Tesla: Rekord-Verlust und „Produktions-Hölle“

2. November 2017
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Aktuelles

Dass Tesla die gelinde gesagt sehr optimistischen Pläne für die Produktion seines Massenmarkt-Modells – des Model 3 – nicht wird einhalten können, war schon länger klar. Daran ließen die, teils von Hand zusammengebauten, 260 produzierten Stück seit Start keinen Zweifel. Nun aber wurde am Mittwoch nach Börsenschluss der Quartalsbericht von Tesla vorgelegt und zeigte Schwarz auf Weiß die Dimension der aktuellen Schwierigkeiten. Trotz um 30 Prozent steigendem Umsatz bei den Modellen S und X (3 Milliarden Dollar), fuhr der E-Auto-Pionier einen Rekordverlust von satten 619 Millionen Dollar ein – das sind umgerechnet ca. 533 Millionen Euro.

Das konnte selbst die sonst so viel vergebenden Aktionäre nicht mehr gutheißen. Die Aktie fiel in Folge um satte fünf Prozent. Vor allem, da trotz der immens hohen Investitionen und überraschend hohen Verluste noch immer nicht absehbar ist, wann Tesla die Produktionsschwierigkeiten nun tatsächlich in den Griff kriegen wird. Natürlich mahnt der Firmenboss selbst zum Optimismus. Immerhin hätte fast niemand ihm und seiner Firma zugetraut, es überhaupt bis zu diesem Punkt zu schaffen. Das neue Ziel – nämlich statt bis Jahresende erst bis zum Ende vom ersten Quartal 2018 5000 Fahrzeuge pro Tag bauen zu können – sei realistisch.

Die Nachfrage wäre ja jedenfalls da: über 500.000 Vorbestellungen stehen an.

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