Singer: Superleicht, wunderschön und richtig stark

15. November 2017
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Aktuelles

Unter dem Markennamen Singer versteht der Durchschnittsösterreicher den weltweit größten Hersteller von Nähmaschinen. Doch es gibt noch einen zweiten Hersteller, der sich so nennt: Singer Vehicle Design. Benannt ist die Firma nach dem Porsche-Ingenieur Norbert Singer und dem früheren Beruf von Gründer Robert Dickson – der war nämlich Sänger. Als Cousin des Iron Maiden-Frontmanns Bruce Dickson wurde ihm die Musik quasi in die Gene gelegt, es gibt nur eine Sache, die der gebürtige Brite besser kann: Porsches veredeln. Singer Vehicle Design ist nämlich bekannt für die Umbauten klassischer 911er. Ausschließlich luftgekühlte Elfer kommen aus den Hallen der 2009 gegründeten Firma und die haben es in sich. Jetzt stellen die Kalifornier ihren neuesten Streich vor: Den in Zusammenarbeit mit Porsche-Pabst Hans Mezger und dem Traditionsrennstall Williams gebauten 964er mit Vierliter-Murl und 500 PS.

Dezent verfeinert: Kenner sehen die Veränderungen sofort, stören sich allerdings nicht daran.

Dezent verfeinert: Kenner sehen die Veränderungen sofort, stören sich allerdings nicht daran.

Gleich vorweg: Es wird nur 75 Exemplare des neuen Singers geben und eine ist schon verkauft. Eigentümer des gezeigten Absinth-grünen Singers ist Scott Blattner, der die Grundidee für das Fahrzeug lieferte. Er wollte einen Singer-Porsche mit mehr Leistung und weniger Gewicht. Da wären wir auch schon bei der zweiten Besonderheit, die der Wagen neben dem Monster-Motor hat: Das Leergewicht beläuft sich auf nur 990 Kilogramm. Schuld daran sind der inflationäre Einsatz von Carbon, Magnesium und Titan. Für die Abstimmung des Monster-Retrovehikels war übrigens der Top Gear-Moderator Chris Harris zuständig.

Keine Angaben gibt es zum Preis des Schmuckstückes. Ein “normaler” Singer-Umbau liegt bei etwa 400.000 Euro. Netto. Da ein solcher allerdings “nur” etwa 4000 Arbeitsstunden verlangt, schätzen Insider den Preis der Sonderserie auf etwa 800.000 Euro.

Bilder: Singer Vehicle Design