Neue, schon gefahren: Skoda Vision E

26. September 2017
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Aktuelles

Für ein reines Showcar ist der Vision E extrem weit entwickelt, das Finish innen und außen ohne Weiteres serientauglich. An dem im April auf der Shanghai Motorshow präsentierten Auto wurde lediglich die Frontschürze geändert, sie wirkt nun ausladender und souveräner. Eine vollständig fahrbereite Konzept­studie ist für sich schon selten – sie auch tatsächlich bewegen zu dürfen eine rare Angelegenheit.

Das Öffnen mittels Sensor-Berührung löst am seitlichen Leuchtband erst ein grünes OK-Signal, dann eine rote Öffnungs-Warnung aus – immerhin schwingen die gegenläufig angeschlagenen Türen elektrisch auf, auf eine B-Säule verzichtet zumindest die Konzeptstudie.

Die Batteriepacks sitzen im Sandwich-Boden, was die Sitzposition etwas erhöht. Die Einzel-Sitzschalen sind auch nach außen drehbar, die Armstütze vorne bewegt sich mit dem Fahrersitz mit. Ob es so eine Art von Bestuhlung zumindest optional in das Serien- angebot schafft, ist noch nicht entschieden.

Die Batteriepacks sitzen im Sandwich-Boden, was die Sitzposition etwas erhöht. Die Einzel-Sitzschalen sind auch nach außen drehbar, die Armstütze vorne bewegt sich mit dem Fahrersitz mit. Ob es so eine Art von Bestuhlung zumindest optional in das Serienangebot schafft, ist noch nicht entschieden.

Das Cockpit beherrschen drei Digitalschirme mit variabler Anzeige für Kommunikation, Navi­gation oder Infotainment, dazu zwei weitere Displays, in denen Fahrmodi- und Sicherheits-Infos angezeigt werden.

Das Raumgefühl lebt von den großzügigen Glasflächen rundum, leichter Baumwollstoff und Seide als ungewöhnliche Materialien schaffen zusammen mit Lichtbändern und sanft hintergrundbeleuchteten Flächen eine freundliche, helle Atmos­phäre. Es gibt nur wenige Bedien­elemente, alle als Sensor-Tasten ausge­führt – sogar die ­Hebel der Tür-Öffner, für deren Betätigung eine Berührung an ihrer Innenseite ausreicht.

Sauberer, heller und volldigitalisierter Arbeitsplatz: Insgesamt bringt es die Konzept-Version des Vision E auf ansehnliche sieben Bildschirme, davon drei ausladende LCD-Screens und zwei kleine Anzeige-Displays im Cockpit plus je ein Schirm für die  beiden Fond-Passagiere.

Sauberer, heller und volldigitalisierter Arbeitsplatz: Insgesamt bringt es die Konzept-Version des Vision E auf ansehnliche sieben Bildschirme, davon drei ausladende LCD-Screens und zwei kleine Anzeige-Displays im Cockpit plus je ein Schirm für die beiden Fond-Passagiere.

Der Vision E wird auch mit einem Tastendruck aktiviert, abgesehen vom Erwachen der Displays gibt das Bremspedal als Zeichen, dass die Systeme in Betrieb sind, sanft nach.
In der derzeitigen Ausführung leis­­tet der E-Skoda 306 PS aus je einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse, verfügt somit über elektronisch geregelten Allradantrieb ohne mechanische Verbindung der beiden Achsen.

Der knapp 4,7 Meter lange Strom-Tscheche zieht mit der gewohnten Drehmomentstärke eines E-Fahrzeugs aus dem Stand, lässt dabei nicht mehr als ein leises Surren hören – selbst die Dämmung ist in diesem Showcar schon seriennah ausgeführt. Die Lenkung wirkt indirekter, als sie es von der reinen Übersetzung her wohl ist – die üppige Bereifung von 275/40 auf den mächtigen 21 Zoll-Rädern stemmt sich massiv dagegen. Die Show-Pneus haben allerdings keine Chancen auf eine Übernahme in die Serie.

Dem Markttrend folgend ist der Vision E als SUV-Coupé ausgelegt. Er baut auf VWs Elektroauto-Plattform auf und gibt derzeit mit Leuchtbändern aus böhmischem Kristall noch ein wenig an, nur  bei Technik und Leistung macht er schon jetzt keine Kompro- misse. Markstart des Serienmodells: 2020, voraussichtlich  in drei Reichweite-Varianten.

Dem Markttrend folgend ist der Vision E als SUV-Coupé ausgelegt. Er baut auf VWs Elektroauto-Plattform auf und gibt derzeit mit Leuchtbändern aus böhmischem Kristall noch ein wenig an, nur bei Technik und Leistung macht er schon jetzt keine Kompromisse. Markstart des Serienmodells: 2020, voraussichtlich in drei Reichweite-Varianten.

Federungskomfort und Fahrwerksabstimmung wirken dagegen schon schlüssig. Die Motorbremswirkung ist eher sanft ausgelegt, die Betriebsbremse wohl dosierbar und bei Bedarf packt sie auch ordentlich zu. Ein Test von Reichweite, ­digitalen Features oder Alltags-Eigenschaften war in diesem frühen Ent­wick­­lungsstadium noch nicht möglich. Was der Vision E vor allem hinterlässt, ist aber der Eindruck, es mit einem ausgereiften Konzept zu tun zu ­haben, dessen Antriebs­technik bereits voll funktionsfähig und entwickelt ist, dazu frische, angenehme Features beinhaltet.

Wie viel davon es am Ende tatsächlich in die Serie schafft, werden Techniker, Designer und Buchhalter in den kommenden Monaten miteinander ausfechten. Wenn es Skoda zustande bringt, die maßgeblichen Faktoren, die den Reiz der Vision E-Konzeptstudie ausmachen, zu einem vernünftigen Preis serien­reif zu bekommen, kann die Elektro-Mobilität damit jedenfalls einen großen Schritt Richtung leistbare Alternative machen.

Das bullige, aber auch durchaus elegante Heck und die smarte, dreiteilige Fensterflanke haben tatsächlich Chancen auf ein Serienleben.  Die gegenläufig angeschlagenen  Türen ohne B-Säule  dazwischen eher  weniger

Das bullige, aber auch durchaus elegante Heck und die smarte, dreiteilige Fensterflanke haben tatsächlich Chancen auf ein Serienleben. Die gegenläufig angeschlagenen Türen ohne B-Säule dazwischen eher weniger.

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