Tesla-Fahrer rettet ein Leben, Elon Musk zahlt die Reparatur

17. Februar 2017
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Anfang der Woche kam es auf der A9 vor München zu dramatischen Szenen: Der Fahrer eines Passat erlitt offensichtlich am Steuer seines Wagens einen Schlaganfall, sackte im Fahrersitz zusammen. Da niemand anderer bei ihm im Wagen saß, schlingerte das Auto in Folge unkontrolliert über die Autobahn.

Vielen Autos fuhren vorbei, doch Manfred Kick nicht. Er setzte sein Tesla Model S vor den führerlosen PKW, ließ ihn auffahren und bremste ihn so sorgsam bis zum Stillstand ab. Sein eigenes Auto sei ihm in diesem Moment vollkommen egal gewesen, meinte er in einem Interview. Es war schlicht der einzige Weg den Wagen schnellstmöglich anzuhalten und Helfern zu ermöglichen Zugang zu dem Fahrer zu bekommen.

Die Geschichte ging durch die Medien. Fernsehsender, Tageszeitungen, Internetseiten berichteten … bis die Story bei Tesla-CEO Elon Musk landete. Und PR-Profi der er nun einmal ist, fasste er via Twitter einen Entschluss:

Zumindest eine gute Nachricht im Nachfeld des Vorfalls. Die Polizei reagierte nämlich jedenfalls etwas anders darauf: Es wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn Kick eingeleitet. „So ist er halt, unser Rechtsstaat“, sagte er. Es ist allerdings davon auszugehen, dass ihm keine Strafe durch die Behörden droht. Es ist in so einem Fall schlicht üblich, dass Ermittlungen angestellt werden – egal warum jemand an einem Unfall beteiligt war.

2 Kommentare

  1. Beim Tod des autonom fahrenden Teslapiloten hat er nicht so rasch reagiert, der PR-Kaiser. Oder ist euch was bekannt, dass er die Begräbniskosten übernommen hat oder dessen Familie zumindest kondoliert hat?

  2. Der erwähnt Teslafahrer ist an seiner eigenen Dummheit gestorben. Tesla weist ausdrücklich darauf hin, dass auch bei aktiviertem Assistenten die Hände am Lenkrad bleiben müssen und der Fahrer weiterhin aufmerksam bleiben soll.

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