Porsche Panamera: Allrad und Turbo für alle

29. Juni 2016
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Aktuelles

Das Ziel von Porsche für den unlängst bereits geleakten, neuen Panamera war klar gesteckt: die schnellste Luxuslimousine der Welt zu bauen. Ein Unterfangen, dass ganz offensichtlich geglückt ist. Keine andere Limo hat jemals schneller die Nordschleife hinter sich gebracht als der neue Panamera Turbo: 7:38 Minuten. Das ist wohlgemerkt genauso schnell wie ein Lexus LFA oder ein Lamborghini Gallardo LP 570-4 Superleggera. Videobeweis? Gern:

Doch kommen wir zum Auto selbst: Dieses wird fürs erste in drei Versionen angeboten. Als Panamera Turbo, 4S und 4S Diesel. Alle davon sind mit Achtgang-Doppelkupplung, Allradantrieb und Turbo-Motoren ausgerüstet. Ein 404 kW / 550 PS starker V8-Benziner treibt den Panamera Turbo an, ein V6-Benziner mit 324 kW / 440 PS den Panamera 4S. Im Fall des Panamera 4S Diesel sorgt ein V8 mit 310 kW / 422 PS für kraftvollen Schub – und ein maximales Drehmoment von 850 Nm. So schaffen es alle drei Panamera auf echte Sportwagen-Werte: 0-100 dauert beim Turbo gerade einmal 3,6 Sekunden, 4,2 sind es beim 4S, 4,3 beim Diesel (allesamt mit Sport Chrono Paket).

Damit all diese Leistung gut auf die Straße gebracht werden kann, wurde freilich auch viel am Fahrwerk gefummelt: adaptive Luftfederung, elektronische Dämpferregellung, Chassis-Control und Wank-Stabilisierung, Torque Vectoring … die Pressemitteilung des neuen Panamera liest sich wie ein Who is Who der modernen Fahrwerktechnik. Gleiches gilt freilich für die Elektronik – auch hier hat Porsche einfach mal alles eingebaut, was es aktuell gibt: So ergänzt ein Nachtsichtassistent mit Wärmebildkamera die LED-Matrix-Scheinwerfer für den perfekten Durchblick. Das System erkennt Menschen und Tiere auf der Fahrbahn und hebt sie im Cockpit farblich hervor, bzw. leuchtet sie über die exakt zu steuernden LED-Scheinwerfer gezielt an. Ähnlich clever: der neue Tempomat. Basierend auf den Navigationsdaten sowie der Radar- und Video-Sensorik werden dabei für die nächsten drei Kilometer die optimalen Beschleunigungs- und Verzögerungswerte sowie Gang- und Segelvorgaben errechnet und aktiviert. Dabei berücksichtigt dieser elektronische Co-Pilot Kurven, Steigungen und zulässige Geschwindigkeiten automatisch.

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Zum Cockpit: Bei den Armaturen bleibt man dem zentralen und analogen Drehzahlmesser treu, darüber hinaus ist freilich auch hier alle digital: zwei 7“-Displays versorgen den Fahrer links und rechts neben dem Drehzahlmesser mit allen Infos die er wünscht, während in der Mittelkonsole ein 12,3 Zoll großer Touchscreen wartet. Spannend: Das gesamte Bedienfeld verzichtet auf „echte Knöpfe“: Stattdessen warten ausnahmslos kapazitive Touchfelder auf den Panamera-Fahrer. Das sieht zwar super aus, könnte im Alltag aber hakelig werden. Blind nach den Knöpfen „fühlen“ fällt ja somit weg. Klarheit werden hier erst unsere Tests verschaffen.

Keine Fragen bleiben bei den Preisen offen: Der neue Porsche Panamera ist ab sofort bestellbar und steht ab 5. November 2016 beim Händler. Die Preise starten in Österreich ab 133.584,- Euro für den Panamera 4S. Der Panamera 4S Diesel kostet ab 136.200,- Euro und der Panamera Turbo ab 186.731,- Euro.

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