TEST: Honda Civic Type R GT

2. November 2017
5.372 Views
Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Honda
Klasse:Kompaktwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:320 PS
Testverbrauch:8,4 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:45.490 Euro

Vor 25 Jahren gab es zum ersten Mal eine Type R-Version bei Honda, und zwar vom Überdrüber-Sportler NSX. Der erste Civic mit dem heißen R kam vor 20 Jahren, allerdings gab es ihn nur in Japan zu kaufen. Erst 2001 fand man das schnelle Etikett auch auf einem Civic hier zu Lande, da war das Kürzel Type R durch Integrale und Accord schon durchaus bekannt. 200 PS leistete der GTI-Gegner damals und drehte bis 8000 Touren.

Heute halten wir in der topaktuellen Generation dank Turbo bei 320 PS und 400 Nm. Damit ist der neue Civic Type R der stärkste Fronttriebler am Markt. Und auch der Schnellste: Mit einer Rundenzeit von 7:43,80 auf der legen­dären Nordschleife des Nürburgrings unterbot er alle vergleichbaren Konzepte. Man ahnt es schon beim An­blick des auffällig verspoilerten Wagens, der aussieht wie ein Ninja-Kämpfer voller Narben: Das neue Topmodell des in England gebauten Golfklasslers erfordert im Alltag ein paar Kompromisse. So verfällt der Spitzen-Civic nach dem Motorstart gleich einmal in den Sport-Modus. Darüber gibt es zwar noch ein Programm +R für die Rennstrecke, für den Alltag aber auch einen Komfort-Modus. Doch auch der ist in Sachen Dämpfer-Härte alles andere als komfortabel.

Motor & Getriebe – Sehr elastischer und durchaus drehfreudiger Turbo-Benziner, das automatische Zwi­schengasgeben lässt sich auch abschalten. Motorsound könnte dumpfer sein – auf der Autobahn aber ruhig leiser. Kurzwegig-knackiges Getriebe.

Fahrwerk & Traktion – Auch im Komfort-Modus trotz adaptiver Dämpfer nicht wirklich komfortabel, das liegt auch an den dünnwandigen 20-Zöllern. Feine Lenkung mit variabler Über­set­zung, im Sport-Modus sehr agil. Kaum Antriebseinflüsse, feinfühlige Trak­tions­kon­trolle. Sehr hoher Kurven-Speed möglich, dabei starke Lastwechsel­reaktionen. Top-Brem­sen.

Cockpit & Bedienung – Gute Sitzposition, hohe Bedienfreude – beim zentralen Touchscreen würde man sich aber den einen oder anderen echten Drehregler wünschen. Minus: geringe Reichweite, wenig Lenkeinschlag.

Innen- & Kofferraum – Genug Platz vorne wie hinten, im Fond aber nur zwei Sitzplätze. Kofferraum: viel Volu­men, allerdings Stufe zur Ladekante und zum Innenraum nach Rücklehnen-Vorklap­pen. Große Öffnung, aber schwere Heckklappe.

Dran & Drin – Die GT-Variante addiert zum gut ausgestatteten Normal-Modell um 3500 Euro ex­tra u. a. zwei Zonen für die Klimaautomatik, Einparkhilfe, elektrisch klapp­bare Spie­gel, ein Hifi-Soundsystem sowie Navigation. Außer Metallic kein Werks-Extra. Verarbeitung und Ma­te­rial-Wahl ohne Tadel.

Schutz & Sicherheit – Zum klassenüblichen Airbag-Aufkommen gesellt sich ein lückenloses Paket an Assistenzsystemen.

Sauber & Grün – Verbrauch angemessen und nicht zu weit weg vom Prospekt-Wert. Start/Stopp funktioniert gut.

Preis & Kosten – Der etwas schwächere Seat Leon Cupra ist günstiger, aber nicht so gut bestückt – Gleiches gilt für den ähnlich teuren Focus RS mit Allrad, deutlich kostspie­li­ger bi­lan­ziert der Golf R. Honda-Atout gegenüber VW: drei Jahre Garantie. Wie­der­ver­kauf mit so viel PS schwierig.

Foto: Robert May - Veröffentlichung mit Credit: Robert May, Veröffentlichung ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung! Honorar nach vorheriger Vereinbarung!

