Rundumsicht (Rückfahrkamera Serie), ausreichend Ablagen. 

Innen- & Kofferraum – In Sachen Kopffreiheit tadellos, bei den Ellbogen wird es schon enger. Vorne wie hinten mit eher wenig Spielraum für die Knie, immerhin gibt es in beiden Reihen eine Armauflage (im Fond in Kombination mit einer Skidurchreiche). Der Kofferraum fällt zwar nicht üppig aus (77 Liter kleiner beim Allradler), ist aber gut nutzbar. Zudem bleibt der Ladeboden auch nach dem Umlegen der 2:1-Fondlehnen einigermaßen eben, darunter kleines Kellerfach. Elektrisch schwingende Heckklappe – langsam, aber mit Sensor-Steuerung.

Dran & Drin – Die Top-Version „Premiere Edition“ ist übervoll ausgestattet und bietet für nochmals 2480 Euro Aufpreis zum „Elegant“ 18 Zoll-Aluräder, das große Multimedia-System, Headup-Display, HiFi-Sound, Teilleder-Ausstattung und E-Heckklappe. Allrad gibt es als 2700 Euro-Option erst ab der vierthöchsten (von fünf) Ausstattungsstufen. Solide verarbeitet, für die Klasse hochwertige Materialien.

Schutz & Sicherheit – Testwagen mit übervoller Sicherheitsausstattung, als Highlights glänzen Matrix-LED-Licht, Spurfolge- und Stau-Assistent sowie Querverkehrs-Warner. Schon im Basis-Trimm „City“ Tempomat und Spurhalte-Assistent sowie LED-Tagfahrlicht. Übliches Luft­polster-Aufgebot inklusive Zentral-Airbag. 

Preis & Kosten – Keineswegs billig, aber im Segment als übervoll ausgestatteter Hybrid-Allradler konkurrenzlos. Günstiger & größer, wenn auch nicht so luxuriös: Suzuki SX4 S-Cross. Drei Jahre Garantie (bis 100.000 Ki­­lometer), auf bis zu zehn Jahre erweiterbar. Für die verpflichten­de Jahres-Inspektion stehen massig Service-Betriebe zur Verfügung. Niedriger Verbrauch, günstiger Unterhalt, gute Werthaltung.

Ein Mix aus gewohnter Toyota-Bedienung und neuem Multimediasystem – es dauert nicht lange, sich hier zurecht zu finden. Dekor-Elemente passend zur Außenfarbe

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7.4

FAZIT

Top-Ausstattung und Allrad-Option, das Ganze verpackt in flotter Optik – ein ansprechender City-SUV.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R3, 12V, 1490 ccm, 92 PS (68 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 120 Nm bei 3600–4800/min, E-Motor v: 80 PS (59 kW) bzw. 141 Nm, E-Motor h: 5,3 PS (3,9 kW) bzw. 52 Nm, Systemleistung 116 PS (85 kW), Akku 1,0 kWh, stufenlose Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4180/ 1765/1595 mm, Radstand 2560 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 215/50 R 18, Tankinhalt 36 l, Reichweite 700 km, Kofferraumvolumen 320–1020 l, Leergewicht (EU) 1260 kg, zul. Gesamtgewicht 1775 kg, max. Anh.-Last 750 kg, 0–100 km/h 11,8 sec, Spitze 170 km/h, Steuer (jährl.) € 86,40, Werkstätten in Österreich 141, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 4,7 l, Testverbrauch 5,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 107/120 g/km 

sechs Airbags plus Zentral-Airbag, Notbrems-Assistent mit Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung, Spurhalte-, Spurfolge- und Stauassistent, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Adaptiv-Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, Parksensoren v+h mit aut. Brems-Funktion, Licht-, Regen- und Fernlichtsensor, Bergabfahrhilfe, Headup-Display, Rückfahrkamera, el. klappbare Außenspiegel, Matrix-LED-Scheinwerfer, Multimediasystem mit Navigation und 9 Zoll-Touchscreen, DAB-Tuner, Sprachsteuerung, JBL-Soundsystem mit 8 LS, Apple CarPlay (kabellos) & Android Auto, induktives Smartphone-Laden, Teillederpolsterung, Zweizonen-Klimaautomatik, Sitzheizung v, Lenkradheizung, E-Heckklappe mit Sensor-Steuerung, abgedunkelte Fondscheiben, schlüsselloser Zugang, Aluräder 18 Zoll, Zweifarben-Metallic-Lack etc.

keine