Lamborghini Huracan Evo vorgestellt: Facelift des V10-Bullen

7. Januar 2019
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Aktuelles

Hinter dem klingenden Beinamen „evo“ steckt beim Lamborghini Huracan EVO nichts anderes als ein Facelift zur Mitte seiner Lebenszeit, das den kleinen Bruder des Aventador in gleich mehrerlei Hinsicht anständig aufpeppt. Neben neuen Finessen in der Außenhaut, wurde auch im Cockpit und unter der Haube anständig Hand angelegt.

Beginnen wir beim Herzstück des Huracan: Der 5,2 Liter V10 ist jetzt 630 PS und 600 Newtonmeter stark (hat also die selbe Power im Gepäck wie beim Huracan Performante) und katapultiert den „nur“ 1422 Kilogramm schweren Wagen somit aus dem Stand in 2,9 Sekunden auf Tempo 100 – das ist um 0,3 Sekunden schneller als vor dem Facelift. Highspeed? Über 325 km/h. Zudem sorgten die Ingenieure dafür, dass der Huracan nicht nur beim GErausfahren, sondern auch in Kurven schneller wurde: eine neue Hinterachslenkung und Allrad-Torque-Vectoring sollen das sicher stellen. Zudem wurde das adaptive Fahrwerk und der Allradanrieb verbessert. Nett.

 

Passend zur Performance wurde auch der Look nachgeschärft – wenn auch nur recht dezent. Bei der Front wartet ein etwas aggressiverer Splitter, im Heck wurde die Abgasanlagenpositionierung der des Performante angepasst und die Diffusor-Konstruktion verbessert. In der Seitenperspektive fallen neben den schicken neuen 20-Zöllern die etwas anderen Lufteinlässe auf.

Innen sind die Veränderungen leichter zu bemerken. Die Mittelkonsole wurden deutlich modernisiert und bekam einen 8,4 Zoll großen Touchscreen zur Steuerung so gut wie aller Funktionen des Autos spendiert – inklusive der Sitze und der Klimaanlage. Auch Sprachbefehle und Apple Carplay wird unterstützt.

 

Die Auslieferungen des Huracan Evo sollen im Frühjahr beginnen – die Preise werden leicht nach oben korrigiert. Nachdem sie dabei aber im Grunde nur von „sauteuer“ zu „echt sauteuer“ steigen, wird das ernsthaften Interessenten kaum auffallen.

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6 Kommentare

  1. Teure Autos (z.B. BMW X6 und Konsorten) und Supersportler m ü s s e n schon aufgrund des Preises als schön empfunden werden. Das ist wie bei einer Vernissage mit gewisser moderner Kunst. Da traut sich auch keiner zu sagen, dass er den auf die Leinwand geschütteten Kübel Saublut in keinster Weise als Kunst empfindet.
    Aber gefallen tut er mir nicht, der Huracan. Dass es auch schön in dieser Leistungsregion und darüber geht, zeigt beispielsweise Bugatti aus demselben Konzern mit dem Veyron.

    • Naja, auch den Veyron empfindet nicht jeder als schön. Ich zum Beispiel. 😉
      Dazu sei gesagt: Mit Ausnahme des Miura fand ich auch noch keinen einzigen Lamborghini „schön“ im klassischen Sinne. „Geil“ triffts eher. Sie sind halt eher die Marilyn Mansons als die Marilyn Monroes unter den Sportwagen – aber sie lösen definitiv Emotionen aus. Und darum gehts doch eigentlich, oder? 🙂

    • Mir sind die Lambos auch zu „glattgelutscht“ mittlerweile. Ich fand die Kanten z.B. bei einem Countach (Flügel-Modelle!) spannender.

    • Mir gefällt der Huracan sehr gut. Der Veyron dagegen überhaupt nicht. Der EB110 hat mir aber ausgezeichnet gefallen. war seinerzeit ein Wahnsinn.
      Was ich von Ausgeburten wie dem X6 und Ähnlichem halte, dürfte mittlerweile bekannt sein.
      MfG J

      • Für ein Sportcoupe – und um die geht es hier bislang – ist der X6 wirkich nicht gerade hübsch.
        Und auch sonst nicht 😉

  2. Schönheit ist subjektiv – ehschonwissen.
    In diesem Sinne eine Stimme für Countach und Gallardo – in meinen Augen die schönsten Lamborghini-Designs.

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