E-Durchbruch? Fisker patentiert Festkörperbatterie

15. November 2017
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Die Skepsis gegenüber der immer mehr und mehr werdenden E-Autos ist nach wie vor groß. Der Grund dafür ist einfach und schon lange vor komplexen Berechnungen zu finden, ob denn nun in einem Land mit Kohlekraftwerken der CO2-Ausstoß mit einem E-Auto sogar noch höher wäre als mit einem effizienten Verbrenner: Die möglichen Einschränkungen in der eigenen Mobilität. Denn selbst wenn 500 Kilometer Reichweite im Alltag meist sicher genug sind – dann stundenlang warten zu müssen bis man wieder 500 Kilometer weit fahren kann macht schlichtweg keinen Spaß.

Die Lösung könnten sogenannte Festkörperbatterien sein. Just eine solche hat Henrik Fisker nun patentieren lassen. Er verspricht dabei eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern, vor allem aber eine Ladezeit von Leer auf Voll von unter einer Minute. Das wäre wohlgemerkt sogar schneller als so mancher Tankvorgang mit fossilen Brennstoffen. Zudem ist Fisker überzeugt bis zum Jahr 2020 durch Fortschritte in der Materialforschung und weitere Optimierungen beim Herstellungsprozess den Preis eine Festkörperbatterie um bis zu zwei Drittel unter den eines gleichwertigen Lithium-Ionen-Akkus zu bekommen. Damit wäre neben dem Problem mit dem Flexibilitätsverlustes beim Umstieg von Verbrennungs- auf E-Motor auch der Faktor Kosten positiv beeinflusst – immerhin ist eine der teuersten Positionen in einem aktuellen E-Auto die Batterie.

Der Clou hinter der “Solid-State-Battery”-Technologie: Die Energiedichte entsprechender Akkus ist zweieinhalb mal so hoch wie bei den aktuell verwendeten Lithium-Ionen-Batterien. Das ist aber keine Erkenntnis, zu der ausschließlich Henrik Fisker gelangt ist. Auch Hyundai, Toyota und Technologie-Konzerne/Akku-Hersteller wie Samsung SDI und LG Chem forschen an der Technologie. Allerdings – so scheint es – ist Fisker dabei schon deutlich weiter gekommen. In der Tat soll er die ersten Prototypen schon auf der nächstjährigen CES in Las Vegas präsentieren, die von 7. bis 12. Jänner stattfindet. Die Markteinführung ist dann für 2023 anberaumt.

Randnotiz: Der Fisker EMotion, Fiskers kommendes Elektroauto (siehe oben), wird noch mit konventionellen Lithium-Ionen-Batterien an den Start gehen.