IONIQ 5 – erstes Elektroauto der Hyundai-Submarke

23. Februar 2021
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Aktuelles

Für das Styling des IONIQ 5 griff das Team um Hyundai-Chefdesigner Peter Schreyer tief in die Trickkiste: Aufgrund seiner gedrungenen Proportionen, der kurzen Überhänge und dem extrem langen Radstand (drei Meter!) wirkt der kantig und klar gezeichnete Stromer wie ein kompakter Fünftürer der Golfklasse. Tatsächlich ist er aber ein ganz schöner Brocken: Mit einer Länge von 4,64 Meter, einer Breite von 1,89 Meter und einer Höhe von 1,61 Meter liegt sein Platzangebot in der geräumigen Grauzone zwischen SUV und Großraumkombi.

Dazu bietet er ein ähnlich beeindruckendes Kofferraumvolumen von 531 Litern, das bei vollständig umgeklappten Sitzen der zweiten Reihe auf fast 1.600 Liter erweiterbar ist. Für zusätzliche Flexibilität können die Sitze der zweiten Reihe fast 14 Zentimeter nach vorne geschoben und im Verhältnis 2:1 umgeklappt werden. Weiteren Stauraum (z.B. Ladekabel) bringt der vordere Kofferraum mit 57 Litern Fassungsvermögen.

Das optionale Panoramadach des IONIQ 5 verleiht dem Innenraum ein Gefühl von Offenheit, da der Dachhimmel aus einer einzigen großen Glasfläche ohne Stützmaterialien besteht. Dieses Solardach unterstützt die elektrische Energiequelle des Fahrzeugs, indem es die Energie aufnimmt und an das Batteriepaket weiterleitet, wodurch die Kraftstoffeffizienz verbessert wird. Das Solardach kann bei längerem  Stillstand auch die Entladung der Batterie minimieren.

Beim IONIQ 5 kann man zwischen zwei Batterieoptionen (58 kWh bzw. 72,6 kWh) und zwei Antriebsvarianten (Hinterradantrieb mit Heckmotor bzw. Allradantrieb mit zwei Motoren) wählen. Topmodell ist der Allradler in Kombination mit der großen Batterie, der 225 kW (306 PS) und 605 Nm Drehmoment bietet. In dieser Konfiguration wird der Sprint von 0-100 km/h in 5,2 Sekunden abgehakt.

Die Version mit 160 kW-Heckmotor (218 PS) liefert 350 Nm Drehmoment und Heckantrieb (2WD) und ermöglicht eine maximale Reichweite von 480 Kilometer nach WLTP-Norm. In Verbindung mit der 72,6 kWh-Batterie beschleunigt diese Einheit in 7,4 Sekunden von 0-100 km/h.

An einer 350 kW-Schnellladestation kann der IONIQ 5 in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Oder andersrum: Man muss dort nur fünf Minuten laden, um eine Reichweite von 100 km nach WLTP zu erzielen. 350 kW-Stationen sind allerdings noch eine Rarität, bei handelsüblichen 50 kW-Schnellladestationen dauert der Ladevorgang auf 80 Prozent zwischen einer und eineinhalb Stunden.

Die Preisliste für Österreich wird in der Woche ab 8. März veröffentlicht. Die ersten Fahrzeuge treffen voraussichtlich im Sommer 2021 bei den österreichischen Hyundai-Händlern ein. Nach der Einführung des IONIQ 5 wird Hyundai sein Angebot an Elektrofahrzeugen um die Limousine IONIQ 6 und den großen SUV IONIQ 7 erweitern. Entsprechende Kia-Modelle sind ebenfalls in der Pipeline.

2 Kommentare

  1. Ihr sagt es: beim ersten Anblick hätte ich das auch für einen Golf-Klassler gehalten.
    Echt gelungenes Design! Vor allem die Front mit dem schmalen Kühler (ähnlich wie beim neuen Opel Mokka!) gefällt mir ausgesprochen gut (ganz im Gegensatz zu aktuellen BMWs und ähnlichen Großmaul-Gefährten)!

  2. Möchte nicht wissen, was das Ding kosten wird.
    Das Teil rechts vom Fahrersitz im dritten Bild sieht aus wie der Unterteil meines Papiershredders. 😉
    MfG J

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