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Peugeot-Chef: eigenständiges E-Fahrzeug unnötig, Diesel bleibt

11. April 2018
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Aktuelles

Von den drei französischen Marken des PSA-Konzerns hatte Peugeot 2017 definitiv das beste Jahr. Während die Absatzzahlen bei Citroën und DS Automobiles um 7,5 beziehungsweise 38,5 (!) Prozent zurückgingen, konnte Peugeot mit 2.119.845 verkauften Autos stolze 10,4 Prozent zulegen. Mit diesem Rückenwind ließ sich Marken-Chef Jean-Philippe Imparato nun in einem Gespräch mit autocar.co.uk zu einigen Aussagen über seine Zukunftspläne für die Marke mit dem Löwen hinreißen, die mit dem neuen Peugeot 508 ja für 2018 schon das nächste, sehr vielversprechende Auto am Start hat.

Dabei macht der Franzose unmissverständlich klar, dass trotz dem nun kommenden 508 der Fokus auch in der Zukunft auf SUV-Modellen liegen wird. Immerhin war der Bärenanteil von Peugeots Erfolg im Jahr 2017 vor allem auf eben diese Fahrzeugklasse zurückzuführen. In Sachen Antrieb ist Elektrifizierung freilich auch ein großes Thema – ein reines E-Auto, wie es sonst viele Hersteller anstreben, sei für Peugeot aber schlicht nicht notwendig, meint Imparato:

„Ich will dass Peugeot bei der Elektrifizierung eine Führungsrolle übernimmt. 2019 werden acht Prozent unserer Modellpalette elektrifiziert sein, 2020 bereits 50 Prozent. Der Wechsel auf Elektro liegt für Peugeot nicht in der Zukunft, er findet bereits heute statt. Ich glaube es macht Sinn in den nächsten zehn Jahren einmal ein dediziertes E-Auto zu bauen, in den näher liegenden Jahren aber setzen wir auf modulare Plattformen und vier Energieformen: Elektro, Hybrid, Benzin und Diesel.“

Darauf angesprochen, ob die rückläufige Nachfrage nach Diesel-Autos in manchen Teilen der Welt für Peugeot eine Gefahr bedeute, die vorgeschriebenen CO2-Ziele erreichen zu können meint Imparato selbstbewusst:

„Nein. Wir werden unsere CO2-Ziele für 2021 mit Leichtigkeit erreichen. Und ich muss bestimmt kein eigenes E-Auto einführen und Verluste schreiben um das zu tun. Ich werde auf einen Mix aus Antrieben setzen um unseren Betrieb abzusichern. (…) Ich möchte einen profitablen und nachhaltigen Businessplan realisieren, der einen vernünftigen Mix an Antriebsformen bietet um die Ziele zu erreichen und dennoch kein Geld zu verlieren. Wir werden das entsprechende, globale Ökosystem parat haben um die Ziele nicht nur 2021, sondern auch 2025 und 2030 erreichen zu können.“

Profilbild von Johannes Posch

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