Carbon und rote Elemente sowie eine Metallkugel als Schaltknauf setzen sportliche Akzente im ergonomisch gelungenen Civic-Cockpit. Die exzellenten Schalensitze des Type R gibt es nur in der Farbkombination Rot/Schwarz und nicht mit Lederbezug.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vor 25 Jahren gab es zum ersten Mal eine Type R-Version bei Honda, und zwar vom Überdrüber-Sportler NSX. Der erste Civic mit dem heißen R kam vor 20 Jahren, allerdings gab es ihn nur in Japan zu kaufen. Erst 2001 fand man das schnelle Etikett auch auf einem Civic hier zu Lande, da war das Kürzel Type R durch Integrale und Accord schon durchaus bekannt. 200 PS leistete der GTI-Gegner damals und drehte bis 8000 Touren. Heute halten wir in der topaktuellen Generation dank Turbo bei 320 PS und 400 Nm. Damit ist der neue Civic Type R der stärkste Fronttriebler am Markt. Und auch der Schnellste: Mit einer Rundenzeit von 7:43,80 auf der legen­dären Nordschleife des Nürburgrings unterbot er alle vergleichbaren Konzepte. Man ahnt es schon beim An­blick des auffällig verspoilerten Wagens, der aussieht wie ein Ninja-Kämpfer voller Narben: Das neue Topmodell des in England gebauten Golfklasslers erfordert im Alltag ein paar Kompromisse. So verfällt der Spitzen-Civic nach dem Motorstart gleich einmal in den Sport-Modus. Darüber gibt es zwar noch ein Programm +R für die Rennstrecke, für den Alltag aber auch einen Komfort-Modus. Doch auch der ist in Sachen Dämpfer-Härte alles andere als komfortabel.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Sehr elastischer und durchaus drehfreudiger Turbo-Benziner, das automatische Zwi­schengasgeben lässt sich auch abschalten. Motorsound könnte dumpfer sein – auf der Autobahn aber ruhig leiser. Kurzwegig-knackiges Getriebe. Fahrwerk & Traktion - Auch im Komfort-Modus trotz adaptiver Dämpfer nicht wirklich komfortabel, das liegt auch an den dünnwandigen 20-Zöllern. Feine Lenkung mit variabler Über­set­zung, im Sport-Modus sehr agil. Kaum Antriebseinflüsse, feinfühlige Trak­tions­kon­trolle. Sehr hoher Kurven-Speed möglich, dabei starke Lastwechsel­reaktionen. Top-Brem­sen. Cockpit & Bedienung - Gute Sitzposition, hohe Bedienfreude – beim zentralen Touchscreen würde man sich aber den einen oder anderen echten Drehregler wünschen. Minus: geringe Reichweite, wenig Lenkeinschlag. Innen- & Kofferraum - Genug Platz vorne wie hinten, im Fond aber nur zwei Sitzplätze. Kofferraum: viel Volu­men, allerdings Stufe zur Ladekante und zum Innenraum nach Rücklehnen-Vorklap­pen. Große Öffnung, aber schwere Heckklappe. Dran & Drin - Die GT-Variante addiert zum gut ausgestatteten Normal-Modell um 3500 Euro ex­tra u. a. zwei Zonen für die Klimaautomatik, Einparkhilfe, elektrisch klapp­bare Spie­gel, ein Hifi-Soundsystem sowie Navigation. Außer Metallic kein Werks-Extra. Verarbeitung und Ma­te­rial-Wahl ohne Tadel. Schutz & Sicherheit - Zum klassenüblichen Airbag-Aufkommen gesellt sich ein lückenloses Paket an Assistenzsystemen. Sauber & Grün - Verbrauch angemessen und nicht zu weit weg vom Prospekt-Wert. Start/Stopp funktioniert gut. Preis & Kosten - Der etwas schwächere Seat Leon Cupra ist günstiger, aber nicht so gut bestückt – Gleiches gilt für den ähnlich teuren Focus RS mit Allrad, deutlich kostspie­li­ger bi­lan­ziert der Golf R. Honda-Atout gegenüber VW: drei Jahre Garantie. Wie­der­ver­kauf mit so viel PS schwierig.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1509629967651{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1509629594542{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Carbon und rote Elemente sowie eine Metallkugel als Schaltknauf setzen sportliche Akzente im ergonomisch gelungenen Civic-Cockpit. Die exzellenten Schalensitze des Type R gibt es nur in der Farbkombination Rot/Schwarz und nicht mit Lederbezug.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik"…

7.8

FAZIT

Supersportliche Golfklasse – das erfordert eine gewisse Leidensfähigkeit. Auch im Börsel.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.78 ( 44 Stimmen)
8

R4, 16V, Turbo, 1996 ccm, 320 PS (235 kW) bei 6500/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 2500–4500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4557/1877/1434 mm, Radstand 2699 mm, 4 Sitze, Wendekreis 11,8 m, Rei­­­fendimension 245/30 R 20 (Testwagen-Bereifung Continental SportContact6), Tank­inhalt 46 l, Reichweite 550 km, Kofferraumvolumen 420–1187 l, Leergewicht 1396 kg, zul. Gesamtgewicht 1760 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 5,8 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 5,5/7,4 sec, Spitze 272 km/h, Steuer (jährl.) € 1774,44, Werkstätten in Öster­reich 55, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außer­orts/Mix) 9,8/6,5/7,7 l, Testverbrauch 8,4 l ROZ 98, CO2 (Norm/Test) 176/193 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgeh. Kopfairbag-Vorhän­ge, City-Notbremsassistent, Kollisionswarner, aktiver Spurhalte-Assistent, Toter Winkel-Warner, LED-Scheinwerfer mit autom. Fernlicht, Berganfahrhilfe, Radar-Tempomat, Ver­­kehrszeichen-Erkennung (mit Tempomat-Einbindung), autom. abblend. Innenspie­gel, Alarman­lage, Einparkhilfe v+h, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Audioanlage mit CD sowie 11 LS und HDMI/USB-Schnittstelle, 7 Zoll-Touchscreen, Internet-Browser, Apple Carplay & Android Auto, Bluetooth für Telefon und Audio, induktive Ladeschale, Navi­gation, Au­ßen­spiegel el. verstell-, beheiz- und klappbar, E-Parkbremse, Licht- und Re­gen­sensor, Multifunktions-Lederlenkrad, Keyless-Go, 20 Zoll-Aluräder etc.

Metallic-Lack € 541,–

Kommentar abgeben